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Alles-oder-nichts-Prinzip in der Schwangerschaft

Das Alles-oder-nichts-Prinzip zu Beginn der Schwangerschaft

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

In den ersten Wochen der Schwangerschaft gilt das sogenannte Alles-oder-nichts-Prinzip. Was das ist und wie lange es in der Frühschwangerschaft um „alles oder nichts“ geht, erfährst du hier.

Was bedeutet „alles oder nichts“?

Etwa jede 3. Schwangerschaft tritt ungeplant ein und überrascht die werdenden Eltern. War es bei dir auch so? Wie viele Frauen in dieser Situation plagt dich vielleicht das schlechte Gewissen. Eventuell hast du in den letzten Wochen Alkohol getrunken, geraucht oder Medikamente eingenommen – eben dein normales Leben gelebt, ohne besondere Acht auf eine mögliche Schwangerschaft zu geben. Und nun fürchtest du, damit unwissentlich deinem ungeborenen Baby geschadet zu haben.

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Wir können dich beruhigen. In den ersten Wochen der Schwangerschaft gilt das sogenannte Alles-oder-nichts-Prinzip. Vielleicht hast du davon schon einmal gehört. Einfach gesagt bedeutet das, dass Schädigungen dem Embryo entweder nichts ausmachen oder die Schwangerschaft direkt beenden. Eine Weiterentwicklung des Embryos mit Fehlbildungen sind zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich.

Wie lange gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip in der Schwangerschaft?

Das Alles-oder-nichts-Prinzip gilt von der Befruchtung bis zur vollständigen Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut, also etwa 10 bis 14 Tage nach der Empfängnis. Das entspricht der 5. SSW, da man die ersten beiden Zykluswochen vor der Befruchtung bereits als Schwangerschaftswochen mitzählt. Sobald der Embryo über die Plazenta mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbunden ist und die Organbildung beginnt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Abort geringer. Jedoch steigt das Risiko für Fehlbildungen durch Schadstoffe, wie Alkohol, Nikotin oder Medikamente.

Normalerweise finden Frauen im Laufe der 5. oder 6. SSW per Schwangerschaftstest heraus, dass sie schwanger sind. Bis dahin zeigen sich die ersten Schwangerschaftsanzeichen. Allen voran bleibt die Regelblutung aus. Bist du zu diesem Zeitpunkt nach wie vor schwanger, hat dein Kind durch deinen Lebensstil der letzten Wochen also aller Wahrscheinlichkeit keine Schäden davon getragen. Also tief durchatmen und ab sofort gesund für 2 leben.

Und selbst, wenn du es ein, zwei Wochen später erfährst, versuche entspannt zu bleiben. Ob und wie stark dein Baby auf Schadstoffe wie Alkohol oder Nikotin reagiert, ist unter anderem von der Dosis abhängig. Besprich deine Sorgen mit deiner Frauenärztin. Sie hat die Entwicklung deines Babys im Blick und kann dich bestimmt beruhigen.

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Wie Alles-oder-nichts-Prinzip funktioniert

In der frühesten Phase der Schwangerschaft ist der Embryo am empfindlichsten. Dennoch wird es in den ersten Schwangerschaftswochen nicht zu Missbildungen kommen. Denn in diesem Stadium der Zellteilung haben die Zellen noch eine Omnipotenz. Das bedeutet, sie können sich in jede Art von Zelle entwickeln. Kleinere Defekte können so vollständig ausgeglichen werden und der Embryo sich normal weiterentwickeln.

Sind allerdings die Schäden zu groß, etwa durch toxische Einflüsse von außen, und können nicht mehr repariert werden, erkennt das dein Körper. Er steckt dann keine weitere Energie mehr in die Entwicklung der Eizelle. Es kommt zu einem frühen Abort (Fehlgeburt). Allerdings würdest du davon normalerweise nichts merken, denn der Abgang der Eizelle fiele immer in etwa auf den Zeitpunkt deiner erwarteten Periode. Blutungen und etwaige Unterleibsschmerzen würdest du deshalb deiner (verspäteten) Menstruation zuschreiben.

Wie geht es danach weiter?

Solltest du unerwartet schwanger geworden sein und dies innerhalb der ersten 5 oder 6 SSW erfahren, musst du dir also keine Sorgen zu machen, deinem Baby geschädigt zu haben. Ab sofort solltest du aber die Finger von Alkohol und Zigaretten lassen und Medikamente nur in Rücksprache mit deiner Frauenärztin einnehmen. Informiere dich außerdem darüber, was du in Sachen Ernährung in der Schwangerschaft beachten musst und welche Schwangerschaftsrisiken du meiden solltest.

Zudem solltest du darüber nachdenken, ob dein Beruf Gefahren für dich und dein Baby birgt. Je früher dein Chef von der Schwangerschaft weiß, desto eher greifen die Mutterschaftsrichtlinien für dich. Eventuell kommt auch ein Beschäftigungsverbot infrage.

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Wir wünschen dir eine entspannte und sorgenfreie Schwangerschaft!

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