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Einschlafhilfe fürs Baby: 7 Tipps, die wirklich helfen

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

Du suchst nach einer Einschlafhilfe für dein Baby? Wenn du „Einschlafhilfe Baby“ bei Google eingibst, hagelt es Produktvorschläge, aber du bist unsicher, was wirklich hilft? Wir haben sieben bewährte Tipps und wertvolle Hilfsmittel zusammengetragen, mit denen du dein Baby wirklich dabei unterstützen kannst, in den Schlaf zu finden. Vielleicht sind passende Ideen und Produkttipps dabei, die dir weiterhelfen.

1. Einschlafhilfe: Baby saugen lassen

Eines der Grundbedürfnisse eines Babys ist das Saugen. Dieses muss nicht zwangsläufig zur Nahrungsaufnahme führen, es dient ebenso dazu, das Kind zu beruhigen. Nicht umsonst ist Einschlafstillen die beste und innigste Einschlafhilfe, die es gibt. Aber auch ein Fläschchen funktioniert ähnlich gut bei Kindern, die daran gewöhnt sind. Wenn ein Baby einen Nuckel akzeptiert, ist das für die Eltern oft eine große Erleichterung. Auch er ist eine gute Einschlafhilfe fürs Baby. Hebammen und Ärzte raten jedoch dazu, den Schnuller nicht in den ersten Tagen, sondern erst nach 4 bis 6 Wochen einzuführen, wenn das Baby gelernt hat, richtig zu trinken. Sonst kann es durch den Schnuller unter Umständen zu einer Saugverwirrung kommen. Aber nicht alle Säuglinge haben damit Probleme.

Einige Babys entdecken relativ früh noch weitere Brustersatzobjekte, an denen sie nuckeln und herumfummeln können. Das kann zum Beispiel ein Schnuffeltuch oder ein speziell dafür konzipiertes Kuscheltier sein. Achte darauf, dass sich vom auserwählten Saugobjekt keine Kleinteile lösen können und dass es keine giftigen Stoffe enthält. Das Stofftier-Schnuffeltuch von Fehn kann beispielsweise eine wunderbare Einschlafhilfe fürs Baby sein. Und es ist dank integriertem Soft-Beißer auch noch hilfreich, wenn die ersten Zähne kommen. Denn auch die Zähne können schuld sein, wenn ein Baby nicht einschlafen kann.

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2. Einschlafhilfe: Baby begrenzen

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, unterscheidet sich diese sehr von dessen bisherigen Umgebung. Es ist plötzlich viel zu hell, viel zu laut, und alles viel zu groß und weit. Das neugeborene Kind kommt aufgrund der vielen neuen Eindrücke selbst bei Müdigkeit nicht zur Ruhe. Gerade in den ersten 3 Monaten, aber auch bis zu 6 Monaten kann es helfen, das Baby in seinem Bewegungsspielraum etwas zu begrenzen, wenn es einschlafen soll. Dies simuliert den Mutterleib und gibt Sicherheit. Wenn du deinen Schatz fest im Arm hältst, die fuchtelnden Händchen einfängst und mit ihm kuschelst, hilft das schon ziemlich gut.

Alternativ kannst du deinen Säugling pucken, das heißt, auf eine bestimme Art und Weise in ein extra dafür gemachtes Tuch einwickeln. Viele Eltern haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Pucken: Anleitung
So puckst du dein Baby richtig.

Um einen Säugling zu pucken, eignet sich ein dehnbares und atmungsaktives, quadratisches Tuch. Es gibt auch spezielle Pucksäcke, wie den SwaddleMe. Sie sind in der Handhabung besonders einfach.

Wichtig: Lass dir das Pucken von deiner Hebamme erklären. Denn falsches Pucken kann deinem Kind auch in der Entwicklung schaden. Mehr Infos erhältst du im Artikel zum Baby Pucken.

