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Kleinkind beim Zähne putzen

Beim Kleinkind Zähne putzen: 10 Tipps für mehr Spaß bei der Zahnpflege

Zähne putzen ist in vielen Familien ein leidiges Thema. So wichtig wie die Zahnpflege für Kinder ist, so viel Potenzial hat sie auch für alltägliches Drama. Wenn auch bei euch das Zähneputzen einer Katastrophe gleicht, haben wir ein paar Tipps und Tricks für mehr Spaß bei der Zahnpflege.

2 x täglich Zähneputzen ist ein Muss

Gesunde Zähne sind wichtig, das gilt auch schon für die Milchzähne. Die Kinder brauchen sie nicht nur zum Essen. Sie spielen auch eine wichtige Rolle beim Sprechenlernen. Nicht zuletzt können Erkrankungen an den Milchzähnen die gesunde Entwicklung der bleibenden Zähne stören. Deshalb solltest du die Zahnpflege bei deinem Kleinkind nicht vernachlässigen. Die Antworten zu den wichtigsten Fragen dazu haben wir hier für dich zusammengefasst:

  • Ab wann muss man die Zähne putzen? Ab dem Durchbruch des ersten Zähnchens solltest du mit der täglichen Zahnpflege beginnen. Alle Infos dazu findest du hier: Baby-Zähne richtig putzen: So geht es
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  • Wie oft muss man beim Kleinkind die Zähne putzen? Zweimal am Tag: morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.
  • Womit sollten die Kleinkind-Zähne geputzt werden? Beim ersten Zähnchen reicht ein Fingerling aus Silikon. Ab dem Durchbruch der Backenzähne (ca. 16. bis 18. Lebensmonat) solltet ihr mit einer altersgerechten Kinderzahnbürste putzen. Dazu eine fluoridhaltige Baby- oder Kinderzahnpasta.
  • Was macht eine gute Kinderzahnbürste aus? Der Bürstenkopf sollte schmal und nicht länger als 18 Millimeter sein, um alle Zähnchen im kleinen Mund erreichen zu können. Ein dicker Griff mit Anti-Rutsch-Element erleichtert die ersten eigenen Putzversuche. Abgerundete, weiche Borsten sind bei den gängigen Kinderzahnbürsten selbstverständlich. Naturborsten sind eher ungeeignet, da sich auf ihnen Bakterien schneller verbreiten können. Elektrische Zahnbürsten werden erst für Kinder ab drei Jahren empfohlen.
  • Welche Zahnpasta für Kleinkinder nehmen? Fluorid schützt den Zahnschmelz und beugt Karies vor. Die aktuelle zahnärztliche Empfehlung lautet: Kinder zwischen 12 und 24 Monaten – 2 x täglich eine Reiskorn-große Menge fluoridhaltige (1.000 ppm) Zahnpasta. Kinder von 2 bis 6 Jahren – 2 x täglich eine Erbsen-große Menge fluoridhaltige (1.000 ppm) Zahnpasta.

Richtig Zähne putzen beim Kleinkind: So geht’s

Sicher kennst du die KAI-Methode: Kauflächen, Außenseiten, Innenseiten. Daran kannst du dich orientieren, wenn du deinem Kind die Zähne putzt. Im Idealfall heißt das also: erst die Kauflächen schrubben. Dann die Außenseiten mit kreisenden Bewegungen säubern. Danach die Innenseiten der Zähne auswischen. Und das Ganze mindestens zwei Minuten lang.

Eine präzise Einhaltung dieser Putzanleitung ist bei winzigen Baby- und Kleinkindzähnen aber kaum möglich. Versuch einfach dein Bestes. Wichtig ist, dass jeder Zahn möglichst gründlich gebürstet wird. Ob nun durch kreisende oder stetige Hin- und Herbewegungen ist in diesem Alter noch nicht so relevant. Trotzdem solltest du deinem Kind von Anfang an die richtige Putztechnik beibringen und mit ihm zu üben. So wird es von Mal zu Mal leichter. 

Und: Nachputzen ist Pflicht! Auch wenn dein Kind gern und selbstständig die Zähne putzt, solltest du immer nachputzen. Zahnärzte empfehlen das Nachputzen durch die Eltern sogar bis zum zehnten Lebensjahr.

So weit, so gut. Trotzdem sorgt das Zähneputzen in vielen Familien immer wieder für Stress, Tränen, Frust und Geschrei. Die Notwendigkeit des Zähneputzens ist für kleine Kinder oft zu abstrakt, um sie zu verstehen. Oder sie finden die Prozedur mit der Zahnbürste schlichtweg unangenehm oder langweilig. Mit einigen Tipps und Tricks kannst du deinem Kleinkind das Zähneputzen aber angenehm(er) gestalten. 

Tipps fürs Zähneputzen bei Kleinkindern

1. Vorbild sein und gemeinsam putzen

Das A und O in der Erziehung und auch beim Zähneputzen: Wenn du möchtest, dass dein Kind etwas macht, dann sei ein gutes Vorbild. Versuche so oft es geht zusammen mit ihm zu putzen oder es dabei zusehen zu lassen, wie du dir die Zähne putzt. So lernt es von Beginn an, dass das Zähneputzen zum Alltag dazu gehört. In diesem Rahmen sind auch Rollenwechsel für Kinder interessant: Du putzt bei ihm nach, dafür darf es auch mal bei dir nachputzen.

