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Baby beruhigen, Baby schreit

Baby beruhigen: So hilfst du deinem Baby wirklich, wenn es schreit

Inhaltlich geprüft von Hebamme Nadine Beermann.

Dein Baby schreit: Das weinende Baby beruhigen zu können und zwar schnell, wäre jetzt ein Traum, oder? Dieser Wunsch ist ganz natürlich – die Beruhigung selbst aber nicht immer ganz einfach. Umso wichtiger ist es, dass du verschiedene Methoden kennst, auf die du zurückgreifen kannst. Wir haben wirkungsvolle Tipps für dich.

Du möchtest dein Baby beruhigen, aber du weißt nicht wie? Hunger, Müdigkeit, eine volle Windel – du hast alle Grundbedürfnisse gecheckt, aber dein Baby schreit immer noch? Nichts scheint zu helfen? Die folgenden Tipps sind oft besonders effektiv, um einen Säugling zu beruhigen.

Schnelle Hilfe: Die besten Tipps in der Übersicht

Versuche, dein Baby mit diesen Methoden zu beruhigen:

  • Stelle den Mutterleib nach: Sorge für eine Begrenzung, indem du Enge schaffst (etwa durch Pucken). Schaukle dein Baby sanft hin und her. Nutze deine Stimme oder weißes Rauschen zur Beruhigung.
  • Verwende ein Tragetuch: Das Baby spürt deine Wärme, hört deinen Herzschlag und schaukelt sanft hin und her, wenn du dich bewegst. Viele Babys lassen sich dadurch beruhigen.
  • Gib deinem Baby einen Schnuller: Durch den Saugreflex kann sich ein Baby beruhigen. Schon in Mamas Bauch nehmen viele Babys den Daumen in den Mund und saugen zur Beruhigung daran. Du solltest mit dem Schnuller aber warten, bis das Stillen gut funktioniert, um Stillproblemen wie einer Saugverwirrung vorzubeugen. Nach 4 bis 6 Wochen hat sich die Stillbeziehung meist eingespielt. Dann kann der Schnuller zum Einsatz kommen.
  • Stille dein Baby: Stillen kann in den ersten Lebensmonaten eine „Allzweckwaffe“ sein. Es kann ein Baby beruhigen, spendet Trost, Wärme und Geborgenheit. Es stillt also mehrere Bedürfnisse gleichzeitig.
  • Reduziere die Reize: Manchmal weinen Säuglinge, weil zu viele Reize auf sie einprasseln. Sorge für Ruhe, damit sich dein Baby beruhigen kann.
  • Versuche, dein Kind abzulenken: Dein Baby ist schon älter? Dann kann es hilfreich sein, für Ablenkung zu sorgen. Achte aber unbedingt auf die Körpersignale deines Kindes, bevor du ein Ablenkungsprogramm startest. Wendet es sich mit seinem Blick ab oder guckt ins Leere, ist es wahrscheinlich eher müde. Dann könnten zu viele Reize wieder zu mehr Unruhe führen.
  • Schaffe Rituale zur Beruhigung: Rituale geben deinem Baby Sicherheit.
  • Versuche, selbst zur Ruhe zu kommen: Dein Kind spürt, wenn du verzweifelt oder hektisch bist. Bleibe ruhig und möglichst gelassen. Das strahlt auf dein Baby ab.

Wie die einzelnen Methoden genau funktionieren, erklären wir dir nun Schritt für Schritt.

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Den Mutterleib nachstellen: effektive Beruhigung für dein Baby

Dein Baby hat eine ruhige Zeit im Mutterleib hinter sich. Hier ist es gut geschützt herangewachsen. Umgeben von der Gebärmutter und dem Bauch, fühlte es sich sicher und geborgen. Es wurde durch deine Bewegungen sanft geschaukelt. Der Herzschlag und das Rauschen des Blutes waren die beste Musik, um in den Schlaf zu finden. Nach der Geburt geht diese Geborgenheit erst einmal verloren. Das kann in den ersten Lebenswochen und Monaten für Verwirrung und Unsicherheit sorgen. Möglicherweise findet dein Baby so keine Ruhe mehr. Eine sehr gute Lösung, um ein Neugeborenes zu beruhigen, kann es sein, den Mutterleib nachzustellen. Das funktioniert auf verschiedenen Wegen:

