Close Babelli.deBabelli.de

Feta in der Schwangerschaft: Erlaubt oder nicht?

Feta in der Schwangerschaft – schau genau hin!

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

Feta kennst du sicher nicht nur vom letzten Urlaub in Griechenland. Längst hat dieser Salzlakenkäse auch hierzulande seine Liebhaber gefunden. Kein Wunder: Kann man ihn doch auf sehr vielfältige Weise zubereiten und genießen. Aber auch als Schwangere? Darf man Feta in der Schwangerschaft essen? Wir sagen: Schau genau hin!

Feta in der Schwangerschaft: Nur aus pasteurisierter Milch

Gute Nachrichten für schwangere Feta-Fans: Auch in der Schwangerschaft darfst du Feta-Käse essen, vorausgesetzt, er wurde aus pasteurisierter Milch hergestellt. Das ist bei den meisten Feta-Sorten der Fall. Feta aus Rohmilch sollte für Schwangere dagegen tabu sein.

<span style="align:center; font-size: 18px">Video-Empfehlung:</span> <style> native-player { aspect-ratio: 16/9; display: block; } </style> <script type="text/javascript" src="//syndication.target-video.com/native-player.js" async=""></script> <native-player></native-player>

Feta aus Rohmilch ist gefährlich

Als werdende Mama solltest du beim Einkauf des beliebten Balkankäses darauf achten, dass er nicht aus Rohmilch hergestellt wurde. Rohmilchkäse wird bei der Verarbeitung nicht hoch genug erhitzt, um Krankheitserreger umfassend abzutöten. Was für gesunde Menschen kein Problem ist, kann für Risikogruppen gefährlich werden. Dazu zählen auch Schwangere.

Beim Verzehr von Rohmilchkäse besteht die Gefahr, dass du Bakterien wie Listerien zu dir nimmst. Die Auswirkungen einer Infektion damit (Listeriose) können schwerwiegend sein, vor allem für das Ungeborene. Es kann es in der Frühschwangerschaft zu Fehlbildungen kommen, sowie zur Früh- oder Fehlgeburt

Übrigens: Auch Brie, Camembert und Emmentaler sind zum Teil aus Rohmilch hergestellt. Hier musst du ebenfalls vorsichtig sein. Achte beim Einkauf und Verzehr von Käse in der Schwangerschaft am besten immer darauf, dass sie aus pasteurisierter Milch hergestellt sind. Bei Parmesan hingegen musst du dir keine Gedanken machen: Er besteht zwar aus Rohmilch, aufgrund seiner langen Reifezeit ist er aber ungefährlich für Schwangere.

Neben Rohmilchprodukten bergen auch Weich- und Schimmelkäse (z.B. Gorgonzola), Käsesorten mit klebriger rot-gelber Rinde (z.B. Handkäse, Harzer, Tilsiter), eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen und vorgefertigter Reibekäse ein Infektionsrisiko für Schwangere. 

So können Schwangere Feta sicher genießen: Tipps

  • Schau dir genau an, ob die Milch für die Fetaherstellung hoch erhitzt, also pasteurisiert wurde. Ist das nicht der Fall, findest du auf der Verpackung den Aufdruck „aus Rohmilch“. Dieser Hinweis ist in Deutschland verbindlich.
  • Du solltest auch darauf achten, dass du in der Schwangerschaft nur Ziegen- oder Schafskäse konsumierst, der industriell abgepackt wurde. Feta-Käse aus offenen Gefäßen, etwa von der Frischetheke im Supermarkt oder vom Wochenmarkt, kann trotz der Verwendung von pasteurisierter Milch Keime beherbergen. Dieses Risiko solltest du lieber nicht eingehen. Das gilt übrigens für alle Käsesorten, also auch für Mozzarella beispielsweise.
  • Bist du dir unsicher, ob der Käse aus Rohmilch ist oder nicht, spricht nichts dagegen, den Feta zu erhitzen. Ein gebackener Feta ist nicht nur besonders lecker, er minimiert auch das Risiko, dass du dich mit Bakterien und Keimen infizierst, da diese beim Backen, Kochen oder Braten abgetötet werden. Wichtig ist dabei jedoch, dass du ihn bei rund 70 °C erhitzt und somit gut durchgarst. Bei einem Nudelauflauf zum Beispiel sollten die Fetastückchen gut verlaufen sein, bevor du ihn bedenkenlos genießen kannst.
  • Hast du nicht den gesamten Feta verbraucht, kannst du ihn noch für 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dann aber bitte nur in einem luftdicht verschlossenen Behältnis. Sonst droht ein Befall mit Bakterien und Keimen, die schädlich sind.
Mehr zum Thema

