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Geschwollene Füße in der Schwangerschaft: Das hilft wirklich

Die meisten Frauen kennen es: Wassereinlagerungen und geschwollene Füße im letzten Drittel der Schwangerschaft. Ziemlich unangenehm. Was du tun kannst, wenn es dich auch erwischt hat, erfährst du hier. Aber auch, wie du vorbeugen kannst und was du lieber lassen solltest.

Wassereinlagerungen vorbeugen

Ganz vermeiden lassen sich Wassereinlagerungen gegen Ende der Schwangerschaft selten. Aber du kannst sie zumindest deutlich reduzieren, wenn du schon frühzeitig beginnst, etwas für dich zu tun.

Regelmäßige Bewegung

Damit ist kein Extremsport gemeint, aber regelmäßige Bewegung durch Spazierengehen und moderate Sportsessions wie z.B. Schwangerschaftsgymnastik beugt Wassereinlagerungen effektiv vor.

Schwimmen

Schwimmen ist in der Schwangerschaft eine der besten Sportarten überhaupt. Und das gleich doppelt, weil das kühle Wasser und der Wasserdruck dafür sorgen, dass die Gewebeflüssigkeit dort bleibt, wo sie hingehört und sich nicht irgendwo ablagert. So beugst du geschwollenen Füßen in der Schwangerschaft effektiv vor.

Wechselduschen

Außerhalb der Schwangerschaft sorgt das abwechselnde Duschen mit warmem und kühlem Wasser für eine gesunde Immunabwehr und straffes Gewebe. Das kannst du dir auch in der Schwangerschaft zunutze machen. Denn durch das kühle Wasser werden die Gefäße trainiert und überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe gedrängt. Fang am besten mit warmem Wasser an und höre mit kaltem auf, wiederhole das Ganze ein paar Mal. Wenn dir das kalte Wasser am Bauch unangenehm ist, dusch am besten nur die Beine und Füße auf diese Weise ab.

Viel trinken

Gewöhne dir gleich zu Anfang der Schwangerschaft an viel zu trinken. Dein Bedarf ist jetzt um etwa 0,5 bis 1 Liter erhöht, im Sommer eventuell noch mehr. So bleibt alles im Fluss, dein Baby ist optimal versorgt und Gewebewasser kann sich schlechter aufstauen. Die zusätzliche Flüssigkeit sorgt auch dafür, dass die Nieren immer gut durchgespült werden. So klappt die Entgiftung des Körpers viel zuverlässiger.

Eiweißreich und salzhaltig ernähren

Die Schwangerschaft ist keine Zeit für Diäten. Denn das ist viel zu gefährlich für das Kind. Daher ist mit eiweißreicher Ernährung auch nicht die Atkins-Diät gemeint. Vielmehr bedeutet das, das pflanzliche und tierische Eiweiße einen großen Teil deiner Nahrung ausmachen sollten (mehr als außerhalb der Schwangerschaft). Protein steckt in Hülsenfrüchten (Bohnen, Kichererbsen, Erbsen), Nüssen, Milchprodukten, Eiern, Fleisch und Fisch.

Salzen solltest du ganz normal, nicht zu viel und nicht zu wenig. Selbst dann, wenn du schon Wassereinlagerungen hast.

Bequeme Schuhe in der richtigen Größe

Damit es gar nicht erst zu fiesen Wassereinlagerungen in den Füßen kommt, hilft bequemes Schuhwerk, und das eine Nummer größer als normal. Denn wenn du deine Füße in zu enge Schuhe quetscht, kann das Blut nicht mehr fließen und erste Beulen werden sichtbar, die von mal zu mal größer werden.

Lange warme Bäder meiden

Warme oder gar heiße Bäder schwächen die Venen und das Bindegewebe und machen so den Weg für Wassereinlagerungen frei. Wenn du unbedingt baden möchtest, kannst du das natürlich tun. Nur sollte 1. das Wasser nicht zu warm und 2. das Bad nicht länger als 15 Minuten sein. Wenn du kannst, versuch deine Beine aus dem Wasser heraus nach oben zu legen.

Akut geschwollene Füße in der Schwangerschaft

Sind die Wassereinlagerungen erst einmal da, musst du das nicht einfach so hinnehmen. Wenn sie auch nicht dauerhaft verschwinden, sie können mit den folgenden Tipps zumindest deutlich zurückgehen.