1. Enge schaffen

Dein Baby braucht nicht viel Platz. Ganz im Gegenteil – einige Säuglinge haben große Probleme damit, dass sie um sich herum keine Grenzen spüren. Die Folge: Das Baby schreit und ist unruhig. Der sogenannte Moro-Reflex trägt sein Übriges dazu bei, dass Kinder nicht zur Ruhe kommen. Beim Moro-Reflex handelt es sich um den Überlebensinstinkt deines Babys, auf bedrohliche Situationen mit einem Klammer-Reflex zu reagieren. Bei diesem Reflex kann schon ein kleines Geräusch ausreichen, um ihn auszulösen. Dabei streckt dein Baby die Arme und Beine ruckartig nach oben. Dieser angeborene Reflex lässt Babys manchmal nicht zur Ruhe kommen.

Es kann hilfreich sein, eine Begrenzung zu schaffen. Das gibt deinem Baby Sicherheit. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Klassiker ist in den ersten Lebenswochen das Pucken (siehe Bild). Durch das Einschlagen in einem Tuch werden die Ärmchen und Beinchen sanft fixiert und dein Schatz kann zur Ruhe kommen.

Pucken: Anleitung
So puckst du dein Baby richtig.

Wichtig: Lass dir das Pucken von deiner Hebamme zeigen. Falsches Pucken kann deinem Baby schaden. Die Gründe erfährst du hier: Baby pucken: Anleitung, Vor- und Nachteile.

Auch eine Federwiege oder der Einsatz von einem Tuch können hilfreich sein, um den Mutterleib nachzustellen. Mit dem Tuch bindest du das Baby an deinen Oberkörper. Dabei wird eine enge Bindeweise genutzt. Ganz nah bei dir, kann sich dein Baby beruhigen.

2. Sanfte Bewegung

Ein Säugling liebt es, sanft bewegt zu werden. Nimm dein Baby in den Arm, spende ihm Wärme und wiege es rhythmisch hin und her. Nutze vielleicht einen Pezziball (Gymnastikball). Die großen Bälle sind eine sehr gute Grundlage für sanfte Bewegungen. Setz dich mit deinem Baby auf den Ball und hüpfe vorsichtig auf und ab. Auch bei dieser Variante kann ein Tuch helfen. Durch den direkten Körperkontakt spürt dein Baby deine Bewegungen und wird sanft geschaukelt. Wenn du deinem Baby beim Schaukeln in rhythmischen Bewegungen leicht auf den Po klopfst, kann das zusätzlich für Beruhigung sorgen. Die Idee hinter diesem Trick: Der sanfte Druck auf den Po erinnert Säuglinge an das Wiegen im Mutterleib, da es die natürliche Begrenzung durch die Gebärmutter simuliert.

Auch die Federwiege oder eine Wippe eignen sich, wenn dein Liebling viel schreit. Du solltest dein Baby jedoch nicht schreiend ablegen. Es dient eher dem Anhalten der Ruhephase, sobald es sich beruhigt hat.

Wichtig: Schaukele dein Baby immer nur leicht hin und her. Schüttele es auf keinen Fall. Das könnte Blutungen im Gehirn auslösen. Ein solches Schütteltrauma ist lebensbedrohlich.

3. Zarte Geräusche nutzen

Deine Stimme hat dein Baby schon beruhigt, als es noch in deinem Bauch schlummerte. Auch jetzt kannst du sie als Beruhigung einsetzen, wenn dein Baby schreit. Du kannst ein ruhiges Lied singen. Schon das kann dein Baby beruhigen. Es gibt jedoch eine Methode, die noch erfolgversprechender ist: Mit sogenanntem „Weißen Rauschen“ kannst du die Geräuschkulisse im Mutterleib nachstellen. Ein gern genutzter Trick, mit dem viele Eltern gute Erfahrungen gemacht haben. Dein Baby wird sich durch das Rauschen schneller entspannen.

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Alternativ kannst du auch versuchen, mit der Waschmaschine, dem Staubsauger, einem Föhn oder der Dunstabzugshaube ein vergleichbares Rauschen zu erzeugen. Probiere aus, was am besten hilft.

