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Braucht mein Baby wirklich ein Kinderzimmer?

Für Babys Kinderzimmer lässt sich viel Geld ausgeben. Aber sind all die Anschaffungen wirklich nötig? Nicht immer. Warum wir das glauben, erklärt dieser Artikel. Außerdem gibt es nützliche Tipps, was du beim Renovieren und Einrichten in der Schwangerschaft beachten solltest, wenn du dich dafür entscheidest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Babys und Kleinkinder brauchen eigentlich kein eigenes Zimmer, aber Vorteile gibt es trotzdem.
  • Bei der Einrichtung auf schadstoffgeprüfte Farben, Lacke und Fußböden achten.
  • Erst ab dem Schulalter ist ein Kinderzimmer wirklich wichtig.
  • Es gibt kein Grundrecht auf ein eigenes Zimmer.
  • Mit gebrauchten und/oder mitwachsenden Möbeln kannst du viel Geld sparen.
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Babys brauchen vor allem Nähe

Spätestens, wenn im letzten Drittel der Schwangerschaft der Nestbautrieb so richtig einsetzt, stürmen viele werdenden Eltern die Möbelabteilungen. Hübsche Kinderbetten, Wickeltische und Kleiderschränke müssen her. Zusammenpassen muss es und möglichst hübsch und komfortabel sein, denn das Baby soll sich ja wohlfühlen.

Das ist mehr als verständlich, aber: Dein Neugeborenes wird sich für das mit viel Liebe eingerichtete Kinderzimmer nicht so sehr interessieren. Denn es braucht vor allem dich und deine Wärme, am Tag und in der Nacht. Sei dir am besten bewusst, dass du es vor allem dir selbst schön machst. Und warum auch nicht? Ein bisschen Vorfreude darf schließlich sein.

Trotzdem gut zu wissen: In den ersten Jahren schlafen und spielen die meisten Babys und Kleinkinder lieber dort, wo ihre Bezugspersonen sind. Deshalb ist das Babyzimmer gar nicht selten der am wenigsten genutzte Raum in der ganzen Wohnung.

Manche Eltern handhaben es deshalb ganz anders. Ihr Baby schläft die ersten Jahre im Elternbett oder zumindest im Schlafzimmer der Eltern. Ein gemütlicher Stuhl zum Stillen steht in einer ruhigen Ecke. Gewickelt wird das Baby im warmen Bad. Als Kleiderschrank dienen ein paar Fächer im Schrank der Eltern. Eine Spieldecke und später eine Spielecke im Wohnzimmer und ein paar Spielsachen im Schlafzimmer reichen ihnen, bis die Zeit reif für ein eigenes Zimmer ist oder das Baby zum Geschwisterkind zieht.

Aber geht das auch bei jedem? Nein, sicher nicht. Es hängt vielmehr von euren Wohnverhältnissen und deinem Kind ab, welche Lösung für euch die beste ist.

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Wann ein Kinderzimmer sinnvoll ist/wird

Wir möchten gar nicht leugnen, dass es Kinder gibt, bei denen ein eigenes Zimmer schon früh Sinn ergibt. Das sind vor allem solche, die im Schlafzimmer der Eltern nicht zur Ruhe kommen, weil sie sich von den nächtlichen Geräuschen gestört fühlen. Oder solche, die es vorziehen, allein vor sich hinzuspielen und die Ruhe im eigenen Reich genießen. Das wirst du erst nach ein paar Monaten wissen und kannst dann immer noch improvisieren.

Kinder sind eben unterschiedlich, genau wie ihre Eltern. Manche brauchen mehr Privatsphäre, andere weniger. Wie ist es bei euch?

Abgesehen davon gilt: etwa mit 3 bis 4 Jahren ist ein Kinderzimmer eine schöne Sache, auch wenn viele Kinder zu Anfang nur etwa eine halbe Stunde am Stück allein darin spielen. Je nach Charakter des Kindes kannst du das Zimmer dann genau so gestalten, dass dein Schatz darin genug Anregungen findet, um seine Fähigkeiten weiterentwickeln zu können, ohne dass alles weit verstreut im Wohnzimmer herumliegen muss. Zwingend notwendig ist das eigene Reich aber auch dann nicht. Manchen reicht auch jetzt noch eine Spielecke im Wohnzimmer.

Ob Klettermöglichkeiten, Legoburgen, Puppenküche oder Malutensilien … was gefällt und benutzt wird, kommt ganz auf dein Kind an. Und mit einem cleveren System kann es ganz nebenbei auch noch lernen, dass Ordnung zu halten, viel Zeit spart und sogar Spaß machen kann.

Spätestens mit Beginn der Schulzeit ist dann ein Zimmer mit einem ordentlichen Schreibtisch und Platz für die Schulmaterialien wirklich wichtig. Aber auch hier muss es pro Kind kein eigenes Kinderzimmer sein.

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Braucht jedes Kind ein eigenes Kinderzimmer?

Das kommt auf das Kind und das Alter an. Es gibt Geschwisterkinder, die sich überhaupt nicht grün sind und auch solche, die sich beim Schlafen gegenseitig stören. Für solche bietet sich ein eigenes Zimmer an, wenn genug Platz vorhanden ist.

Alle anderen profitieren noch bis etwa 10-11 von einem gemeinsamen Kinderzimmer. Denn dort sind sie nachts nicht allein und können tagsüber besser zusammen spielen. Und ganz nebenbei lernen sie solch wichtige Dinge wie Rücksicht zu nehmen, Absprachen zu treffen und zu teilen. Das wird nicht immer ohne Streit ablaufen, aber das muss es auch gar nicht.

Mit dem Einsetzen der Vorpubertät und spätestens mit Beginn der richtigen Pubertät erwacht das Schamgefühl. Der Freundeskreis und die Vorlieben ändern sich und Jugendliche sind gern allein in ihrem Zimmer. Wenn es der Platz zulässt, ist ein Jugendzimmer pro Kind nun hilfreich. Wer den Platz nicht hat, kann zumindest Rückzugsorte schaffen.

Renovieren und neue Möbel bergen Risiken

Sowohl Frauenärzte als auch Kinderärzte raten davon ab, die Wohnung und vor allem das Kinderzimmer im letzten Drittel der Schwangerschaft zu renovieren oder neu einzurichten. Der Grund sind Lösungsmittel, die in fast allen Farben, Lacken, neuen Möbeln und Bodenbelägen enthalten sind.

Greife daher lieber zu lösungsmittelfreien Farben und unbehandelten Holzmöbeln (gebraucht?). Besser wäre es, Kinderzimmer und Wohnung erst neu zu gestalten, wenn dein Kind älter als zwei Jahre ist.

Ihr habt schon alles neu gemacht? Dann ist das jetzt so. Lüfte am besten einmal öfter als sonst und lass dich von uns nicht verrückt machen.

Anders bei Schimmel in der Wohnung. Schimmelecken müssen fachgerecht entfernt und renoviert werden, da die Sporen des Schimmelpilzes ernsthafte gesundheitliche Folgen für euch alle haben können. Aussitzen wäre hier weniger gut.

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