Langes Sitzen oder Stehen vermeiden

Wenn du nicht gerade an der Kasse im Supermarkt sitzt, solltest du nie zu lange am Stück sitzen oder stehen. Denn dann schafft es das Blut nur schlecht zurück aus den Beinen zum Herzen und versackt in Waden und Füßen. Die Folge: Elefantenfüße. Hier hilft es, wenn du einmal die Stunde deine Tätigkeit unterbrichst und mindestens 5 Minuten umherläufst. Danach solltest du die Beine hochlagern, so oft und lange es geht.

Stützstrümpfe

Zugegeben, sie sind nicht besonders sexy, aber eben auch sehr wirksam: Stützstrümpfe aus dem Sanitätshaus. Deine Frauenärztin kann sie dir verschreiben, wenn du große Probleme geschwollenen Füßen hast. Sie werden in verschiedenen Farben angeboten. Alternativ gibt es in Drogerien Kompressionsstrumpfhosen. Diese haben aber eine geringere Wirkung als die medizinische Variante. Der Vorteil der Stützstrümpfe: wenn du sie früh am Tag anziehst, fühlen sich deine Beine auch nachmittags noch wunderbar leicht an und verringern noch dazu das Thrombose-Risiko, das in der Schwangerschaft etwas erhöht ist.

Kalte Fußbäder oder Lappen

Wenn sich deine Beine müde und schwer anfühlen, helfen neben Wechselduschen auch kalte bis lauwarme Fußbäder. Wenn du willst, kannst du Meersalz zugeben. Aber auch ein um die Beine geschlagenes feucht-kaltes Tuch kann schon lindernd wirken. Für das Büro vielleicht die bessere Variante.

Viel trinken

Vergiss nicht, trotz der geschwollenen Füße viel zu trinken. Am besten eignet sich stilles Wasser (natriumarm), Kräuter-Tees oder stark verdünnte Fruchtschorlen. Wie im Punkt Vorbeugung bereits beschrieben, hilft die zusätzliche Flüssigkeit dabei, überflüssiges Gewebewasser aus deinen Beinen zu schwemmen und über die Nieren auszuscheiden.

Fußübungen

Hast du schon einmal von den Übungen gehört, die man im Flieger machen soll, um eine Thrombose zu vermeiden? Dieselben Übungen helfen auch, das Blut wieder zum fließen zu bringen, wenn du dicke Füße hast. Versuche je 2 Minuten die Füße zu kreisen, dann stehend abwechselnd auf Zehen und Hacken zu gehen und anschließend im Ausfallschritt die Waden zu dehnen.

Nachts leicht erhöhtes Fußende

Damit dein Gewebewasser wenigsten in der Nacht wieder abfließen kann, kannst du bei stärkeren Problemen dein Fußende mithilfe des Lattenrostes, einem Kissen oder Decken leicht erhöhen. Nicht jeder Frau ist das angenehm, aber einen Versuch ist es wert.

Akupunktur

Viele Hebammen kennen Akupunkturpunkte, die den Blutfluss verbessern und Ödeme lindern können. Frag am besten einfach nach.

Auf keinen Fall!

  • Entwässerungsmedikamente oder -tees zu dir nehmen. In der Schwangerschaft ist das absolut tabu.
  • Weniger trinken. Denn das gefährdet dein Baby und macht die Einlagerungen nicht besser.
  • Salzarm essen. Dein Körper braucht Salze, vor allem in der Schwangerschaft. Natürlich solltest du keine Packung Salzstangen verdrücken. Aber salzarme Lebensweise schadet in dieser Zeit dir und deinem Kind.

Wann bei geschwollenen Füßen zum Arzt

Die meisten Wassereinlagerungen gegen Ende der Schwangerschaft sind lästig, aber völlig normal. Es gibt jedoch auch Fälle, wo Ödeme auf ernstere Krankheiten wie z.B. eine Präeklampsie hinweisen können. Wenn Ödeme sehr stark ausgeprägt sind oder über einen längeren Zeitraum anhalten, solltest du mit deiner Frauenärztin darüber sprechen. Ebenso wenn sie plötzlich auftreten und mit erhöhtem Blutdruck einhergehen. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen.

Wenn nur ein Bein plötzlich dicker wird und vielleicht noch dazu überwärmt ist, solltest du sofort zum Arzt. Denn das kann ein Anzeichen einer tiefen Beinvenen-Thrombose sein und sollte sofort behandelt werden.

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