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Abendroutine: Baby schläft ein beim Einschlafritual

Einschlafrituale für Babys – 12 Ideen für die Abendroutine

Inhaltlich geprüft von Hebamme Emely Hoppe.

Einschlafrituale schon für Babys? Oh ja. Feste Abläufe und Strukturen sind schon für die Kleinsten gut (ab wann steht unten). Sie geben Sicherheit und sorgen dafür, dass dein Kind sich besser entspannen kann, weil es weiß, was als Nächstes kommt. Wir stellen dir 12 Dinge vor, die Teil eines solchen Abendrituals werden können. Ob und in welcher Reihenfolge du sie anwenden willst, bleibt natürlich dir überlassen.

Ab wann sind Abendrituale für Babys sinnvoll?

Ab 6-8 Wochen kannst du beginnen, Einschlafrituale einzuführen. Dann hat dein Baby den Unterschied zwischen Tag und Nacht realisiert. Bei Frühgeborenen kann es entsprechend länger dauern (korrigiertes Alter).

Abends wird dein Baby mithilfe des Abendrituals besser zur Ruhe kommen und auch tagsüber kann eine Kurzversion dabei helfen, schneller einzuschlafen, vorausgesetzt das Baby ist müde genug! Sogar auf Reisen können die Rituale von zuhause dafür sorgen, dass dein Baby auch in einer fremden Umgebung gut einschläft.

Allzu lang sollte der Ablauf nicht sein. Wichtig ist, dass die Abendroutine zumindest abends mit geringen Abweichungen immer zur gleichen Zeit stattfindet (auch am Wochenende!) und dass du die Bestandteile nur änderst, wenn es absolut nötig ist. Sonst ist es kein Ritual und das Baby wird nur zusätzlich verwirrt. Tagsüber und auch nachts solltest du nur ein kurzes Einschlafritual etablieren. Sonst dauert das Einschlafen unter Umständen zu lang und du bist stundenlang beschäftigt.

Was eignet sich als Einschlafritual oder Abendroutine beim Baby?

Licht dimmen und Geräusche reduzieren

So banal dies klingt, manchmal ist uns gar nicht bewusst, dass wir in der Wohnung eine regelrechte Festbeleuchtung angeschaltet haben. Für das Babyhirn ist es schwer, bei zu viel Licht in den Abendmodus zu schalten. Ebenso sollten Fernseher und vor allem Bildschirme, die blaues Licht abgeben (Monitore, Tablets und Handys), aus dem Sichtfeld verschwinden. Denn blaues Licht simuliert das Tageslicht, das auch den Körper von Erwachsenen länger als nötig wachhält. Dudelnde Musik sollte auch besser ausgemacht oder zumindest durch ruhige, langsame Musik ersetzt werden.

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Ruhige Spiele spielen

Alle Aktivitäten, die am Abend stattfinden, sollten besser ruhiger Natur sein. Toben und Kitzelspiele sind tabu, auch wenn Papa jetzt richtig Lust darauf hätte. Es ist besser, das Kind tagsüber auszupowern. Abends führt übermäßige Aktivität bei schlechten Schläfern eher zum Überdrehen. Besser wäre es, dem Alter entsprechend Bücher anzuschauen oder Bauklötze zu stapeln.

Baden oder Waschen

Viele Eltern schwören auf das tägliche Bad, um ihr Kind zu beruhigen. Häufiges Baden und auch feuchtes Abreiben schädigen aber die Hautbarriere. Wenn du trotzdem nicht darauf verzichten willst, nimm am besten reines Wasser ohne Zusätze (Muttermilch geht). Meist reicht auch nur ein kurzes Bad von 5 bis maximal 15 Minuten. Mit einer Babywanne kannst du viel Wasser sparen.
Es gibt Kinder, die beim Baden oder beim ungeliebten Haarewaschen erst so richtig aufdrehen. Dann ist es vielleicht besser, das Bad an den Anfang des Abends zu setzen.

Zähneputzen und Händewaschen

Auch die täglichen Notwendigkeiten können spielerisch in das Abendritual eingebaut werden. Sobald die ersten Zähnchen da sind, ist es gut, mit der Zahnpflege zu beginnen. Lass dir beim Zahnarzt oder vom zahnmedizinischen Dienst zeigen, wie es richtig geht. Wenn dein Baby älter wird und keine Zahnbürste in seinen Mund lassen will, hat es sich bewährt, eine Handpuppe zur Hilfe zu nehmen, die dem Baby das Zähneputzen versüßt. Probier es aus, oft klappt es wunderbar, wenn nicht du, sondern die Puppe die Zahnbürste führt.

Babymassage

Mag dein Baby Berührungen? Wenn dem so ist, kannst du ihm vielleicht mit einer täglichen Babymassage eine Freude machen. Mit etwas Babyöl und unter einer Wärmelampe kann diese schon einmal 5 Minuten dauern. So stärkst du die Bindung zu deinem Kind und es kann sich zusätzlich entspannen. Wenn es älter wird, mag es vielleicht auch, wenn du ihm den Rücken reibst oder sanft seinen Kopf massierst. Ein toller Bestandteil eines Einschlafrituals, finden wir.

