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Scharlach-Symptome bei Kindern: typischer Hautausschlag im Gesicht

„Ist es Scharlach?“ Symptome bei Kindern & was zu tun ist.

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

Wie fängt Scharlach an und woran erkenne ich es? Gibt es typische Scharlach-Symptome bei Kindern? Was tun, wenn das Kind tatsächlich Scharlach hat? Alles Wichtige für dich + Bilder haben wir hier für dich zusammengetragen. Außerdem beantworten wir häufige Elternfragen. Gute Besserung!

Das Wichtigste in Kürze

  • Scharlach ist hochansteckend und meldepflichtig!
  • Es handelt sich um eine bakterielle Infektion, die unbehandelt Schäden hinterlassen kann.
  • Vor allem Kinder zwischen 5 und 12 erkranken daran, manche mehrmals. Aber auch Babys und Kleinkinder können es bekommen.
  • Zu Anfang ähnelt die Scharlacherkrankung mit Halsschmerzen, Fieber, Erbrechen und Kopfweh vielen anderen Infekten.
  • Sie beginnt plötzlich, das Fieber steigt schnell.
  • Ausschlag und Himbeerzunge sind eindeutigere Scharlach-Zeichen, zeigen sich aber nicht immer.
  • Ein Abstrich beim Arzt bringt Klarheit.
  • Meist wird mit Antibiotika behandelt.
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Den Begriff Scharlach hast du bestimmt schon gehört. „Das ist doch die Krankheit mit der Himbeerzunge?“ Ja genau, zumindest meistens. Denn die Scharlach-Symptome bei Kindern sind nicht immer eindeutig, weshalb sie oft nicht erkannt wird. Welche Symptome typisch sind, welche fehlen können und wann sie sich zeigen, folgt gleich.

Alles Wichtige für Eltern über die nicht ganz harmlose, meldepflichtige Kinderkrankheit findest du dann darunter.

Scharlach-Symptome bei Kindern im Erkrankungsverlauf

1. Die unspezifische Krankheitsphase

Scharlach beginnt bei Kindern meist mit schnell steigendem Fieber, Kälteschauern/Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopf- und Halsschmerzen. Lymphknoten am Hals und Gaumenmandeln schwellen an. Die Kinder fühlen sich matt, sind quengelig und unruhig, die Wangen gerötet.

Viele Kinder sind bereits am ersten Tag deutlich geschwächt. Sie haben müde Augen und schwere Beine. Manche klagen über Bauchschmerzen/Übelkeit und müssen sich erbrechen – letztes ist oft ein Symptom, das nur einen Tag anhält. So weit, so unspezifisch. Denn diese Symptome können auch für eine „einfache“ Streptokokken-Angina oder eine Virusinfektion sprechen.

Fieberhöhe und Fieberverlauf bei Scharlach

Eine Scharlach-Infektion treibt das Fieber bei Kindern meist (nicht immer!) auf mehr als 39 Grad, auch über 40 Grad sind möglich. Im weiteren Verlauf schwankt die Temperatur oft um nur 1 Grad Celsius (kontinuierliches Fieber). Früh morgens ist es etwas niedriger als nachmittags und abends. Fiebersaft beeinflusst die Fieberhöhe natürlich. Wenn dein Kind frühzeitig Antibiotika bekommt, kann das Fieber auch bereits nach einem Tag ganz verschwinden.

2. Hautveränderungen in der zweiten Krankheitsphase

Nach der unspezifischen Phase folgt die Phase der offensichtlicheren Hautveränderungen. Die Mundschleimhaut und die Mandeln röten sich fleckig. Relativ schnell zeigt sich zeitgleich ein feinfleckiger, hellroter Ausschlag* in der Leistengegend, der nicht juckt und sich immer weiter über den Rumpf ausbreitet. Er fühlt sich wegen der kleinen bis stecknadelkopfgroßen Erhebungen samtig an. Wenn er nach einer Weile das Gesicht erreicht, bleibt das Dreieck um den Mund herum ausgespart. 