In einem zu großen Babybett fühlen sich Babys übrigens ebenfalls oft verloren. Es fällt ihnen schwer, einzuschlafen. Alternativ zum Pucken kannst du die Liegefläche durch Schaumstoffrollen oder fest zusammengerollte Handtücher begrenzen. Das Baby darf natürlich nicht darunter geraten können. Auch ein festeres Stillkissen bietet sich an. Oder du nutzt statt eines großen Babybetts einen kleineren Stubenwagen oder eine Wiege (etwa von roba).

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3. Einschlafhilfe: Für Wärme sorgen

Im Babybauch war es so schön kuschelig und jetzt ist alles so ungemütlich. Sorge für wohlige Wärme, damit sich dein Neugeborenes entspannen kann. Dies beginnt bei der Wärmelampe über dem Wickeltisch und geht mit einem warmen Bad weiter. Auch das Babybettchen kannst du mit einer Wärmflasche oder einem Dinkel- oder Kirschkernkissen vorwärmen. Diese sollten zum Schlafen allerdings entfernt werden.

Auch wenn von Ärzten 16 bis 18 Grad als die ideale Raumtemperatur zum Schlafen (übrigens auch für Erwachsene) empfohlen wird, haben manche Babys ein anderes Temperaturempfinden und brauchen ein bis zwei Grad mehr. Alternativ kannst du das Baby beim Schlafengehen wärmer anziehen (aber nicht zu warm, Säuglinge überhitzen schnell). Auf eine Mütze solltest du dabei allerdings verzichten, da Babys ihren Wärmeausgleich über den verhältnismäßig großen Kopf vornehmen. Im Winter kann auch der Babyschlafsack kurz vor der Schlafenszeit etwas auf der Heizung angewärmt werden, damit sich dein Kind richtig wohlfühlt, wenn du ihm den Schlafsack anziehst und es ins Bett legst.

Der Klassiker ist allerdings das Tragen des Säuglings entweder im Tragetuch oder einer passenden Babytrage. Dicht an Mama oder Papa gekuschelt, wird Babys Körper mit gewärmt und die neue, noch unbekannte Welt sieht auf einmal gar nicht mehr so schlimm aus. Aus eigener Erfahrung können wir dir beispielsweise die Manduca XT Babytrage empfehlen. Sie ist einfach anzulegen, wächst mit und lässt sich immer wieder neu an eure individuellen Bedürfnisse anpassen.

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4. Einschlafhilfe: Für ruhigen Schlafplatz sorgen

Manche Babys können überall schlafen und das ist sehr praktisch für ihre Eltern. Viele können dies aber nicht und überreizen stattdessen oder wachen trotz Müdigkeit bei jedem kleinsten Geräusch auf. Wenn du solch ein Exemplar zuhause hast, das Einschlafprobleme hat, bleibt dir nichts übrig, als gerade zum Einschlafen alle Geräusche in der Wohnung herunterzufahren. Erst wenn das Baby in der Tiefschlafphase angelangt ist, stören ein paar Alltagsgeräusche nicht mehr. Aber Vorsicht, der Tiefschlaf hält nicht ewig an. Säuglinge haben ein schmales Schlaffenster. Ein Schlafzyklus dauert zu Anfang lediglich zwanzig bis dreißig Minuten. Zwar können Babys auch mehrere dieser Schlafzyklen hintereinander durchlaufen. Gerade Neugeborene wachen jedoch meist tatsächlich nach etwa einer halben Stunde auf.

Schalte außerdem das Licht aus und dunkle das Zimmer zu jedem Schlafen gut ab. Zwar mögen manche Babys Nachtlichter, viele reagieren aber auch im Tiefschlaf empfindlich auf grelles Licht. Das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, ein schlafendes Baby in seinem Bettchen mit Blitzlicht zu fotografieren. Wenn der Raum schön dunkel ist, ist zumindest diese Reizquelle ausgeschaltet. Wenn dein Baby nachts trotzdem oft aufwacht, kann es auch sein, dass es sich wegen der elterlichen Schlafgeräusche gestört fühlt. In diesem Fall ist es manchmal eine gute Idee, das Baby doch aus dem Elternzimmer und in ein eigenes Bett auszuquartieren. Probier am besten aus, ob es dafür schon bereit ist.

