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Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Symptome, Ansteckung und Tipps

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (auch Hand-Fuß-Mund-Krankheit) ist eine der typischen Krankheiten, die in der Kita gerne mal die Runde machen. Zum Glück verläuft sie allermeist harmlos. Für Neugeborene kann sie allerdings gefährlich werden. Alles, was du über Symptome, Ansteckung und Behandlung von „Hand-Mund-Fuß“ wissen musst.

Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kinder unter zehn Jahren erwischt. Am häufigsten betroffen sind Kinder zwischen einem und vier Jahren. Auslöser sind Enteroviren und Coxsackie-Viren. Sie haben im Spätsommer und Herbst Hochsaison. In diesen Jahreszeiten kommt es deshalb zu den meisten Ausbrüchen. Ihren Namen bekam die Erkrankung von dem typischen Ausschlag, der sich im Krankheitsverlauf vor allem im Mund, an den Händen und an den Füßen zeigt. 

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Symptome und Verlauf

Wie sieht die Hand-Mund-Fuß-Krankheit aus?

Die Symptome sind meist relativ eindeutig. In der Regel beginnt der Krankheitsverlauf mit grippeähnlichen Anzeichen, wie:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit und
  • Halsschmerzen.

Ein bis zwei Tage später folgen typischerweise 

  • schmerzhafte Entzündungen im Mund. Betroffen sind die Zunge, das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut. Dort sind dann kleine rote oder weiße Bläschen (Apthen) zu erkennen. Wegen der Schmerzen kann es sein, dass dein Kind das Essen verweigert.

Kurze Zeit später zeigt sich zudem 

  • ein nicht juckender Hautausschlag, vorwiegend an den Handinnenflächen und an den Fußsohlen. Er zeigt sich in Form von roten Flecken oder Bläschen. Im weiteren Verlauf kann er sich auch auf den Po, den Genitalbereich, die Ellenbogen oder Kniekehlen ausbreiten. In seltenen Fällen kann der Hautausschlag auch stark jucken (atypischer Verlauf).

Schwere Krankheitsverläufe bei (Klein)Kindern gibt in unseren Breitengraden nur sehr selten. In ihrer Folge kann es zu einer Hirnhautentzündung oder zu Lähmungen kommen. Auch der Verlust von Finger- und Zehennägeln kann eine seltene Folge sein. Doch das sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt. In über 80 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit milde, oft sogar unbemerkt und ohne Symptome. 

Wie lange dauert die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt drei bis zehn Tage. Die erkannten Kinder erholen sich in der Regel auch ohne ärztliche Behandlung innerhalb von sieben bis zehn Tagen ganz von allein.

Diagnose und Behandlung

Hast du den Verdacht auf die Hand-Mund-Fuß-Erkrankung bei deinem Kind, solltest du das medizinisch abklären lassen. In der Regel reichen dem Kinderarzt oder der Kinderärztin die sichtbaren Symptome und der bisherige Verlauf der Erkrankung aus, um die Diagnose zu stellen. Im Zweifel können Stuhlproben, eine Untersuchung des Bläschensekrets oder ein Rachenabstrich Klarheit schaffen.

Was tun bei Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Gegen die Erkrankung selbst gibt es keine spezielle Therapie. Bei Bedarf können aber die Symptome behandelt werden. Nach Rücksprache mit dem Arzt kannst du fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente geben. 

Bei stark juckendem Ausschlag können Zink-haltige Salben die Eintrocknung und Abheilung der Bläschen fördern. Auch kühlende Gels und Lotionen können deinem Kind jetzt guttun. Schmerzhafte Stellen im Mund kannst du mit altersgerechten (!), örtlich-betäubenden Gels oder Tinkturen behandeln. Lass dich dazu vom Arzt oder in der Apotheke beraten.