* Der charakteristische Hautausschlag ist als Symptom ziemlich eindeutig, fehlt jedoch manchmal, wenn es sich nicht um Erstinfektion handelt. Der Ausschlag verschwindet ohne Antibiotikagabe erst nach 6 bis 9 Tagen wieder. Dann beginnt sich die Haut zu schälen, was an Handinnenflächen und Fußsohlen besonders auffällt.

Schon früh ist auch die Zunge des Kindes dick weiß belegt. Sie färbt sich in vielen Fällen nach wenigen Tagen himbeerrot. Die Geschmackspapillen stehen deutlich hervor, weshalb sie auch Himbeerzunge genannt wird.

Bilder von Scharlach bei Kindern

Die folgenden Bilder zeigen typische Scharlach-Symptome bei Kindern. Wichtig: die himbeerrote Scharlachzunge und/oder der feinfleckige, samtartige Hautausschlag können bei Kindern und Erwachsenen fehlen. Deshalb ist die Abgrenzung nicht immer leicht.

Nötige Schritte, wenn dein Kind Scharlach hat

  • In die Kinderarztpraxis gehen und euch vorher anmelden
    Scharlach ist hochansteckend und nicht trivial. Deshalb solltest du nicht zu lange mit dem Arztbesuch warten und deine Vermutung äußern. Nur dort kann eine eindeutige Diagnose gestellt werden.
  • Scharlach zeitnah in Kita/Schule melden
    Für Scharlach besteht nach dem Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht. Das heißt du musst die Betreuungseinrichtung deines Kindes informieren. Diese muss wiederum andere Eltern darüber in Kenntnis setzen und das Gesundheitsamt informieren.
  • Scheinbar gesunde Geschwisterkinder beobachten
    Gesunde Geschwisterkinder dürfen weiter in Schule oder Kita gehen. Aber bei ersten Krankheitszeichen bitte ebenfalls untersuchen lassen. Vorsorglich mitbehandelt wird heutzutage eher nicht.
  • Bei Antibiotika genau an Anweisungen halten
    Hat die Ärztin Antibiotika verordnet, halte dich bitte genau an die Anweisungen, damit das Medikament richtig wirken kann. Das Mittel, meist ein Saft, muss kühl gelagert und zu festen Zeiten und über eine bestimmte Dauer verabreicht werden. Sollte dein Kind es nicht vertragen, halte Rücksprache mit der Arztpraxis über das weitere Vorgehen. Bitte nicht einfach absetzen – auch dann nicht, wenn die Symptome bereits verschwunden sind!
  • Kind viel trinken lassen
    Die Erreger einer bakteriellen Infektion können die Nieren schädigen, wenn sich die Entzündung dort festsetzt. Damit sie ausgespült werden, sollte dein Kind mehr als üblich trinken. Es braucht auch wegen des Fiebers ohnehin mehr Flüssigkeit.
  • Bettruhe durchsetzen, solange dein Kind krank wirkt
    Scharlach-Infektionen sind trügerisch. Dein Kind kann wohlauf wirken, ist aber deutlich geschwächt. Es sollte sich nicht belasten. Am besten ist Bettruhe, solange es Symptome hat. Und auch danach kann die Erkrankung bei zu viel Aktivität wiederaufflammen.
  • Säurearme und eiweißarme Schonkost geben
    Scharlachtoxine greifen die Schleimhäute an, deswegen kann Säurehaltiges im Rachen kratzen und die Schluckbeschwerden verschlimmern. Kühle Getränke und Wassereis lindern die Schmerzen. Das Antibiotikum schwächt die Darmflora. Dein Kind kann Schonkost wie Hühnersuppe mit Reis und Möhren jetzt am besten verdauen.
  • Kind lange genug Scharlach auskurieren lassen
    Wenn dein Kind nach kurzer Zeit wieder in den Alltag zurückkehrt, kann es sich schnell wieder anstecken oder verbliebene Streptokokken-Bakterien sich wieder vermehren. Wie lange es sich zu Hause auskurieren sollte, weiß ein Arzt am besten. Höre ruhig auch auf dein Bauchgefühl!
  • Sportverbot bis Kind wieder komplett fit ist
    Auch wenn das Antibiotikum aufgebraucht und dein Kind wieder fit ist, sollte es möglichst noch mindestens eine Woche keinen Sport treiben. Das schont sein Herz. Sprich vielleicht mit den Betreuungspersonen in Kita und Schule, damit sie dein Kind notfalls bremsen. Für den Schulsport kannst du selbst eine handschriftliche Erklärung mitgeben.
  • Darm wieder aufbauen
    Jede Antibiotikagabe schwächt die Darmflora. Wenn dein Kind puren Joghurt und Quark verträgt, bekommt es darüber nützliche Darmbakterien. Vollkornprodukte versorgen die guten Darmbakterien. Zucker befördert dagegen das Wachstum von Darmpilzen, die die Verdauung ungünstig beeinflussen.