Feta und schwanger: Trotzdem nur in Maßen

Doch auch den besten Feta-Käse aus pasteurisierter Milch solltest du in der Schwangerschaft nicht hemmungslos schlemmen. Denn obwohl er ein guter Proteinlieferant ist und zudem wichtige Nährstoffe wie Kalzium und die Vitamine A, C, B2 und B12 enthält, musst du daran denken: Er enthält auch viel Salz und Fett. Auf 100 Gramm Feta kommen etwa 4 Gramm Salz. Das entspricht bereits 55 Prozent der empfohlenen Tagesmenge.

Es ist in der Schwangerschaft durchaus normal, dass du einen etwas erhöhten Salzbedarf hast. Du musst dich nicht unbedingt salzarm ernähren. Der ausgesprochen würzige Käse kann gelegentlich genau das Richtige sein, um deine Schwangerschaftsgelüste zu befriedigen. Dennoch solltest du Feta in der Schwangerschaft lieber in Maßen und nicht in Massen konsumieren.

Die Besonderheiten von Feta-Käse

Feta wird in Salzlake gereift. Er gehört bei den meisten Käseliebhabern unbedingt auf den Speiseplan, denn er:

  • ist vielseitig verwendbar.
  • lässt sich sowohl kalt als auch warm genießen.
  • steckt voller gesunder Inhaltsstoffe.
  • überzeugt mit einem einzigartigen Geschmack.
  • ist eine hervorragende Proteinquelle.
  • ist gut sättigend.
  • besteht überwiegend aus Schafsmilch (bis zu 30 Prozent Ziegenmilch dürfen beigemengt sein).
  • wird überwiegend aus pasteurisierter Milch hergestellt.

Übrigens darf sich nicht jeder Salzlakenkäse automatisch „Feta“ nennen. Entweder muss er direkt in Griechenland produziert sein oder aus Milch von Schafen und Ziegen stammen, die auf der griechischen Insel Lesbos oder auf dem griechischen Festland gehalten werden.

Unterschiede zwischen Feta-, Schafs- und Hirtenkäse

Da der Begriff Feta häufig auch als Synonym verwendet wird, haben wir dir die Unterschiede einmal zusammengefasst.

Feta SchafskäseHirtenkäse
Schafsmilch pur oder mit max. 30 % Ziegenkäse100 % Schafsmilch100 % Kuhmilch
nur von Milch griechischer Tiereauch von einheimischen Schafenauch von heimischen Kühen
salzig-würziger Geschmacksalzig-würziger Geschmacksalzig-milder Geschmack
reift in der Salzlakemuss nicht unbedingt in Salzlakewird in Salzlake haltbar gemacht

Fazit

Der Genuss von Fetakäse mit seinem unverwechselbar salzig-würzigen Geschmack und der etwas bröckeligen, aber cremigen Konsistenz ist auch in der Schwangerschaft erlaubt, wenn er aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde. Schau also genau hin und entscheide dich möglichst für jenen Feta-Käse, der industriell und luftdicht verpackt wurde. 

Hast du noch Fragen zum Thema Feta in der Schwangerschaft? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

3760a230636446b886d8e246420dbe9f - Feta in der Schwangerschaft - schau genau hin!
Mehr zum Thema

Quellen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.