Schlafanzug und Schlafsack

Viele Babys werden schlagartig müde, wenn sie in den Babyschlafsack gelegt werden. Das zeigt, dass selbst das Anziehen der Nachtbekleidung einen nicht zu unterschätzenden Teil des Abendrituals darstellen kann, vor allem wenn diese schön kuschlig auf der Haut ist. Wenn dein Baby schon mit am Abendbrottisch sitzt, kann es das auch im Schlafanzug tun. So weiß es ganz sicher, dass bald Zeit zum Schlafengehen ist.

Gute-Nacht-Geschichte

Unterschätze nie die Wirkung einer Gute-Nacht-Geschichte als Teil eines Einschlafrituals. Kein Fernsehprogramm (außer vielleicht später das Sandmännchen) und kein Youtube-Video kann da mithalten. Im Handel gibt es viele Bücher mit Geschichten, in denen es ums Thema Einschlafen geht. Gut so, denn: je älter dein Baby wird, desto mehr Schlüsselwörter wird es erkennen, die es in seinem Kopf mit Müdigkeit verknüpft. Es wird also müde, allein weil es diese Wörter hört. Fang ruhig früh damit an. Es macht übrigens nichts, wenn du immer dieselben Geschichten vorliest. Genaugenommen ist es sogar gut, dem Kind bereits bekannte Bücher anzubieten, da es dann der Reiz des Neuen nicht vom Schlafen abhalten kann.

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Stillen oder Fläschchen

Damit hat die Natur die wohl mächtigste Einschlafhilfe zur Verfügung gestellt. Das Baby kann mehrere Bedürfnisse auf einmal „stillen“. So befriedigt das Stillen das Bedürfnis nach Nahrung, das Saugbedürfnis sowie das Nähebedürfnis. Zusätzlich bekommt das Baby eine Extraportion des Müdigkeitshormons Melatonin von der Mutter gleich mitgeliefert. Wenn dein Baby zum Einschlafen gestillt werden will, lass es doch ruhig. Gegen Ende des ersten Lebensjahres kann man dann Schritt für Schritt die Assoziation Stillen-Einschlafen lösen und das Stillen zum Beispiel an den Anfang des Abendrituals legen. Wenn du nicht stillst, kann das Fläschchen ähnlich wirkungsvoll auf den Schlaf einstimmen. Denn wenn das Bäuchlein angenehm gefüllt (nicht überfüllt!) ist, schläft es sich die ersten Stunden besser.

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Körperkontakt

Ob du mit deinem Baby im Bett kuschelst oder es fest im Arm hältst und wiegst, spielt eigentlich keine Rolle. Fakt ist, dass die meisten Babys von Natur aus Körperkontakt brauchen, um in den Schlaf zu finden. Wenn es ganz nah bei dir ist, fühlt es sich sicher und geborgen. Warum sollten wir dies verwehren? Wenn das Baby dann irgendwann in den Tiefschlaf gesunken ist (20 Minuten warten!), kannst du es in der Regel leicht ablegen. Erwacht ein Baby dann dennoch, macht es vielleicht gerade eine schwere Phase durch und braucht dich gerade besonders.

Manche Babys haben einen eingebauten Eltern-Radar und bleiben unbewusst im Halbschlaf, weil sie wissen, dass Mama oder Papa aus dem Zimmer schleichen wollen. Vielleicht ist es in einem solchen Fall keine schlechte Idee, das Baby erst einmal bei dir zu lassen, bis du selbst schlafen gehst. Sobald es tief schläft, kannst du mit ihm auf der Couch sitzen, ohne dass es sich von Geräuschen gestört fühlt.

Schlaflied

Schon Babys lieben Lieder und das auch, wenn Mama oder Papa keine Töne treffen. Einige sind durch Schlaflieder hervorragend zu beruhigen. Andere lauschen aufmerksam und finden dadurch eher schlecht in den Schlaf. Probier am besten aus, was bei deinem Baby funktioniert und was nicht. Alternativ kannst du auch mit leiser Stimme vom gemeinsamen Tag erzählen. Später wird dein Kind dies für dich übernehmen.

Spieluhr

Spieluhren sind ein beliebtes Geschenk in Kuscheltierform. Deshalb trifft man sie in den meisten Kinderhaushalten in verschiedenen Variationen an. Ihr unschlagbarer Vorteil ist, dass sie auch unterwegs im Kinderwagen, im Auto, im Urlaub oder in der Kita zum Einsatz kommen können und damit ein Stück Heimat bieten. Außerdem eignet sich eine Kuscheltier-Spieluhr sehr gut als „Fummel-Objekt“ für unruhige Kinderhände. Wenn Schlaflieder nicht funktionieren, kann die Spieluhr ein wunderbarer Ersatz dafür sein. Später wird dein Kind die Melodie vielleicht selbst mitsummen.

Gute-Nacht-Kuss

Einfach, aber wichtig – der Kuss zur Nacht stärkt die Bindung und gibt dem Baby vor dem Einschlafen noch einmal die Sicherheit, dass es geliebt wird. Gerade, wenn ein Baby im eigenen Bett einschläft, ist diese Rückversicherung sehr wichtig.

Beispiel für ein Abendritual für Babys

  1. Licht dimmen
  2. Sanfte Musik abspielen
  3. Baden oder Waschen
  4. Babymassage
  5. Babyschlafsack anlegen
  6. Stillen
  7. Schnuller geben
  8. Lied singen oder Spieluhr aufziehen
  9. Im Arm wiegen oder kuscheln

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Welche Rituale hast du für dein Baby etabliert? Schreib es uns in die Kommentare!

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Quellen

So entwickelt sich dein Baby - der Babelli Newsletter!

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