Elternfragen: Alles Wichtige zu Scharlach bei Kindern

Was ist Scharlach genau?

Scharlach ist eine bakterielle Infektion mit einer Untergruppe der Streptokokken, den A-Streptokokken. Ihre giftigen Stoffwechselprodukte, die Scharlachtoxine, machen die Krankheit so anstrengend für den Körper deines Kindes und verursachen die typischen Symptome. 

Meist dringen die Scharlachbakterien über den Nasen-Rachenraum ein. Dann verursachen sie zu Beginn eine „Scharlach-Angina“ (Mandelentzündung mit weißen Belägen), die auch eine Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung nach sich ziehen kann. Bei Hautverletzungen kann sich jedoch auch ein „Wundscharlach“ entwickeln. Letztes ist bei Kindern jedoch seltener.

Ist Scharlach ansteckend?

Ja, Scharlach ist sehr ansteckend. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion, also beim Niesen, Sprechen und Husten, und über Schmierinfektion. Auf Oberflächen überleben die Streptokokken mehrere Monate.

Sind Schnupfen oder Husten auch Scharlach-Symptome?

Husten und Schnupfen sind keine klassischen Scharlach-Symptome bei Kindern. Aber: Hustenreiz durch den entzündeten Rachen ist möglich. Und sehr selten kann eine unentdeckte Scharlach-Infektion zu einer Lungenentzündung führen.

Da die Bakterien meist über Nase und Mund eindringen, kann die Nasenschleimhaut anschwellen, was zu verstopfter Nase führt. Auch eine Laufnase als erste Abwehrreaktion des Körpers kommt durchaus vor.

Ist Scharlach gefährlich?

Scharlach gilt zwar als Kinderkrankheit, ganz harmlos ist diese spezielle Streptokokken-Infektion jedoch nicht.

Unbehandelt oder nach abgebrochener Therapie kann es während der Erkrankung zu Komplikationen wie Abszessen an den Mandeln, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Lunge oder des Mittelohrs und sogar zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) kommen.

Eine gefürchtete Spätfolge ist das rheumatische Fieber – keine Infektionskrankheit, sondern eine autoimmune Reaktion. Hier entzünden sich Teile des Herzens oder der Haut, die Nieren und/oder die großen Gelenke. Anzeichen für rheumatisches Fieber nach Scharlach würden sich bei Kindern in der Regel etwa 2 bis 3 Wochen nach dem Abklingen der Halsschmerzen zeigen, manchmal auch schon früher. Zum Glück sind sowohl Komplikationen als auch Spätfolgen selten.

Babys und Schwangere sind anfälliger und durch die bakterielle Infektion gefährdet. Deshalb werden schwangere Erzieherinnen und Lehrerinnen bei einem Scharlachausbruch in der Gemeinschaftseinrichtung in der Regel freigestellt.

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Welche Kinder sind besonders betroffen?

Die typische Altersgruppe für Scharlach sind Kinder zwischen 5 und 12 Jahren. In diesem Alter zeigen sich die Scharlach-Symptome am deutlichsten. Aber auch außerhalb dieses Alters sind Scharlach-Infektionen möglich.

Können auch Erwachsene Scharlach bekommen?

