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Babys 37. Woche: So entwickelt sich dein Baby

Zwischen übertrieben lieb und tief im Jammertal – in der 37. Woche ist bei deinem Baby alles möglich. Schuld ist der Entwicklungssprung (und wer weiß was sonst noch). Wann der geschafft ist und was dein Baby jetzt Neues lernt, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bald ist der Entwicklungssprung geschafft.
  • Manche Babys können jetzt wahnsinnig lieb und im nächsten Moment extrem unwillig sein.
  • Nicht-die-Mama: Das Fremdeln erreicht einen Höhepunkt.
  • Dein Baby hat wieder neue Fähigkeiten erlangt.
  • Es versteht nun, dass es Dinge und Lebewesen kategorisieren kann.

Entwicklung: Das kann dein Baby schon in der 37. Woche

37 Wochen – für viele Babys bedeutet das jetzt Sprungzeit. Mr. Quengel ist zurück. Und selbst, wenn du es vorher schon einige Male durchgemacht hast: es ist doch jedes Mal auf’s Neue zum Haare raufen oder?

Zwischen Essen und Schlafen verweigern, Schreianfällen beim Windeln wechseln und extremer Anhänglichkeit blitzt aber hier und da vielleicht schon eine neue Fähigkeit durch. Du musst nur genau hinschauen. Bis dein Baby sie auch so feiert wie du, vergeht zwar noch etwas Zeit. Aber immerhin hast du etwas, worauf du dich freuen kannst. Für irgendwas muss die ganze Mühe ja gut sein. Das würde dein Baby sicherlich genauso sehen, wenn es schon so kompliziert denken könnte.

Denn auch für dein Kind ist jeder Sprung ähnlich anstrengend. Von denen, die so etwas lieber aussitzen, mal abgesehen. Die gibt es natürlich auch. Alle anderen sind jetzt einfach nur durch den Wind. Zum Glück dauert dieser Zustand nicht allzu lange an. Ihr habt es bald geschafft! Zwischendurch kann es immer mal wieder passieren, dass dein Baby dich mit bester Laune überrascht. Dann ist all die Müdigkeit ganz kurz wie weggeblasen.

Kleiner Schmusebär

Sogar Babys, die sonst weniger Kuschelstunden brauchen, können jetzt überschwänglich ihre Liebe zeigen. Da bekommt Kampfkuscheln eine ganz neue Bedeutung und dein Hals vielleicht ein paar liebgemeinte Druckstellen von den Ärmchen. Von Sabberflecken auf der Wange ganz zu schweigen.

Dein Baby hat gelernt, dass furchtbar lieb sein oft zu mehr ungeteilter Aufmerksamkeit führt. Und das setzt es nun ein. Genieß es! Denn bald wird dein Kleines ziemlich viel auf Achse sein und du kaum noch hinterher kommen.

Geh weg, das ist meine Mama!

War das Fremdeln schon besser und ist plötzlich wieder da? Einige Kinder melden jetzt richtige Besitzansprüche an. Mama und Papa sollen sich bitteschön nur um ihr Baby kümmern. Andere Menschen stören da nur und werden gnadenlos weggeweint.

Das heißt aber nicht, dass dein Baby aus reiner Berechnung schreit. Ist es noch nicht mobil? Dann kann es regelrecht verzweifeln, wann immer du weggehst. Es kann ja nicht hinterher. Wenn es schon krabbelt, wird es sich vielleicht so sehr an deine Beine klammern, dass du gar nicht mehr vom Fleck kommst.

Keine Sorge, auch diese Phase wird wieder vorbei gehen. Im Moment braucht dich dein Baby einfach wieder etwas mehr als sonst – und am liebsten hat es dich ganz nah bei ihm. So fühlt es sich sicherer. Schließlich verändert sich gerade wieder seine ganze Welt.

Die Welt der Kategorien

Mit dem 37-Wochen-Sprung wird deinem Baby klar, dass es all das, was es schon kennt, in Kategorien einteilen kann. Ziemlich erleuchtend. Was das bedeutet, zeigen ein paar Beispiele:

  • Tiere können anderen ähneln oder ganz anders aussehen (und sind trotzdem Tiere).
  • Dein Baby und ihr als Eltern seid keine Tiere, sondern Menschen.
  • Ein Hund ist ein Hund, egal wie er aussieht oder im Buch dargestellt wird.
  • Spielzeug kann aus Holz sein und fühlt sich anders an als solches aus Plastik.
  • Es gibt Dinge, die Geräusche machen und solche, die es nicht tun.
  • Eisenbahnen und Autos fahren auf dem Boden, Flugzeuge fliegen in der Luft. Vögel auch. Das sind aber trotzdem keine Flugzeuge.

Was für uns ganz normal ist und unsere ganze Welt bestimmt, ist für dein Baby eine Meisterleistung. Es beginnt, Dinge ähnlich wie wir wahrzunehmen. Man könnte fast sagen, es denkt so langsam ähnlich wie du als Erwachsener. Vielleicht verstehst du es nun besser als vorher.