Überhaupt sind die schmerzhaften Bläschen im Mund meist das größte Übel an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Wenn dein Kind deswegen feste Nahrung verweigert, kannst du ihm mit Joghurt, Pudding, Brei oder weichen Nudeln angenehmere Alternativen bieten. Wichtig ist, dass dein Schatz jetzt viel trinkt, aber bitte keinen Saft. Die Fruchtsäuren können im lädierten Mund brennen. Lieber stilles Wasser oder milden Tee. Verzichten solltet ihr auf scharf gewürzte oder heiße Speisen und Getränke. Stattdessen darf es hin und wieder ein Eis geben. Das kühlt den Mund und tröstet den kleinen Patienten.

Ansteckung und Vorbeugung

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist hochansteckend. Sie überträgt sich von Mensch zu Mensch über den Speichel, das Nasen- und Bläschensekret (Tröpfcheninfektion) sowie über minimale Stuhlspuren (Schmierinfektion). 

Wann ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit nicht mehr ansteckend?

Das lässt sich gar nicht so genau sagen. Am ansteckendsten sind die Infizierten innerhalb der ersten Krankheitswoche. Aber auch einige Wochen nach der überstandenen Krankheit scheiden sie über den Stuhl noch krankheitserregende Viren aus. Das ist auch der Grund, warum die Hand-Mund-Fuß-Krankheit immer so breit und so lange in Kitas herumgeht.

Wann darf mein Kind bei Hand-Mund-Fuß Krankheit wieder in die Kita?

Allgemein heißt es, Kinder sollten erst wieder in die Kita oder zur Tagesmutter gehen, wenn die Bläschen eingetrocknet sind, also etwa nach einer bis eineinhalb Wochen. Das hilft dabei, die Virenlast in der Einrichtung zu verringern. Laut Robert Koch-Institut lassen sich Infektionsketten durch den Ausschluss erkrankter Kinder aber nicht durchbrechen. Dafür müsste man sie wochenlang von der Kinderbetreuung ausschließen. Mit Blick auf den üblicherweise milden Verlauf der Erkrankung ist das aber nicht nötig. Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist nicht meldepflichtig. Dein Kind benötigt in der Regel keine Gesundschreibung vom Arzt, um die Kita wieder besuchen zu dürfen.

Kann man die Hand-Mund-Fuß Krankheit mehrfach bekommen?

Während der Erkrankung bildet der Organismus Antikörper gegen die auslösenden Erreger. Das heißt, gegen diese bestimmten Viren ist man ab sofort immun. Da die Erkrankung aber von verschiedenen Viren ausgelöst werden kann, kann es sein, dass man die Hand-Mund-Fuß-Krankheit im Laufe seines Lebens mehrfach bekommt.

Wie kann man sich vor der Ansteckung am besten schützen?

Eine gute Handhygiene kann vor der Ansteckung schützen. Vor allem nach dem Toilettengang oder dem Wickeln sollten die Hände immer gründlich mit Seife gewaschen werden. Zu Hause oder in der Kita sollten zudem häufiger die Toilettensitze, Türgriffe, Lichtschalter und das Spielzeug gereinigt werden.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Vorsicht bei Neugeborenen!

Auch Neugeborene können sich schon mit den Hand-Mund-Fuß-Erregern anstecken. Zwar sind Krankheitsverläufe auch bei ihnen meist mild. Doch gerade in den ersten beiden Lebenswochen besteht bei ihnen ein erhöhtes Risiko für eine sogenannte systematische Infektion. Die Erreger breiten sich dann über das Blut auf den gesamten Körper auf und können lebenswichtige Organe wie das Herz und die Leber befallen. 

Für infizierte Geschwisterkinder ist deshalb besonders große Vorsicht geboten. Sie sollten dem kleinen Familienzuwachs vorerst nicht zu nahe kommen. Nach Abheilen der sichtbaren Symptome sollten sie sich vor dem Anfassen des Babys und seines Spielzeugs gründlich die Hände waschen.

Eine Infektion mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit während der Schwangerschaft ist nicht gefährlich für Mutter und Kind. Es sei denn, die Infektion findet wenige Tage oder Wochen vor der Geburt statt. Dann könnte die erkrankte Mutter ihr Baby unter der Geburt anstecken. Daher sollten Hochschwangere die nötigen Vorsichts- und Hygiene-Maßnahmen gegenüber infizierten Kontaktpersonen einhalten.

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