5. Einschlafhilfe: Einfache Melodien summen

Musik kann auf Menschen unterschiedliche Wirkungen haben. Es gibt aufregende Musik und Klänge, die beruhigen. Im Normalfall sind einfache Melodien ein gutes Mittel, um Babys in den Schlaf zu helfen. Das kann zum Beispiel ein von dir gesungenes Schlaflied sein. Deine Stimme kennt dein Schatz aus dem Mutterleib. Bereits dort konnte sie dein Baby beruhigen. Vielleicht hast du deinem Baby in der Schwangerschaft immer ein bestimmtes Lied vorgesungen? Falls ja, kann dir das Singen ebendieses Liedes auch jetzt nach der Geburt als Einschlafhilfe fürs Baby dienen. Wenn dein Baby zu sehr auf die Worte lauscht, summ die Melodie einfach nur.

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren die beliebten Spieluhren. Mit der Zeit wird das Baby bestimmte Melodien fest mit dem Einschlafen verknüpfen. Eine besonders niedliche Spieluhr ist die Efie Bio Spieluhr. Sie besteht komplett aus ökologischen Materialien. Es ist also nicht schlimm, wenn sie zwischendurch mal in den kleinen Babymund wandert. Auch deshalb nicht, weil sie mitsamt Spielwerk gewaschen werden kann.

Einschlafhilfe Baby: Elfie Öko-Spieluhr Elefant

6. Einschlafhilfe: Baby mit weißem Rauschen beruhigen

Weißes Rauschen ist eine hervorragende Einschlafhilfe fürs Baby. Unter weißem Rauschen versteht man monotone, summende, brummende oder eben rauschende Geräusche, die zum Beispiel von Haushaltsgeräten wie der Waschmaschine, der Dunstabzugshaube oder dem Föhn ausgehen. Die Idee dahinter ist, dass Ungeborene im Mutterleib, abgesehen von den Geräuschen der Umwelt, vor allem die Körpervorgänge der Mutter sehr intensiv wahrgenommen und sich daran gewöhnt haben. Das Glucksen des Magens und Darms, das Ein- und Ausatmen, das Rauschen des Blutes und der monotone Herzschlag haben zusammen eine Kulisse geschaffen, die der Säugling nach der Geburt vermisst. Du kannst den Föhn oder die Dunstabzugshaube in der Küche anschalten, um die Geräusche nachzustellen. Es gibt auch Kuscheltiere, die solche Geräusche nachahmen (etwa von myHummy). Auch ein auf 60 Schläge eingestelltes Metronom soll, im Kinderzimmer aufgestellt, gut helfen. Das Ticken soll den Säugling an deinen Herzschlag erinnern.

Einfacher ist es aber, wenn du dir weißes Rauschen als MP3 herunterlädst und zum Einschlafen auf dem Handy (im Flugmodus) abspielst. Das erleichtert euch das Zubettgehen und kann auch unterwegs beim Einschlafen helfen. Schließlich hast du dein Handy wahrscheinlich immer dabei. Hier kannst du weißes Rauschen kostenlos downloaden:

Einschlafhilfe Baby: Weißes Rauschen

7. Einschlafhilfe: Baby durch monotone Bewegung in den Schlaf wiegen

Du hast es sicherlich auch schon gemerkt: Im Auto oder Kinderwagen schläft ein junges Baby besonders gut ein. Das hat ebenfalls mit den Erfahrungen des Fötus im Mutterleib zu tun. Dort wurde das Ungeborene ständig sanft hin und her geschaukelt und die Welt war in Ordnung. Nach der Geburt kann man diese Art der Bewegung durch etliche Hilfsmittel simulieren.