Tipp: Kombiniere die einzelnen Punkte miteinander

Du kannst dein Baby ins Tuch binden, dich sanft bewegen und Schhhh-Laute machen. Du kannst dein Baby auch fest im Arm halten und dich auf den Pezziball setzen, um in Bewegung zu bleiben. Die Kombination hilft deinem Baby, sich schneller zu beruhigen.

Die enge Bindung: das Baby beruhigen mit Tragetuch oder Tragehilfe

Kaum etwas ist für dein Baby so beruhigend, wie die Nähe von Mama und Papa. Bereits seit Jahrtausenden werden Babys von ihren Eltern getragen. Oft war es gar nicht anders möglich, da die Mütter und Väter arbeiten mussten. Außerdem wäre das Ablegen in früheren Jahrtausenden für ein Baby lebensgefährlich gewesen. Es wäre erfroren, verhungert oder von wilden Tieren gefressen worden. Daher suchen Babys auch heute noch instinktiv die Nähe zu ihrer Mutter und ihrem Vater.

Das Tragen am Körper ist für Eltern und Kind eine hervorragende Möglichkeit, eine besondere Bindung aufzubauen. Und es ist eine gute Option, dein Baby zu beruhigen. Durch das Tragen hast du den Nachwuchs eng am Körper. Durch den intensiven Körperkontakt spürt dein Baby deine Wärme und hört deinen Herzschlag. Es geht mit deinen Bewegungen mit und ist eng eingebunden (wie im Mutterleib). Du kannst dein Baby in einem Tuch oder in einer ergonomischen Tragehilfe an deinem Körper tragen. Zudem kannst du zwischen dem Bauch und dem Rücken wählen. (Wichtig zu wissen: Auf dem Rücken solltest du dein Kind erst tragen, wenn es seinen Kopf bereits eigenmächtig halten kann.) Achte auf die Anhock-Spreizhaltung beim Tragen.

Tipp: Lass dich beraten

Es gibt spezielle Trageberatungen. Die ausgebildeten Trageberaterinnen zeigen dir, welche Varianten es gibt. Sie bieten einen Einblick in die verschiedenen Bindetechniken und geben dir die unterschiedlichen Tragetücher und Babytragen zum Testen. Ideal ist es, wenn du gemeinsam mit deinem Baby die Beratung durchführen kannst. So stellst du fest, welche der Trageoptionen zu dir und deinem Baby passt – und womit sich dein Baby beruhigen lässt.

Saugreflex nutzen: durch Nuckel oder Finger das Baby beruhigen

Ein Baby hat einen ausgeprägten Saugreflex. Wird dieser nicht bedient, kann das zu Unruhe und auch zum Schreien führen. Du hast hier verschiedene Möglichkeiten. Biete deinem Kind einen Nuckel oder auch deinen sauberen Finger zum Saugen an. Nuckel gibt es inzwischen in verschiedenen Varianten, aus Latex oder Kautschuk, mit Kirschform oder auch mit einer geraden Form. Probiere aus, was am besten zu deinem Baby passt und womit es sich besonders schnell beruhigt.

Es gibt Babys, die lehnen den Nuckel ab. Und es gibt Eltern, die möchten ohne Schnuller ihr Baby beruhigen. In diesem Fall kannst du deinen kleinen Finger anbieten. Reinige diesen vorher ausreichend und achte auf kurze Fingernägel. Die Fingernagelseite dabei immer nach unten zeigen lassen, damit du deinem Baby im Mund keine Verletzungen zufügst.

Stillen: viel mehr als nur Nahrungsaufnahme

Du stillst? Dann kannst du auch das zur Beruhigung einsetzen, wenn dein Baby schreit. Stillen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es dient auch dazu, das Bedürfnis nach Nähe und Beruhigung zu stillen. Nutze dies ruhig. Lege dein Baby an, wenn es schreit und ermögliche ihm, zur Ruhe zu kommen. Dein Baby spürt deine Wärme und kann deinen Duft aufnehmen. Zudem kann es durch die Milch den Bauch füllen und anschließend einschlafen. Das funktioniert natürlich nicht immer. Aber so manches Baby beruhigt sich nur an der Brust.

Wichtig zu wissen: Bedenke, dass Muttermilch schnell vom Magen verarbeitet wird. Unruhe und Schreien können dadurch auch dann ein Hinweis auf Hunger sein, wenn du gerade erst vor einer Stunde gestillt hast (Stichwort: Clusterfeeding).

