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Mit Baby abends Zeit mit Freunden verbringen: Wie es trotz Bettzeiten stressfrei klappt

Mit Baby abends Zeit mit Freunden verbringen Wie es trotz Bettzeiten stressfrei klappt 2 - Mit Baby abends Zeit mit Freunden verbringen: Wie es trotz Bettzeiten stressfrei klappt
Eltern, die ihre Bedürfnisse und die des Babys gut kennen, können mit unseren Tipps ruhig abends zu Freunden gehen. / Bild ©Krakenimages, Adobe Stock

Das Baby ist da und das ändert alles. Aber ihr möchtet trotzdem noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wir erklären, wie das klappen kann. 

Viele werdende Eltern stellen sich ihr Leben mit Baby wenig anders vor. Doch eine Geburt und dieser süße kleine Mensch, der euch jetzt 24/7 braucht, stellen alles auf den Kopf. Euer Alltag wird nie wieder derselbe sein. Und das ist auch richtig schön. Trotzdem möchtet ihr natürlich nach wie vor eure Freunde sehen. Das könnt ihr auch. Versprochen.

Im Wochenbett ist erstmal Schonen angesagt

Direkt nach der Geburt ist es erstmal wichtiger, und auch für eure Freunde verständlich, sich von der Geburt zu erholen, in den neuen Alltag mit Baby zu finden. Wenn euch nach Besuch ist, ladet doch eure Freunde zu euch ein. Wenn nicht, hat bestimmt jeder Verständnis dafür und bringt euch lieber einen Strauß Blumen, eine Lasagne oder den Einkauf vorbei. Kurzes Freunde Sehen im Wochenbett oder ein gutes Gespräch am Telefon reichen jetzt auch mal. 

Das Wochenbett dauert sechs bis acht Wochen. Je nachdem wie fit du dich fühlst, ob du Schmerzen hast, alles noch heilen muss, kannst du natürlich auch schon früher wieder Freunde außerhalb der eigenen vier Wände treffen. 

Unsere Hebamme Emely rät aber vor allem Frauen mit Kaiserschnitt es ruhig angehen zu lassen: „Besonders die ersten 4-6 Wochen sollten die Aktivitäten noch bewusst drinnen sein, ein kurzer Spaziergang oder kleine Runde zum Supermarkt ist natürlich möglich und beugt auch vor, dass einem die Decke auf den Kopf fällt. Aber alles, was zu viel ist, wird euch euer Körper signalisieren. Die meisten Mütter merken auch oft schnell, was dann noch zu viel war. Die Wochenbettblutung könnte sich verstärken, man fühlt sich abgeschlagen oder die Kaiserschnittnarbe schmerzt wieder mehr. Dann wieder ab auf die Couch oder ins Bett.“

Emely Hoppe kennt auch die Gründe, warum ihr unbedingt darauf achten solltet: „Dein Körper befindet sich in der Heilungsphase und wie lange diese geht, ist abhängig vom Geburtsverlauf und von Frau zu Frau unterschiedlich. Je mehr du dich ausruhst, umso schneller hat der Körper Zeit und Heilungsprozesse, wie die Blutung und der Rückgang der Gebärmutter, sowie die Wundheilung verzögern sich nicht. Nach 2 bis 3 Monaten fühlen sich die meisten Frauen wieder annähernd fit, um beispielsweise Kurse zu besuchen.“

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Freunde sind für das seelische Wohl nach der Geburt wichtig

Es zeigt sich meist sehr schnell, wer von euren Freunden sich einbringen möchte, Interesse zeigt, gut zuhören kann oder auch hilft und vielleicht mal das größere Kind betreut und bespaßt. Freunde sind ein wichtiger Part und geben einem ein gutes Gefühl (von früher, vor dem Kind, wo es um euch ging) zurück. Wenn eure Freunde auch Kinder haben, kann das helfen. Aber auch kinderlose sind eine tolle Unterstützung, weil sie einfach andere Themen reinbringen.  

Freunde abends treffen – trotz Baby

Die beste Freundin feiert Geburtstag, der alte Schulfreund hat zum Abendessen geladen, es steht eine Hochzeit an oder eure Freunde wollen einfach mal wieder ganz zwanglos zusammen sitzen. Ihr habt aber ein Baby zuhause und wisst noch nicht, wie ihr das managen sollt? Wollt aber trotzdem gern dabei sein. Das geht natürlich alles. Wenn ihr euch wohlfühlt.