Durchschnittliche Babygrößen für Woche 37

37 Wochen altBabymädchenBabyjungen
Gewicht5,6 bis 11,6 kg6,2 bis 11,9 kg
Kleidergrößen68, 74, 8068, 74, 80
Mützengrößen46/48, 50/5246/48, 50/52
g pro Woche+ 40 bis 110 g+ 40 bis 110 g
cm pro Monat+ 1 bis 2 cm+ 1 bis 2 cm

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind weltweite Durchschnittswerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für Stillkinder. Sie weichen etwas von den Kurven ab, die du im gelben Untersuchungsheft findest. Letzte zeigen stattdessen deutsche Kinder, die mit der Flasche aufgezogen wurden und sind unseres Erachtens veraltet, da Stillkinder gerade zu Anfang meist schneller zunehmen.

Gut zu wissen: Kinder in Nordeuropa bewegen sich öfter am oberen Rand der Skala. Daher kann es sein, dass dein Baby noch größer und schwerer ist, als der Maximalwert zeigt. Wachstum und Gewichtszunahme verlaufen schubweise. Also keine Panik, alles in Ordnung solange dein Kind in etwa auf seiner eigenen Kurve bleibt.

Was sich mit dem 37-Wochen-Sprung verändert

Noch ist der Sprung nicht durch, aber wenn er das ist, wirst du ganz neue Fähigkeiten an deinem Kind entdecken, die vorher nicht da waren. Quasi über Nacht ist es wieder schlauer geworden. Was davon dein Baby zeigt, hängt wie immer ganz von seinen Vorlieben ab.

Verstehen

Dass dein Baby nun Kategorien versteht und benutzt, haben wir ja schon weiter oben beschrieben. Aber abgesehen davon merkt es sich auch immer mehr Wörter und ihre Bedeutung. Bei einem ruhigen Baby ist das nicht immer offensichtlich. Dennoch solltest du jetzt besser aufpassen, worüber du redest.

Je mehr dein Baby versteht, desto besser ist es für dich. Denn so langsam kannst du beginnen, Dinge in ganz einfachen Worten zu erklären. Zum Beispiel, was du gerade machen willst: kochen, Windeln wechseln, essen, anziehen, baden…was auch immer wichtig für dein Kleines ist und dem Tag Struktur gibt. Schau doch mal, wie dein Baby reagiert, wenn du etwas ankündigst. Ist es freudig erregt oder zeigt es seine Abneigung?

Sprache

Das Verstehen an sich ist eine Sache, selbst sprechen können die andere. Manche Babys schaffen es jetzt schon, einige wenige Wörter hervorzubringen. Manchmal zufällig, manchmal auch bewusst. Andere sind davon noch Monate bis Jahre entfernt und dafür in anderen Bereichen fitter.

Du kannst deinen kleinen Schatz unterstützen, indem du mit ihm Bilderbücher anschaust und die Dinge benennst, die er/sie sieht. Hol ruhig noch etwas weiter aus und sag, dass die Kuh muh macht und der Hund wauwau. Bringt dein Kind eine Silbe heraus, die ähnlich klingt, nicke mit dem Kopf, lächle und sage sowas wie „Ja genau, der Hund macht wauwau“. So zeigst du ihm, dass Sprechen Spaß macht.

Greifen und Fühlen

Eigentlich sind wir ja über die Phase hinaus, in der wir uns nur auf das Greifen konzentriert haben oder? Interessant ist jetzt nicht, dass dein Baby Dinge überhaupt ergreift, sondern wie es das tut und wie es mit ihnen umgeht. Es kann jetzt nämlich durchaus zwischen hart Anpacken und zart Betasten wechseln. Das bekommen mitunter auch dein Gesicht oder eure Haustiere zu spüren. Kneifen, hauen, bohren und Haare ziehen sind daher nicht mehr ganz zufällig.

Wichtig ist, wie du darauf reagierst. Findest du, dass dein Kleines zu grob ist, kannst du das ruhig und bestimmt sagen. Aber nur nicht übertreiben. Denn wenn deine Reaktion zu überschwänglich ausfällt, könnte das dein Baby ziemlich interessant finden. Und macht es wieder. Und wieder.

Bewegung

Raum geben – das ist das Gebot der Stunde. Dein Baby braucht Platz, um die Welt zu entdecken. Rollen, Robben oder auf dem Po durch die Wohnung rutschen, all das wird jetzt möglich. Und auch Krabbeln geht bei einigen 37 Wochen alten Babys schon. Damit es spannend bleibt oder wird, kannst du einen kleinen Hindernis-Parcour aufbauen. So kann dein Baby erkunden, wie es ist, über etwas drüber zu krabbeln oder sich darunter durch zu zwängen. Eine große Pappkiste zeigt ihm, was hinein und hinaus bedeutet. Und kann auch gleich zum Versteckspiel genutzt werden.

Hast du noch Fragen zu Woche 37 in Babys Leben? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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