Beginnen wir mit dem Tragen. Nicht umsonst kommen immer mehr Mütter darauf, ein Tragetuch oder eine Babytrage zu verwenden. Das Baby schläft dort am Tag, gerade bei Bewegung besonders gut ein. Aber auch das bloße Halten und rhythmische Schaukeln im Arm hat die gleiche Wirkung und ist eine gute Einschlafhilfe fürs Baby. Damit es dir auf Dauer nicht zu viel wird, kannst du dich auf einen sogenannten Pezziball (Gymnastikball) setzen. So kommst du zu deinem Sport und das Baby kann prima einschlafen. Alternativ kannst du wie in früheren Zeiten eine Babywiege benutzen. Du musst nicht zwingend gleich eine Federwiege kaufen, sondern kannst sie auch mieten, etwa über Swing2sleep oder Wunderwiege.

Zur Schlafenszeit tun alternativ auch das monotone Rütteln des Kinderwagens und die frische Luft beim Spazierengehen gut. Wenn der Wagen steht, kann ein Kinderwagenschaukler zum Einsatz kommen, der den schaukelnden Rhythmus beibehält – sofern dieser an dein Modell passt.

Als letzte Rettung kannst du eine Spritztour im Auto unternehmen. Allerdings sollte das wirklich nur das letzte Mittel und du lieber nicht zu übermüdet sein.

Generelle Infos & Tipps für besseren Babyschlaf

  • Etabliere einen festen Rhythmus: Ein geregelter Tagesablauf mit festen, wiederkehrenden Ereignissen gibt einem Baby Sicherheit. Versuche, bestimmte Aktivitäten immer in einem bestimmten Zeitraum stattfinden zu lassen und diesen Ablauf beizubehalten.
  • Führe Einschlafrituale ein: Zu einem festen Tagesablauf gehört auch ein festes Abendprogramm. Wenn das Abendprogramm immer nach dem gleichen Schema abläuft, lernt dein Kind, etwa das tägliche Bad mit dem Schlafengehen zu verknüpfen.
  • Lass organische Ursachen für die Einschlafprobleme ausschließen: Eure Kinderärztin kann beispielsweise überprüfen, ob eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt, die Blähungen und Bauchschmerzen verursacht, oder ob vielleicht eine Blockade dein Baby vom Schlafen abhält.

Bei manchen Kindern liegt auch eine Regulationsstörung vor. Die betroffenen Babys sind sehr unruhig und können sich kaum selbst beruhigen. Falls dein Kind nicht „nur“ Probleme beim Einschlafen haben sollte, sondern auch viel und langanhaltend schreit, könnte es sich um eine Regulationsstörung handeln. Mehr Infos erhältst du in unserem Artikel über Schreibabys

Fazit: Probiere aus, welche Einschlafhilfe bei deinem Baby wirkt

Mit ein paar einfachen Methoden lassen sich die meisten Babys und Kleinkinder schnell in den Schlaf begleiten – am Tag und in der Nacht. Was bei deinem Kind funktioniert und was nicht, musst du leider selbst herausfinden. Manchmal drückt der Schuh aber auch einfach woanders. In diesem Fall brauchst du Geduld. Es dauert unter Umständen recht lang, bis das Baby dann endlich in den Schlaf findet. Halte durch, auch diese Phase geht vorbei!

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Quellen

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  1. Danke für diesen tollen Beitrag! Grade das pucken hat bei unserer kleinen am Anfang sehr viel gebracht, da für sie die Gewöhnung an so viel Platz sehr schwierig war. Und was für uns auch immer sehr wichtig war, die Nähe zu Mama und Papa, wir können nur empfehlen es zu genießen denn die Zeit ist unbezahlbar.

    Liebe Grüße
    Emila

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