Ja, auch Erwachsene können sich mit Scharlach infizieren und die Bakterien weitergeben. Überwiegend ist das dann der Fall, wenn ihr Immunsystem sehr geschwächt ist. Auch sie können einen schweren Verlauf entwickeln oder Spätfolgen davon tragen, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt.

Die Krux: bei ihnen sind die Symptome oft nicht stark ausgeprägt und weniger eindeutig. Außerdem sind 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung Träger von Scharlach-Bakterien, ohne daran zu erkranken. Es ist also nicht immer leicht, eine akute Scharlach-Infektion bei Eltern oder pädagogischem Personal eindeutig nachzuweisen. 

Wie lang ist die Inkubationszeit bei Scharlach?

Die Inkubationszeit bei Scharlach, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt in der Regel 1 bis 3 Tage. In Ausnahmefällen sind bis zu 7 Tage möglich.

Wie wird Scharlach beim Kind diagnostiziert?

Bei eindeutigen Scharlach-Symptomen reicht bei Kindern mitunter eine Blickdiagnose. Ansonsten kann ein Scharlachabstrich (Schnelltest) in der Kinderarztpraxis den Verdacht auf Scharlach absichern. Der Abstrich wird mit einem Tupfer von den Gaumenmandeln entnommen und in einem speziellen Gerät ausgewertet. Das dauert nur wenige Minuten und ist nicht schmerzhaft.

Eine Urinprobe kann eine Infektion der Nieren ausschließen. Eine Urinuntersuchung ist jedoch nicht immer nötig. Blut wird Kindern nur selten entnommen. Wenn überhaupt, kann eine Blutprobe aus dem Finger erhöhte Entzündungswerte nachweisen. Auch das gehört nicht zur Regeluntersuchung. 

Ab wann und wie lange ist Scharlach ansteckend?

Scharlach kann je nach Ansteckungsweg und Bakterienmenge schon nach wenigen Stunden ansteckend sein. 

Sobald dein Kind Antibiotika bekommt, besteht schon nach 24 Stunden nach Beginn der Einnahme keine Ansteckungsgefahr mehr – sofern das Medikament anschlägt. Ohne Antibiotika-Behandlung ist dein Kind 3 Wochen lang ab Ausbruch der Krankheit ansteckend. In diesem Zeitraum darf es Schule oder Kita nicht besuchen und keine Freunde treffen. 

Wie lange dauert Scharlach bei Kindern?

Der Scharlach-Verlauf ist bei Kindern ganz unterschiedlich. Manche sind schon nach wenigen Tagen wieder fit, wenn sie ein Antibiotikum erhalten, manche auch ohne. Ihr Organismus ist jedoch noch sehr geschwächt, deshalb sollten Eltern ihr Kind genau im Auge behalten. Andere erleiden nach ein bis zwei Wochen einen Rückfall oder eine Verschlimmerung der Beschwerden. In der Regel ist die Erkrankung jedoch nach ein bis zwei Wochen ausgestanden, sofern ihr euch für Antibiotika entschieden habt. Ohne dauert es länger. 

Kann ich arbeiten gehen, wenn mein Kind Scharlach hat?

Solange du keine Symptome hast, kannst du arbeiten gehen. Ein Verbot besteht nur, wenn Scharlach eindeutig bei dir diagnostiziert wurde. Aus ethischen Gründen raten wir dennoch dazu, Kontakte schon bei den kleinsten Symptomen zu reduzieren oder eine Maske zu tragen.

Wann darf mein Kind wieder in Kita oder Schule?

Kinder sollten schon bei Verdacht auf Scharlach zu Hause bleiben und Spielkontakte vermeiden. Wurde Scharlach nachgewiesen, muss dein Kind so lange daheim bleiben, bis keine Ansteckungsgefahr mehr besteht:

  • Mindestens ein Tag mit Antibiotika, gerechnet ab Einnahmebeginn. Jedoch ist eine Erholungsphase von einer Woche empfehlenswert, bei Rückfällen auch länger.
  • Mindestens drei Wochen ohne Antibiotika

Wie wird Scharlach bei Kindern behandelt?