2. Verrückte Zahnputz-Geschichten ausdenken

Werde kreativ! Denk dir eine Geschichte zum Zähneputzen aus oder lass dich von vorhandenen Geschichten (z.B. Karies und Kaktus) inspirieren. Egal, ob Zahnteufel-Party, ein königlicher Ball bei der Zahnkönigin, ein Besuch im Zahnzoo – je lustiger, desto besser. Versuch es doch einfach mal! Nur zu gruselig sollten die Geschichten nicht sein. Schließlich soll dein Schatz nach dem abendlichen Zähneputzen noch entspannt einschlafen können.

3. Den Plüsch-Freund putzen lassen 

Vielleicht macht dein Kind den Mund bereitwilliger auf, wenn sein Lieblings-Kuscheltier die Zahnbürste führt. Ansonsten eignen sich auch Handpuppen als sympathische Zahnputz-Assistenten.

4. Lieblingsmusik und Zahnputzlieder hören

Musik erleichtert vieles, auch das Zähneputzen. Ihr könnt während des Putzens eure Lieblingsmusik hören. Oder ein Lieblingslied kreativ umdichten („Putz jetzt los, putz jetzt los, die Zahnpasta ist grenzenlos!“). Im Internet findest du auch eine Menge Zahnputzlieder, von pädagogisch wertvoll bis albern ist da alles dabei. Welches könnte wohl deinem Kind gefallen?

5. Kindgerechte Bücher helfen beim Verstehen

Schöne Bilderbücher zum Thema Zahnpflege können deinem Schatz das ungeliebte Thema näher bringen. Sie helfen dabei, zu verstehen, warum die Zähne geputzt werden müssen. Je früher du deinem Kind ein Zahnputz-Buch anbietest, desto besser.

Blitzeblank sind alle meine Zähne
© Arena Verlag
Mein erstes Zahnputzbuch
© Ravensburger
Hilf dem Löwen Zähne putzen
© Boje Verlag

6. Schöne Zahnbürsten und Zubehör aussuchen lassen

Eine schicke, bunte Zahnbürste kann zum Putzen animieren. Noch mehr, wenn sich dein Schatz die Bürste im Laden selbst aussuchen durfte. Gibt es noch den passenden Zahnputzbecher dazu – perfekt! Eine kleine Sanduhr im Badezimmer kann dabei helfen, die Putzzeit interessanter zu gestalten. Um ein übermäßiges Verschlucken der Zahnpasta zu vermeiden, solltest du bestenfalls eine neutrale Geschmackssorte wählen. Ist die Zahnpasta zu lecker, könnte das sonst zum Naschen verführen. Wenn nichts anderes hilft, spricht aber auch nichts gegen eine Zahnpasta mit süßem Geschmack. Achte dann aber darauf, dass dein Kind nicht zu viel davon verschluckt.

7. Den Ort wechseln

Seid ihr bereits so weit und der bloße Gang ins Badezimmer sorgt für Ärger, hilft euch vielleicht etwas Abwechslung in der Zahnputz-Routine. Verlegt das Zähneputzen dann vielleicht ins Kinderzimmer oder auf das Sofa. Das kann dabei helfen, Routinen zu durchbrechen und das Thema Zähneputzen „neu zu starten“.

8. Videos und Apps zum Thema Zähneputzen

Bewusst unser letzter Tipp. Wir sind keine Fans davon, schon Kleinkinder mit digitalen Medien zu beschallen. Trotzdem können sie hin und wieder ganz hilfreich sein. Zahnputz-Apps oder Videos können dabei helfen, eine angespannte Zahnputz-Situation zu entspannen. Im Internet findest du viele solcher Angebote. Schau sie dir aber auf jeden Fall vorher genau an und mache dich selbst mit ihnen vertraut, bevor du sie deinem Kind zeigst.

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No-Gos beim Thema Zähneputzen

Wir hoffen, die Tipps helfen dir weiter und ihr findet euren Weg aus der Zahnputz-Misere. Wie du merkst, spielt Humor eine große Rolle dabei, den Kindern das Zähneputzen angenehmer zu gestalten. Aber es gibt auch einige Dinge, die beim Thema Zähneputzen tabu sein sollten.

Ist eine Situation bereits angespannt, helfen Drohungen und Strafen nicht, sie angenehmer zu machen. Und egal, wie groß der Ärger ist: Festhalten oder den Mund gewaltsam aufsperren sollte niemals die Lösung sein. Solche verzweifelten Maßnahmen – auch wenn sie manchmal der letzte Ausweg zu sein scheinen – machen euch das Leben nur noch schwerer. Sie tragen nicht dazu bei, dem Zähneputzen den Schrecken zu nehmen, im Gegenteil. Vermutlich wird es für euch beide morgen nur noch schwerer.

Wir wissen, dass nicht immer die Zeit und die Nerven übrig sind, aus dem täglichen Zähneputzen ein besonderes Happening zu machen. Und wir versprechen dir, dass das auch gar nicht sein muss. Oftmals hilft es schon, eine eingefahrene Situation zu verändern, indem man etwas Neues ausprobiert und plötzlich geht es fast von allein. Manchmal hilft das Alter und damit das wachsende Verständnis des Kindes, das Thema Zähneputzen mit der Zeit zu entspannen. Bis dahin heißt es: Zähne zusammenbeißen und es immer wieder von Neuem angehen.

Wie klappt das Zähneputzen bei euch? Welche Tipps und Tricks habt ihr noch auf Lager? Erzählt es uns in den Kommentaren!

🎧 Podcast #77 – Richtige und gesunde Zahnhygiene bei Kleinkindern

Im Gespräch mit Zahnärztin Frau Dr. Marjatta Pillette: Alles, was du über die Zahnhygiene bei Kleinkindern wissen musst. Dazu gibt es viele gute Tipps. Wenn dir unser Podcast gefällt, dann abonnier ihn doch direkt bei Spotify oder iTunes, um keine Folgen mehr zu verpassen.

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