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Ordnung halten

12 Tipps für mehr Ordnung im Kinderzimmer

Herrscht im Kinderzimmer deines Kindes auch Chaos? Musst du dich durch einen Playmobil-Dschungel kämpfen, Bauklotz-Hürden nehmen und Kuscheltier-Berge erklimmen, um deinen Schatz morgens zu wecken? Dann haben wir ein paar Tipps für dich!

Kleine Kinder können selbst noch keine Ordnung halten. Zumindest nicht ohne Hilfe. Sie müssen zunächst lernen, wie Ordnung funktioniert. Erst ungefähr ab dem Grundschulalter sind Kinder eigenständig dazu in der Lage, aufzuräumen. Du solltest also nicht erwarten, dass dein Kind sein Zimmer ganz allein ordentlich hält. Du kannst ihn aber dabei unterstützen, das Aufräumen zu lernen. Folgende Tipps helfen dabei, Ordnung ins Kinderzimmerchaos zu bringen.

Tipp 1: Sei Vorbild!

Kinder lernen durch Nachahmung. Das kannst du dir zunutze machen. Lebe deinem Kind Ordnung vor. Gehe mit gutem Beispiel voran und halte euer Zuhause ordentlich. Wenn du selbst regelmäßig aufräumst, wird sich dein Kind daran orientieren. Dadurch steigen die Chancen, dass es später von selbst aufräumen wird – oder zumindest mit weniger Protest auf die Aufforderung zum Aufzuräumen reagieren wird.

Tipp 2: Trainiere den Aufräumsinn spielerisch!

Kinder lernen zum einen durch Nachahmung. Zum anderen durch Spiele. Auch den Aufräumsinn kannst du spielerisch trainieren. Besonders gut funktioniert das mit einem Würfel, bei dem eckige, runde und längliche Klötze sortiert werden müssen. Eckige Klötzchen gehören in eckige Löcher, runde Klötze in runde und so weiter und so fort. Beim Aufräumen geht es im übertragenen Sinn schließlich auch darum, für jeden „Klotz“ das richtige „Loch“ zu finden. Dein Kind lernt auf diese Weise spielerisch, wie es gleiche Teile sortiert.

Tipp 3: Führe ein Aufräumritual ein!

Dein Kind kann sein Zimmer noch nicht ohne deine Hilfe ordentlich halten. Am besten führst du daher ein gemeinsames Aufräumritual ein. Als Beispiel: Jeden Abend räumt ihr vor dem Zähneputzen zusammen das Kinderzimmer auf. Auf diese Weise entwickelt sich eine Routine. Dein Kind gewöhnt sich daran, dass abends aufgeräumt wird. Aufräumen gehört dann fest zum Alltag dazu. Der nette Nebeneffekt: Ihr müsst immer nur wenige Spielsachen wegräumen. Durch die Regelmäßigkeit kommt es gar nicht erst dazu, dass das Kinderzimmer wie ein Schlachtfeld aussieht.

Tipp 4: Gehe das Aufräumen spielerisch an!

Gib klare Anweisungen (das brauchen Kleinkinder), verpacke diese Anweisungen aber kindgerecht. Du kannst beispielsweise sagen: „Lege die Puppen in der Kiste schlafen“ oder „Fahre die Au­tos in die Ga­ra­ge“. So macht Auf­räu­men sogar Spaß.

Tipp 5: Sporne dein Kind ein wenig an!

Mit Spaß geht alles leichter von der Hand. Sorge also dafür, dass eure gemeinsame Aufräumaktion Spaß macht. Mache doch einen Wettbewerb daraus. Schlage beispielsweise ein Wettrennen vor, wer mehr Spielzeuge in seine Kiste räumt. Das spornt dein Kind zusätzlich an.

Tipp 6: Lobe und motiviere dein Kind!

Aufräumen soll irgendwann selbstverständlich sein. Dann braucht es kein übertriebenes Lob mehr. Bis es so weit ist, ist Lob aber wichtig. Ein Kind braucht eine Rückmeldung. Vergiss also nicht, zwischendurch zu motivieren und zu loben! Du solltest aber nicht einfach sagen: „Du hast schön aufgeräumt“. Kinder möchten gesehen werden. Schau also genau hin, was dein Schatz weggeräumt hat – und lobe gezielt diese Handlungen.

Als Beispiel: Dein Kind hat die Bücher ins Regal gestellt und alle Stofftiere in eine Kiste geräumt. Dann sage: „Ich freue mich sehr, dass du die Bücher ins Regal gestellt und die Stofftiere in die Kiste geräumt hast“. In der Pädagogik spricht man hierbei von einem beschreibenden Lob. Je mehr Details ihr als Eltern würdigt, desto größer der positive Effekt.

