Close Babelli.deBabelli.de

Sorgenfreie Schwangerschaft

10 Tipps für eine sorgenfreie Schwangerschaft

Inhaltlich geprüft von Hebamme Christine Müller.

Eine Schwangerschaft ganz ohne Sorgen und Wehwehchen ist wohl der Traum jeder werdenden Mutter. Auch wenn das nicht immer geht, gibt es doch Mittel und Wege, wie du möglichst stressfrei durch diese spannende Zeit kommst. Wir zeigen dir, wie es klappen kann.

1. Nicht verrückt machen lassen

Regel Nummer 1, damit es dir in der Schwangerschaft gut geht, ist: Lass dich nicht verrückt machen. Nicht von deiner Familie, nicht von Freunden, nicht von dir selbst, nicht vom Internet und auch nicht von uns 😉 Es wird sich alles finden!

Natürlich ist es gut, wenn du dich über all die wichtigen und unwichtigen Dinge schlau machst. Aber belasten sollte dich nichts davon. Wenn du feststellst, dass du einen übergroßen Teil deiner Zeit in Foren und auf Infoseiten verbringst, mach Handy oder Rechner aus und geh raus spazieren. Denn nur dann kannst du in Kontakt mit dir selbst und deinem Baby kommen und dein Bauchgefühl entwickeln. Dieses wird dir auch nach der Geburt den für dich richtigen Weg zeigen.

Wenn du dir begründet über etwas Sorgen machst, sprich mit einem Experten. Deine Frauenärztin oder deine Hebamme werden dich beraten und bestimmt beruhigen können.

2. Bequem ist immer besser

Mach es dir so bequem wie möglich. Das fängt bei locker sitzender Kleidung und wirklich passenden Schuhen an. Denn nur, wenn dein Bauch Platz hat und deine Füße unterstützt werden, kannst du dich so richtig entspannen.

Auch deine Umgebung sollte möglichst kuschelig und angenehm sein. Der beste Platz auf der Couch ist jetzt deiner. Und ja, all die Kissen müssen sein.

Aber auch im Alltag kannst du es dir bequem machen. Das heißt nicht, dass du nur noch mit dem Auto fahren sollst oder gar nicht mehr aus dem Haus gehst. Aber versuche, mehr von den Dingen zu tun, die dir guttun und weniger von denen, die dich stressen. Das können jetzt wirklich mal andere übernehmen.

Nein sicher, du bist nicht krank, aber schwanger, und dein Körper leistet Großes!

3. Abwechslungsreich und gesund ernähren

Um Mängeln und damit verbundener Erschöpfung vorzubeugen, hilft gesunde Ernährung. Je frischer die Zutaten sind und je bunter dein Speiseplan ist, desto besser für dich und dein Kind. Gemüse und Obst sollten den Löwenanteil ausmachen. Aber auch Getreide, Milchprodukte und tierische Eiweiße aus Fleisch, Fisch und Eiern sind wichtig. Allerlei Nüsse und Samen, Kräuter sowie gesunde Öle und Butter runden das Ganze ab. Wenn du dann noch den Zucker weglässt, wo es nur geht, entstehen gefürchtete Krankheiten wie Schwangerschaftsdiabetes gar nicht erst.

4. Genug trinken

In der Schwangerschaft steigt dein Flüssigkeitsbedarf. Viele Wehwehchen wie Schwindel und Kopfschmerzen zeigen sich auch, wenn Schwangere nicht genug trinken. Am besten eignet sich Mineralwasser – um Sodbrennen zu vermeiden gern ohne Sprudel. Hab am besten immer etwas zu trinken dabei.

Reine Säfte oder gar Softdrinks sind wegen der Diabetes-Gefahr ungeeignet. Tee ist erlaubt, aber in Maßen. Auch Kaffee darfst du trinken. Aber auch hier gilt: je weniger, desto besser.

5. Viele kleine Pausen machen

Pausen sind wichtig. Sobald du weißt, dass du schwanger ist, kannst du es schon üben. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto mehr davon solltest du dir gönnen. Sonst passiert es leicht, dass du deine innere Stimme überhörst, die dir etwas zu sagen versucht. Zum Beispiel, dass du Durst hast, deine Beine schwer sind oder dass du gerade etwas ganz Bestimmtes zu essen brauchst.

Immer, wenn du eine Pause machst, solltest du die Zeit nutzen, um dich etwas zu bewegen und dann die Beine hochzulegen. Wenn noch niemand weiß, dass du schwanger bist, erzähl einfach, dass du gelesen hast, dass das gut für schlanke Beine ist.

6. Über Gefühle reden

Hast du etwas, dass dich bedrückt? Ungelösten seelischen Stress bekommt auch dein Baby zu spüren. Rede darüber! Auch wenn du gar nicht richtig weißt, was dir eigentlich da genau auf der Seele lastet, hilft manchmal ein Gespräch mit Freunden oder deinem Partner, um es herauszufinden. Manchmal stellt sich das Problem als Kleinigkeit heraus. Aber selbst wenn nicht, zeigen sich im Gespräch mit anderen dann auch Wege auf, wie die Probleme aus der Welt geschafft werden können. Und auch bevor es richtig kriselt, ist es immer besser, störende Dinge anzusprechen, als sie in sich hineinzufressen.