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Reize abschalten: Ruhe für das Baby

Einige Babys tun sich schwer mit zu vielen Reizen. Sie können nicht damit umgehen, wenn viel Besuch kommt oder ständig Geräusche in der Umgebung ertönen. Daher ist es gut, wenn du diese Reize abschaltest. Oft siehst du die Geräusche vielleicht gar nicht als Reize an. Du entspannst beim Füttern bei einer Fernsehsendung? Du hörst gern Musik, um den Tag ausklingen zu lassen? Oma und Opa schauen jeden Tag vorbei, um das Enkelchen zu sehen? Das ist für dich keine Anstrengung, für dein Baby vielleicht schon. Die meisten Reize kannst du sehr schnell ausschalten. Verzichte auf den Fernseher und lies lieber ein Buch. Lass die Musik aus und summe ein leises Lied für dein Baby. Natürlich kannst du dir auch Kopfhörer aufsetzen.

Du kannst auch die Besuche reduzieren. Oder du lädst Besucher vielleicht nicht ein, sondern gehst lieber hin. So hast du die Möglichkeit, nach Hause zu gehen, wenn es deinem Baby zu viel wird. Zu Hause kann sich dein Baby beruhigen.

Ein weiterer Punkt ist die Helligkeit. Natürlich brauchst du in den Abendstunden Licht. Für dein Baby kann es jedoch zu hell sein. Lass die Deckenlampe aus und mach dir nur die Nachttischlampe an. Diese kannst du noch dimmen, wenn du ein Tuch über die Lampe legst.

Ablenkung schaffen: ideal für ältere Babys

In den ersten Wochen nach der Geburt kann Ablenkung das Schreien eher verstärken, als es zu reduzieren. Das ändert sich jedoch, wenn dein Baby älter wird. Du kannst schauen, woher das Schreien oder Weinen kommt. Sind alle Bedürfnisse (Hunger, frische Windel etc.) offensichtlich befriedigt, kannst du es mit Unterhaltung versuchen: eine Spieluhr, ein Kuscheltier, Türmchen bauen oder auch eine Rassel. Reagiert dein Kind nicht auf das Spielzeug, solltest du jedoch anderweitig für Beruhigung sorgen.

Wichtig zu wissen: Bei einem Kind, das sehr sensibel auf Reize reagiert, kann die Ablenkung auch das Gegenteil bewirken. Daher ist dieser Hinweis nur dann hilfreich, wenn sich dein Kind auch gern ablenken lässt.

Regelmäßige Rituale als Beruhigung

Natürlich solltest du mit der Geburt deines Babys nicht dein gesamtes Leben auf den Kopf stellen. Dennoch ändert sich der Tagesablauf und das ist auch gut und wichtig für dein Kind. Rituale und regelmäßige Abläufe, die jeden Tag wieder durchgeführt werden, geben deinem Baby Sicherheit. Und diese Sicherheit braucht es besonders in den ersten Wochen und Monaten. Das können ganz unterschiedliche Rituale sein.

Ein Bad am Abend kann deinem Baby vielleicht helfen, den Tag besser zu verarbeiten. Einschlafstillen hilft ihm vielleicht beim Einschlafen. Jeden Abend oder jeden Morgen das gleiche Lied, eine sanfte Babymassage oder eine Spieluhr, die immer zur gleichen Zeit abgespielt wird, sind einige Beispiele dafür, welche Möglichkeiten du hast. Du musst natürlich nicht jede Minute eures Tages exakt durchplanen. Aber ein ungefähr wiederkehrender Tages-Rhythmus gibt deinem Kind in den ersten Lebensmonaten die Sicherheit, die es braucht.

Bist du häufiger unterwegs, kannst du nach Ritualen schauen, die sich auch unterwegs durchführen lassen. Gerade Kinderlieder, die du zur Beruhigung singst oder auch die Babymassage oder schon eine sanfte Berührung sind dabei gute Punkte. Probiere einfach aus, wie du dein Baby beruhigen kannst.

