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Das sind die 3 besten Geburtspositionen

Liegend auf dem Rücken gebären? Das geht zwar auch und ist in vielen Kliniken immer noch gängige Praxis. Die liegende Geburtsposition ist aber eigentlich die schlechteste aller Varianten. Warum das so ist, welche alternativen Geburtspositionen es gibt und wo die Vorteile und Nachteile liegen, zeigen wir dir jetzt.

1 Stehend oder „hängend“

geburtsposition_stehend

Anders als bei der Geburtsposition, bei der du auf dem Rücken liegst, bietet das Gebären im Stehen einige Vorteile. Du behältst die Bodenhaftung und musst niemandem deine Genitalien entgegenrecken und fühlst dich dadurch eventuell weniger ausgeliefert. Studien dazu gibt es leider noch nicht. Erwiesen ist aber: während im Liegen die Schwerkraft völlig ungenutzt bleibt, drückt dein Baby im Stehen ganz von allein nach unten, der Gebärmutterhals öffnet sich schneller und das Baby rutscht leichter in den Geburtskanal. Die Geburt kann dadurch deutlich verkürzt werden. Einige Frauen empfinden durch die größere Selbstbestimmung weniger Schmerzen.

Aber selbst wenn sie es sich fest vornehmen, nicht alle Frauen schaffen es, ihr Baby im Stehen zur Welt zu bringen. Die Beine können versagen oder der Kreislauf macht nicht mit. Dann ist es durchaus okay, wenn du in eine andere Position wechselst. Wenn du trotzdem weiter stehen möchtest, kann dich dein Partner oder deine Hebamme stützen oder du nutzt ein von der Decke hängendes Tuch, um dich darin einzuhängen.

Was du wissen solltest: durch die schnellere Geburt kommt es etwas häufiger zu Dammrissen. Auch der Blutverlust kann durch die Schwerkraft ein wenig höher als normal sein. Das sollte dich aber nicht davon abhalten, es im Stehen zu probieren, wenn dir danach ist. Die Vorteile überwiegen deutlich und das Risiko eines Eingriffs sinkt.

2 Sitzend oder in der Hocke

geburtsposition_sitzend

Wenn du deinen Beinen gerade nicht so vertraust, kannst du zwischendurch eine sitzende Position einnehmen. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Pezziball. Auch diese Position erlaubt maximale Selbstkontrolle und nutzt die Schwerkraft viel besser. Wenn sich das Baby dann durch den Geburtskanal nach draußen schraubt, kannst du in die Hocke gehen, um ihm Platz zu machen. So öffnet sich dein Becken optimal und der Druck auf den hinteren Teil der Gebärmutter erhöht sich.

Wenn du das Gleichgewicht nicht allein halten kannst, hilft ein Gebärhocker oder die starken Arme deines Partners.

3 Knie-Ellenbogen-Lage

Um zu verschnaufen und den Bauch zwischendurch zu entlasten, ist die Knie Ellenbogen-Lage perfekt geeignet. Hier kommt die Schwerkraft zwar nicht zum Tragen, trotzdem hast du mit Armen und Beinen nach wie vor Bodenkontakt. Eventuell kannst du dich etwas entspannen, wenn du dein Becken hin und her bewegst und so Bauch und Beckenboden lockerst.

Wenn du das willst, können dich dein Partner oder die Hebamme in dieser Position am besten massieren.

Im Wasser

geburtsposition_wanne

Auch wenn die Geburtswanne als solche keine Geburtsposition im eigentlichen Sinne ist, sie soll hier nicht unerwähnt bleiben. Schließlich gibt es einige Frauen, die darin eine angenehme Geburt erlebt haben. Das warme Wasser lockert die Muskulatur und entspannt. Allerdings nicht bei allen Frauen. Es ist gar nicht selten, dass Frauen das warme Wasser doch als unangenehm empfinden oder sogar Kreislaufprobleme bekommen. Deshalb kommt die Wanne oft nur in der Eröffnungsphase zum Einsatz.

In der Wanne selbst, kannst du eigentlich alles tun und lassen, solange jemand bei dir ist. Nur darin herumlaufen solltest du wegen des Risikos auszurutschen besser nicht.

Liegend

geburtsposition_liegend

Die liegende Position ist für Hebammen und Ärzte die angenehmste, weil Untersuchungen so leichter durchgeführt werden können und Wehen- oder Schmerztropf besser platziert werden können.

Aber wie bereits erwähnt, ist auf dem Rücken (in Steinschnittlage) liegend für Gebärende die schlechteste Geburtsposition und sollte eigentlich nur für kurze vaginale Untersuchungen genutzt werden. Wenn du eine PDA hattest, wirst du um das Liegen kaum herumkommen. Dann solltest du jedoch auf der linken Seite liegen, um die Vena cava nicht abzudrücken. Denn wenn die Gebärmutter samt Baby auf die große Hohlvene drückt, wird die Sauerstoffversorgung des Babys schlechter und du könntest ohnmächtig werden.

Fazit

Welche Positionen während der einzelnen Geburtsphasen einnimmst, ist natürlich allein deine Sache. Du solltest jedoch immer das Gefühl haben, dass du noch ein wenig Kontrolle hast. Deshalb kannst du dich notfalls im Geburtsplan gegen die liegende Geburt aussprechen. Dennoch, egal was du planst, wichtig ist, dass du flexibel bleibst. Denn manchmal will dein Körper doch etwas anderes, als du dir vorher hättest vorstellen können.

Welche Geburtsposition hältst du für die Beste? Schreib uns gern einen Kommentar!

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