Scharlach wird bei Kindern meist mit einem Antibiotikum behandelt – in der Regel mit einem Schmalspurantibiotikum wie Penicillin. In manchen Fällen entscheiden sich Ärzte und Eltern dagegen und beobachten den Verlauf. Symptome wie Fieber, Schmerzen und verstopfte Nase werden bei Bedarf mit frei verkäuflichen Medikamenten wie Fiebersaft und Nasenspray bei Nasennebenhöhlenentzündungen gelindert.

Wie ist der Scharlachverlauf ohne Antibiotika-Behandlung?

Der Scharlachverlauf ohne Antibiotika lässt sich nur schwer voraussagen. Meist halten Symptome wie Fieber, Übelkeit, Kopfweh und Müdigkeit ein paar Tage bis Wochen länger an oder kehren nach kurzer Besserung zurück. Seltene, aber mögliche Spätfolgen zeigen sich erst nach Wochen bis Monaten, sofern der kindliche Körper nicht alle Bakterien eliminieren konnte oder eine Autoimmunerkrankung entstanden ist.

Kann man Scharlach häufiger bekommen?

Ja, leider können Kinder und Erwachsene Scharlach häufiger bekommen. Immun wird dein Kind, wenn überhaupt, nur gegen eine Toxin-Variante. Durch frühe Antibiotika-Behandlung kann es sich jedoch auch mit derselben Variante erneut anstecken. Mehr dazu findest du hier:

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Wie kann ich vermeiden, dass mein Kind sich wieder ansteckt?

Eine Reinfektion in Schule oder Kita kannst du nur schwer vermeiden. Eine Impfung gibt es dagegen leider nicht und auf die Abläufe dort hast du nur wenig Einfluss. Achte aber darauf, dass dein Kind nach einer Scharlach-Erkrankung genug Zeit zum Erholen hat. Zeitgleich zur Antibiotika-Gabe kannst du den Darm deines Kindes beim Regenerieren unterstützen. Vielleicht können Lehrpersonal oder Erziehende auch vermehrt darauf achten, dass dein Kind gründlich die Hände wäscht.

Gegen Schmierinfektionen zu Hause hilft nur ein Hausputz. Denn Streptokokken können bis zu einem halben Jahr auf Oberflächen überleben. Wenn du Zahnbürsten, Sauger, Strohhalme etc. austauschst oder auskochst, bist du auf der sicheren Seite – also alles, was in den Mund deines Kindes wandert. Für alles andere reicht normale Reinigung durch Abwischen, Wischen oder Waschen mit haushaltsüblichen Reinigern. Türklinken und Lichtschalter nicht vergessen!

Gibt es eine Impfung gegen Scharlach für Kinder?

Nein, eine Impfung gegen Scharlach gibt es derzeit nicht.

Was heißt Scharlach in anderen Sprachen?

Du möchtest andere nicht-deutschsprachige Eltern warnen, weil dein Kind Scharlach-Symptome hat? So heißt es in anderen Sprachen (eine Auswahl ohne Priorisierung):

SpracheScharlach
EnglischScarlet fever
Ukrainisch und RussischCкарлатина (Skarlatina)
SpanischEscarlatina
FranzösischScarlatine
TürkischKızıl
VietnamesischBan đỏ

Fazit

Scharlach ist nicht immer leicht zu erkennen, denn typische Symptome fehlen ab und zu. Die Kinderkrankheit ist unbehandelt 3 Wochen lang ansteckend, weshalb Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen keine Seltenheit sind. Mit Antibiotika lässt sich die Streptokokken-Erkrankung jedoch gut in den Griff bekommen. Und auch ohne Penicillin überstehen es die allermeisten Kinder folgenlos.

Solltest du nicht sicher sein, ob dein Kind Scharlach hatte, kannst du es einige Wochen lang beobachten. Wirkt es gesund, musst du dir keine Sorgen machen. Symptome wie Kurzatmigkeit, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchweh, neurologische Auffälligkeiten und/oder Abgeschlagenheit solltest du jedoch in der Kinderarztpraxis abklären lassen, um rheumatisches Fieber oder andere Spätfolgen sicher ausschließen zu können.

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Quellen

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