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Sauna in der Schwangerschaft – wie viel Wellness ist gesund?

Dieser Artikel wurde inhaltlich geprüft von Christine Müller, Hebamme.

Sauna in der Schwangerschaft, geht das? Wellness ist Entspannung für Körper und Seele – vor allem dann, wenn du ein Baby erwartest. Wie viel Wellness ist in der Schwangerschaft eigentlich gesund und ist es gut, schwanger in die Sauna zu gehen? Wir klären auf!

Schwanger in die Sauna – das solltest du beachten

Bist du bereits vor der Schwangerschaft gerne in die Sauna gegangen und möchtest auch in den kommenden Monaten nicht darauf verzichten? Die gute Nachricht ist, dass du schwanger ebenfalls die Sauna besuchen kannst. Dies bringt sogar einige Vorteile mit sich. Wassereinlagerungen können sich dadurch verringern. Deine Muskeln entspannen sich durch die Wärme. Das kann sich positiv auf den Rücken auswirken.

Saunagänge in der Schwangerschaft sind dann okay, wenn du bereits gewöhnt bist, regelmäßig zu saunieren. Zudem sollte deine Schwangerschaft komplikationslos verlaufen. Bist du unsicher, ob du einen Gang in die Sauna durchführen kannst, kannst du Frauenärztin oder Hebamme befragen.

Bist du bisher nur sehr selten in der Sauna gewesen, bleib der Sauna in den ersten drei Monaten lieber fern. Während dieser Zeit ist dein Baby in der Fruchtblase zwar gut geschützt. Trotzdem sind extreme Einflüsse – Sauna gehört dazu – jetzt nicht so gut. Besser ist es, wenn du erst im zweiten Trimester langsam mit dem Saunieren zu beginnst.

Achte im letzen Schwangerschaftsdrittel oder bei Wellness-Anwendungen darauf, nicht zu lange in der Rückenlage zu verharren. Mit dem Vena-Cava-Syndrom ist nicht zu spaßen. Spätestens, wenn du Kreißlaufbeschwerden bekommst, solltest du die Position ändern oder besser die Sauna verlassen.

Schwangerschaft: Sauna gerne – aber bitte recht vorsichtig

Dass du in der Schwangerschaft die Saunagänge nicht mehr so stark ausweiten kannst, wie vorher, ist logisch. Empfohlen wird, pro Woche nicht mehr als zwei Saunagänge zu machen. Pro Saunagang sollte eine Zeit von 12 Minuten höchstens eingeplant werden. Optimal sind Saunen, bei denen die Temperaturen nicht über 60 Grad liegen. Verzichte darauf, dich auf die oberen Bänke zu legen. Bleib lieber unten aufrecht sitzen. Du merkst so schneller, wenn du Probleme mit dem Kreislauf bekommst. Zudem fällt es dir in der Schwangerschaft vielleicht zunehmend schwerer, die Bänke nach oben und unten zu klettern.

Hör auf deinen Körper. Er wird dir zeigen, wenn es zu viel wird. Scheue dich nicht, die Sauna auch schnell wieder zu verlassen. Generell sind trockene Saunen eine bessere Wahl, als ein Dampfbad. Kommen Wärme und Feuchtigkeit zusammen, kann sich dies schnell negativ auf deinen Körper und den Kreislauf auswirken.

Tipps für einen schönen Saunagang in der Schwangerschaft

  • Bereite deinen Körper auf die Sauna vor. Dies kann durch ein warmes Fußbad oder eine Dusche gemacht werden. So bringst du deinen Kreislauf schneller in Schwung.
  • Verzichte nach dem Saunagang auf das Tauchbecken, damit du deinen Kreislauf nicht zu stark belastest. Du kannst für die Abkühlung den Körper langsam mit kaltem Wasser aus Dusche oder Schlauch von unten nach oben abspritzen.
  • Halte ausreichend Wasser bereit. Trinke zwischen den Saunagängen viel Wasser und versorge den Körper so wieder mit Flüssigkeit.
  • Verzichte auf Saunen mit ätherischen Ölen und geh zum Aufguss lieber raus. Einige ätherische Öle können wehenfördernd wirken. Die heißen Temperaturen bei einem Aufguss sind zudem für den Kreislauf eine starke Belastung.

Alternativen zu Sauna in der Schwangerschaft – was darf ich wirklich?

Neben dem Saunieren gibt es noch andere Möglichkeiten, für Entspannung zu sorgen. Kosmetik, Massagen oder Whirlpool tun dem Körper und der Seele gut. Natürlich musst du auch in der Schwangerschaft nicht auf die Anwendungen verzichten. Empfehlenswert ist es, die ersten 12 SSW abzuwarten und dich schließlich im zweiten Trimester auf die Wellness-Behandlungen zu freuen. Bei einigen Anwendungen in Spas ist es sogar so, dass Schwangere nur zwischen der 12. und 32. SSW teilnehmen dürfen.

Bei der Suche nach einem Spa kannst du darauf achten, dass hier Personal mit Erfahrung bei der Behandlung von Schwangeren arbeitet. Weise schon bei der Buchung darauf hin, dass du schwanger bist und frag nach, welche Behandlungen dir angeboten werden können. Erfahrene Therapeuten unterstützen dich bei der Suche nach den richtigen Anwendungen und sorgen so dafür, dass du keine Abstriche machen musst. Du kannst auch nach speziellen Babymoon-Angeboten Ausschau halten. Das sind Wellnessreisen für werdende Mütter bzw. Eltern, die noch einmal die Zeit zu zweit genießen möchten.

Massagen in der Schwangerschaft – die große Unsicherheit

Neben dem Gang in die Sauna ist es auch die Massage, die bei Schwangeren oft für Unsicherheit sorgt. Die Frage, ob du dich massieren lassen darfst, kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Du musst nicht auf eine entspannende Massage verzichten, so lange du darauf achtest, dass dein Körper nicht zu stark strapaziert wird.

Erfahrene Masseure haben spezielle Massagen im Angebot, die auf die Bedürfnisse von werdenden Müttern ausgerichtet sind. So gibt es Anwendungen, bei denen gerade dein Rücken bearbeitet und die Verspannungen gelockert werden. Nicht immer ist es notwendig, die Massage im Liegen zu genießen. Zwar gibt es spezielle Liegen, die mit einem Loch für den Bauch in der Mitte versehen sind. Vielleicht möchten du jedoch lieber sitzen oder eine Position auf der Seite liegend einnehmen. Dein Therapeut kann dir verschiedene Möglichkeiten aufzeigen.

Zwischen der 12. und 16. SSW sollte dein Massagetherapeut allerdings das Kreuzbein und den unteren Rücken auslassen. Diese Region sollte jetzt geschont werden.

Tipp: Während der Schwangerschaft ist es empfehlenswert, auf Massagen mit ätherischen Ölen zu verzichten. Duftfreie Lotionen, die deine Haut mit Feuchtigkeit versorgen, sind die beste Wahl.

Hast du noch weitere Fragen zu Wellness und Sauna in der Schwangerschaft? Schreib uns einen Kommentar!

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