Achte auf deine eigene Stimmung

Die Beruhigung eines schreienden Babys ist nicht nur abhängig von den Methoden, die du auswählst, sondern auch von deiner persönlichen Stimmung und deinen Empfindungen. Gerade dann, wenn dein Baby viel schreit, fällt es dir vielleicht schwer, selbst auf Dauer ruhig zu bleiben. Dein Baby wird deine Unruhe jedoch spüren. Achte darauf, dass du in den Zeiten, in denen dein Baby nicht weint, die Möglichkeit nutzt, selbst zur Ruhe zu kommen. Gönne dir kleine Auszeiten. Das ist wichtig. (Hier findest du ein paar Me-Time Ideen für Eltern, die dich nicht zusätzlich stressen.)

Nimm ruhig Hilfe in Anspruch. Sprich die Großeltern, Tanten oder Onkel oder enge Freude an und bitte sie um Unterstützung. Erkläre kurz, warum du einen Moment Zeit für dich brauchst. Jeder wird dich verstehen.

Scheue dich nicht, dich an eine Schreiambulanz zu wenden

Dein Baby schreit häufig und lange und du merkst, dass du an deine Grenzen gerätst? In Schreiphasen kann es hilfreich sein, wenn du dir die Betreuung mit deinem Partner teilst. Oft reichen schon ein paar Minuten aus, um wieder Kraft zu tanken und sich ganz auf die Bedürfnisse des Kindes konzentrieren zu können. Wenn es jedoch ganz schlimm ist, dann melde dich am besten bei einer Schreiambulanz – bevor du am Ende deiner Kräfte bist. Dort wird dir meist kostenfrei weitergeholfen.

Wann du ärztlichen Rat einholen solltest

Dein Baby schreit, du versuchst es zu beruhigen, aber sein Weinen erscheint dir im Vergleich zu sonst ungewöhnlich laut und schrill? Dann solltest du sicherheitshalber euren Kinderarzt oder eure Kinderärztin aufsuchen. Intensives Schreien kann auch durch Schmerzen (etwa Bauchschmerzen und unangenehme Blähungen) ausgelöst werden. Du kennst dein Baby am besten uns spürst intuitiv, wenn etwas „anders“ ist als sonst. Vertrau auf dein Gefühl. Generell gilt: Lieber einmal zu häufig als einmal zu wenig beim Kinderarzt vorbeischauen und mögliche Schmerzen und Beschwerden abklären lassen.

Wann gilt ein Baby als Schreibaby?

Schreit dein Baby mehr als drei Stunden pro Tag, an mehr als drei Tagen pro Woche, über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen, gehört es laut medizinischer Klassifizierung zu den Schreibabys. Dann solltest du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Das Schreiverhalten eines Schreibabys bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, die Ursache (Blockaden, Nahrungsmittelunverträglichkeit, 3-Monats-Koliken bzw. Blähungen, Regulationsstörung etc.) für die Schreiattacken herauszufinden. Nur wenn du den Grund für das Schreien kennst, kannst du deinem Kind in Absprache mit eurer Kinderärztin gezielt helfen.

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Fazit: Probiere aus, was dein Baby beruhigen kann

Jedes Baby ist anders, daher ist es besonders wichtig, dass du die Beruhigungstechniken auf dein Baby zuschneidest. Du kennst deinen Nachwuchs besonders gut und weißt, ob er beim Weinen Nähe oder doch lieber Abstand benötigt. Probier nicht alle Techniken auf einmal, sondern geh langsam und mit Geduld vor. Wichtig ist, dass du für dein Baby da bist und es nicht einfach schreien lässt. Auch wenn du das Gefühl hast, nichts tun zu können: allein deine Anwesenheit hilft deinem Schatz bereits. Deine Nähe stärkt das Urvertrauen und eure Bindung.

🎧 Podcast: #39 – Wie Eltern ihrem Schreibaby & sich selbst helfen können

Hör jetzt in diese großartige Podcastfolge mit Jessica, betroffene Mama & Schreibaby-Expertin rein – hier gibt es garantiert kein Wischiwaschi, sondern echt gute Tipps, wie du dein Baby beruhigen kannst. Wenn dir unser Podcast gefällt, dann abonnier ihn doch direkt bei Spotify oder iTunes, um keine Folgen mehr zu verpassen.

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Wie kannst du dein Baby beruhigen? Hast du zusätzliche Tipps, mit denen du anderen Eltern weiterhelfen kannst? Dann schreib uns einen Kommentar! Wir sind gespannt, was bei deinem Liebling hilft.

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Quellen

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