Tipp 7: Gestalte das Aufräumen so leicht wie möglich!

Du solltest nicht erwarten, dass dein Kind komplizierte Ordnungssysteme versteht. Gestalte das Aufräumen so einfach wie möglich. Am besten eignen sich große Kisten, Körbe oder Kartons. In eine Kiste kommen Bauklötze, in eine zweite kommen Stofftiere, in eine dritte das Playmobil-Sammelsurium…

Damit dein Kind problemlos an die Boxen, Körbe et cetera herankommt, sollten die Möbel kindgerecht, also nicht zu hoch, nicht zu schwer und nicht zu groß sein. Praktische Kinderzimmermöbel, die deinem Schatz das Aufräumen vereinfachen, findest du in diesem Artikel bei Pharao24.

Tipp 8: „Beschrifte“ die Kisten!

„Beschrifte“ die Kisten mit Fotos. Klebe ein Puppen-Bild auf die Puppen-Kiste, ein Bauklotz-Bild auf die Bauklotz-Kiste, ein Buch auf die Bücher-Kiste et cetera. So sieht dein Kind sofort, welche Kiste für welches Spielzeug gedacht ist. Das macht es ihm einfach, die Spielsachen zumindest grob zu sortieren.

Tipp 9: Stelle Regeln auf!

Wenn dein Kind alt genug ist, um einfache Regeln zu verstehen, kannst du vorschlagen, dass es erst ein neues Spielzeug rausholen darf, wenn es das Spielzeug, mit dem es zuvor gespielt hat, weggeräumt hat. Ein Spielzeug ersetzt das andere. Dadurch entsteht gar nicht erst Chaos. Beharre aber nicht strikt auf dieser Regel. Wenn dein Kind beispielsweise eine Burg aus Bauklötzen gebaut hat, darf es diese Burg eine Weile stehen lassen und sich an seiner Kunst erfreuen. Vereinbart aber, wann es die Burg wegräumen muss. So lernt dein Kind nebenbei wichtige soziale Fähigkeiten wie Kompromisse finden und sich an Vereinbarungen halten.

Tipp 10: Miste regelmäßig aus!

Beobachte, mit welchen Spielsachen dein Kind tatsächlich spielt. Oft haben Kinder viel zu viele Spielsachen, spielen aber – zumindest phasenweise – immer mit denselben Sachen. Frage dein Kind, ob es alte Spielzeuge, die es lange nicht benutzt hat, auf einem Babybasar oder einem Flohmarkt verkaufen möchte. Der Gewinn kommt in seine Spardose. Dann kann sich dein Kind von dem Geld einen Wunsch erfüllen.

Zusatz-Tipp: Frage dein Kind nicht, wovon es sich trennen möchte, sondern welche Spielzeuge es behalten möchte! Also nicht: „Welche Stofftiere können wir weggeben?“. Sondern: „Welche zwei Stofftiere möchtest du unbedingt behalten?“. Dann liegt der mentale Fokus nicht auf dem Abschied, sondern auf den Dingen, die ihm besonders am Herzen liegen.

Tipp 11: Kein Zwang!

Ganz wichtig: „Arbeite“ nicht mit Bestrafungen oder Verboten. Zwinge dein Kind nicht zum Aufräumen. Sonst wird das Aufräumen immer negativ belastet sein. Und das ist alles andere als zielführend.

Tipp 12: Erwarte nicht zu viel!

Muss das Kinderzimmer deines Kindes wirklich wie geleckt aussehen? Du solltest nicht zu pingelig sein. In einem Kinderzimmer wird gespielt, getobt und gelebt. Da ist es ganz normal, dass auch mal Chaos herrscht! Es erleichtert das Zusammenleben ungemein, wenn du deine Ansprüche ein wenig herunterschraubst. Das erspart dir Zeit, Nerven und wenn dein Kind mal älter ist auch jede Menge Diskussionen…

Fazit

Du solltest dich von dem Gedanken verabschieden, dass das Kinderzimmer wie geleckt aussieht. Kleinkinder können noch keine Ordnung halten. Wenn du dein Kind beim Aufräumen unterstützt, gelingt es euch aber zumindest, eine gewisse Grundordnung einzuhalten. Probiere unsere Tipps aus – und führe dein Kind nach und nach ans Aufräumen heran.

Tipp: Weitere Survival-Tipps gegen das Chaos hält Ordnungscoach und Ratgeberautorin Nicole Weiß in unserem Podcast für euch parat. Hört doch mal rein!

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Was sind eure Tipps für mehr Ordnung? Wie bekommt ihr das Kinderzimmerchaos in den Griff? Wir freuen uns über eure Kommentare!

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Quellen

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