Kleiner Tipp aus der Psychologie: Sprich dabei am besten immer mit „Ich“-Botschaften und über deine Gefühle, anstatt den anderen mit Anschuldigungen zu überhäufen.
Beispiel: „Ständig bist du weg. Nie bist du bei mir zuhause. Ich bin dir doch völlig egal!“.
Besser ist: „Es macht mich traurig, wenn du jeden Tag mit Freunden weggehst. Ich würde mich freuen, wenn du ab und zu bei mir bleibst und wir zum Beispiel lecker essen und einen Film gucken.“

7. Kontakte zu anderen Schwangeren knüpfen

Genau aus diesem Grund solltest du dich auch so früh es geht mit anderen Schwangeren anfreunden. Du wirst feststellen, du bist nicht allein mit deinen Sorgen, Wünschen und Hoffnungen. Nur Frauen, mit denen du im gleichen Boot sitzt, können dich gerade wirklich verstehen.

Zusammen seid ihr stark. Ihr könnt zum Beispiel schöne Dinge unternehmen, ausgiebig im Café frühstücken oder Märkte besuchen. Ihr könnt euch gemeinsam Gedanken um die Babyausstattung machen und die besten Angebote herausfinden. Bei anderen Schwangeren musst du dich nicht rechtfertigen, wenn du wieder einmal müde bist und und und.

Gleichgesinnte findest du in allerlei Kursen, in Babyläden, in Facebook-Gruppen oder einfach im Supermarkt.

8. Viel Bewegung an der frischen Luft

Ob mit schwangerer Freundin oder ohne, nimm dir doch einfach vor, einmal am Tag an der frischen Luft spazieren zu gehen, egal wie das Wetter ist. Die frische Luft befeuchtet die Schleimhäute und härtet ab. Beides schützt vor unnötigen Erkältungen. Außerdem tut die Extraportion Bewegung richtig gut und hält den Blutfluss in Schwung. So werden deine Organe und auch die deines Babys optimal versorgt und es kommt im Verlauf seltener zu Problemen. Auch Schwangerschaftsgymnastik und natürlich Schwimmen sind super geeignet, um in Schuss zu bleiben.

9. Früh über Babyausstattung informieren

Sobald deine Schwangerschaft gefestigt ist, also nach dem ersten Trimester, kannst du bereits anfangen, dich mit all den Dingen zu beschäftigen, die dein Baby demnächst brauchen wird. Damit ist gerade nicht gemeint, dass du die Babyläden stürmst und haufenweise niedliche Klamotten kaufst. Im Gegenteil, es ist eine gute Idee, wenn du dich vorher schlau machst, was du tatsächlich brauchen wirst und was eher eine sinnlose Geldausgabe ist. Denn Geld sparen geht auch bei der Babyerstausstattung.

Auch welche Produkte von welchen Anbietern wirklich gut und welche möglichst schadstofffrei sind, braucht ein bisschen Recherche.

Mach dir am besten einen Plan. Der wird dir auch helfen, wenn die Verwandtschaft ein paar größere Anschaffungen übernehmen will (Stichwort: Wunschliste). Je früher du anfängst, desto besser. Denn auch die Zeit der Schwangerschaft geht ziemlich schnell vorbei und gegen Ende kann es manchmal eng werden. Immerhin bist du dann auch nicht mehr so beweglich und damit abhängig von anderen, wie z.B. deinem Partner. Bestimmt willst du dir ja wichtige Anschaffungen, wie Kinderbett oder Kinderwagen, vorher anschauen.

10. Anträge so gut es geht vorbereiten

Damit dich in den letzten Wochen nicht doch noch der Stress einholt, ist es eine gute Idee, wenn du bzw. ihr alle wichtigen Anträge, wie den für Elterngeld oder Kindergeld schon vorbereitet. Gerade beim Elterngeld gibt es viel zu beachten. Der Online-Kurs von Elterngeld.de wird dir helfen, das meist mögliche Geld für dich herauszuholen. Manche Änderungen, wie z.B. ein Wechsel der Steuerklassen, müssen frühzeitig erfolgen, damit du etwas davon hast.

Auch Sorgerecht und Vaterschaftsanerkennung könnt ihr jetzt schon klären. Denk auch daran, rechtzeitig Elternzeit zu beantragen. Macht euch am besten Notizen, welche Dokumente noch fehlen. Nach der Geburt müsst ihr dann nur noch Dinge wie die Geburtsurkunde oder die Steueridentifikationsnummer hinzufügen und das Ganze abschicken. So kannst du dich im Wochenbett ganz auf dein Baby konzentrieren und musst dich nicht mit finanziellen Dingen herumschlagen.

Quellen

Bild:

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Was können wir an diesem Artikel verbessern?

+ = Verify Human or Spambot ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.