  • Je nach Alter und Phase des Babys und wie fit man sich fühlt, geht man gemeinsam hin, bleibt aber nicht so lange oder teilt sich auf. Falls die Mama alleine zu den Freunden geht, kann sie vorher abpumpen
  • Haltet euch auch bei Freunden und auf Feierlichkeiten an die Still- beziehungsweise Fütterungszeiten. Hat dein Baby schon einen guten Schlafrhythmus, kannst du auch hier versuchen, es zu seiner üblichen Zeit zur Ruhe oder zum Liegen zu bringen. 
  • Geht nur so lange (oder so kurz), wie es euch gut damit geht. Euer Bauchgefühl hat zu jeder Zeit recht! Seid ihr bei Freunden zu Hause, kannst du das Kind in einem Nebenraum ablegen oder auch selbst dort kurz zur Ruhe kommen, wenn du das brauchst. 
  • Ihr werdet schnell ein Gefühl dafür bekommen, ob euer Baby auch unterwegs einfach auf eurem Arm, im Kinderwagen, einem Nestchen bei den Freunden auf der Couch oder in der Trage einschlummert. Oder ob die vielen Eindrücke und Geräusche zu viel zum Schlafen sind. Das kann sich auch nach jeder Entwicklungsphase ändern. Manchen Eltern und Babys tut es gut, zur Schlafenszeit mittags und abends zuhause zu sein – manchen Eltern und Babys macht es weniger aus, mal unterwegs zu schlafen.  
  • Auch mit Restaurantbesuchen oder größeren Feierlichkeiten muss man sich wohl fühlen. Nicht immer können beide gleichzeitig essen. Das Baby ist vielleicht in der Trage oder kann im Kinderwagen schlafen. Vorab am besten zu Hause noch einmal stillen oder abgepumpte Milch (Kühlkette beachten) mitnehmen. 
  • Restaurants können laut und überfüllt sein. Lasst euch immer die Option offen, nur kurz dazubleiben (max 1-2 Stunden) und gegebenenfalls dann schon früher nach Hause oder wieder ins Hotelzimmer zu gehen, wenn ihr extra angereist seid. Je öfter es gut klappt, desto mehr traut ihr euch mit Baby zu und seid entspannter. 

Tipp von unserer Hebamme Emely Hoppe für unterwegs: Stillfreundliche Kleidung in Form eines Tops darunter, einer weiten Bluse oder Strickjacke darüber dabeihaben. Das schützt vor ungewollten Blicken und wärmt euch und euer Baby.

Achtung: Es kann sein, dass das Baby während oder nach dem Besuch unruhiger ist und die Eindrücke verarbeiten muss, dann war es vermutlich noch zu viel. Die eigene Anspannung überträgt sich oft auch auf das Kind. Aber mit jedem Mal lernt man dazu. Mit ganz viel Nähe und Stillen ist der Schreck beim Baby dann auch wieder verarbeitet.

Habt ihr ein Schreibaby oder hochsensibles Kind, kann euch dieser Artikel weiterhelfen. 

Es gibt aber natürlich auch Babys, denen die Nähe und die Geräusche lieber Mitmenschen nicht viel ausmacht. Lernt euer Kind und eure ganz neuen Mama- und Papa-Bedürfnisse in eurem ganz eigenen Tempo kennen und lieben. 

Abendstunden sind übrigens immer sehr sensible Stunden bei Babys. Und wenn Oma oder Opa, Tante und Onkel oder sehr enge Freunde als regelmäßige Babysitter eingeführt werden sollen, am besten für die ersten Male tagsüber üben, meint babelli Expertin Emely Hoppe. 

Und nicht vergessen: Ihr wisst am besten, was ihr eurem Baby und euch zutraut.

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Veröffentlicht von Nina Gaglio

Nina ist Mama eines Grundschulkindes und seit 25 Jahren leidenschaftliche Reporterin und Redakteurin. Angefangen hat alles beim Fernsehen, wo Nina neben ihrem Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaften Studium erste Erfahrungen sammeln konnte und dann 12 Jahre blieb. Danach kam viel PR und der Onlinejournalismus dazu. Familien- und Kinderthemen und die Arbeit mit Experten aus diesen Bereichen gehörte auch zum Redaktionsalltag. Und so war es nur logisch, dass Nina nach dem Mutterwerden auch für Parenting-Magazine schrieb.

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