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Mein Kleinkind trödelt morgens! Tipps für Eltern

Wenn das Kleinkind morgens trödelt – Was Eltern tun können

„Warum dauert es immer so lange, bis wir in der Kita ankommen?“ – Dein Kleinkind trödelt morgens? Wenn ihr vorher und auf dem Weg zur Kita eine halbe Ewigkeit braucht, verursacht das möglicherweise Stress und Verspätungen. In diesem Artikel erklären wir die Trödelei und geben 5 Tipps, was du tun kannst, wenn dein Kleinkind morgens trödelt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kleinkinder haben noch kein Zeitgefühl. Wenn sie trödeln, dann unbewusst.
  • Mögliche Auslöser fürs Trödeln können Müdigkeit, ein vertieftes Spiel oder Überforderung sein.
  • Rituale und eine gute Vorbereitung können dabei helfen, der Trödelei entgegenzuwirken.
  • Es kann helfen, den Morgen neu zu strukturieren. Berücksichtige dabei die Bedürfnisse deines Kindes und versuche, Kompromisse zu finden.
  • Unser Tipp: Ein Kinderroller oder Laufrad kann den Weg zur Kita spielerisch verkürzen.
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Wie entsteht Trödelei?

Wenn das Kleinkind morgens trödelt, bringt das oft Konsequenzen mit sich. Zum einen entsteht ein morgendliches Drama an Stress, Hektik und Druck und zum anderen kommt ihr entweder zu spät in der Kita an oder du als Elternteil zu spät auf die Arbeit. Alles daran ist unangenehm und anstrengend. Wir erklären dir daher, wie Trödelei überhaupt erst entsteht.

Ein Ausflug ins Gehirn des Kleinkindes

Gut zu wissen: Dein Kleinkind merkt nicht, dass es trödelt – egal, wie oft du es darauf hinweist. Denn es hat noch kein Zeitgefühl. Dieses entwickelt sich erst mit geistiger Reifung im Alter von 3 bis 4 Jahren allmählich, wenn dein Kind bestimmte Alltagsabläufe und Wiederholungen vollkommen verinnerlicht hat. Dementsprechend folgt das Erlernen der Uhr auch erst im Grundschulalter.

Das heißt also, dein Kleinkind möchte dich nicht etwa ärgern, wenn es trödelt. Es weiß einfach noch nicht, dass es für eine bestimmte Aufgabe „sehr lange“ braucht.

Morgens ist das Gehirn deines Kleinkindes besonders aufnahmefähig, da es erholt aus der Schlafphase kommt. Scheinbar jede Kleinigkeit kann jetzt seine Aufmerksamkeit erregen. Und davon gibt es morgens auf dem Weg zur Kita viele: das rumpelnde Müllauto, der kleine Hund des Nachbarn, die Schulkinder mit ihren Rollern, die Tauben auf dem Gehweg…

Dein Kind kann gar nicht anders, als zu trödeln. Es ist gerade zu beschäftigt damit, Reize wahrzunehmen und zu verarbeiten. Das ist die kindliche Neugier und sein Forschergeist, der in dieser Zeit besonders aktiv ist. Was gut ist, denn nur auf diese Weise kann dein Kind Erfahrungen sammeln und lernen. Dein Drängen nach etwas mehr Beeilung kann damit leider nicht wirklich konkurrieren.

Eure Bedürfnisse am Morgen unterscheiden sich

Trödeln am Morgen entsteht auch, weil zwei verschiedene Bedürfnisse aufeinandertreffen und beide nicht erfüllt werden können.

  • Der Wunsch des Erwachsenen: „Ich habe es eilig, ich möchte, dass du dich beeilst.“
  • Der Wunsch des Kindes: „Ich habe es nicht eilig. Ich möchte XYZ machen.“

Dein Kleinkind kann noch gar nicht verstehen, dass du ein anderes Bedürfnis hast als es selbst. Dafür fehlt es ihm an emotionaler Reife, Verständnis und Erfahrung. Viel greifbarer ist für deinen Schatz stattdessen sein eigenes, sehr akutes Interesse an dem, was er eben gerade spannend findet. Es kann jedoch sein, dass deine spürbare Eile ihn unter Druck setzt. Er ist dann hin- und hergerissen zwischen seinem und deinem Bedürfnis. Statt die Situation zu verbessern, kann dieser innere Konflikt die Trödelei noch verstärken. 

Es ist kurz vor 8. Deine Nerven liegen blank und du kannst durch dein trödelndes Kleinkind nicht schon wieder zu spät zur Arbeit kommen. Für diese Extremsituationen gibt es eine Lösung:

1. Erkläre deinem Kind ruhig, aber bestimmt, dass ihr jetzt losmüsst. Beschreibe, dass du es nicht drängen möchtest, aber dass du jetzt keine Zeit mehr hast, auf es zu warten. Schlage vor, dass ihr später nochmal darüber sprecht. Helfe ihm beim weiteren Ablauf des Morgens. Beispiele: Du ziehst es an und wäscht es, das Kind isst auf dem Weg sein Frühstück, ihr lauft nicht zur Kita, sondern ihr fahrt.
2. Bleibe standhaft, auch wenn dein Kind protestieren sollte. Erkläre ihm, dass du es nicht übergehen willst, aber dass ihr jetzt keine andere Möglichkeit mehr habt.
3. Besprich die Situation mit deinem Kind nach der Arbeit und Kita. Versuche, mit ihm gemeinsam einen Weg für die kommenden Tage zu finden.

Merke: Sofern diese Situation nur in Ausnahmefällen und nicht gehäuft vorkommt, bist du auf der sicheren Seite. Es ist vollkommen normal, dass du an deine Grenzen kommst und manchmal keine andere Wahl hast, als das Ruder für die Situation zu übernehmen. Tipps, wie ihr diese Situation in Zukunft vermeidet, gibt es weiter unten.

Wir wissen, es ist nicht immer leicht, unter Zeitdruck ruhig zu bleiben. Trotzdem solltest du dir das immer vor Augen halten, bevor zu sehr in Hektik und/oder ins Schimpfen verfällst. Dein Kleinkind macht das nicht mit Absicht. Es kann einfach noch nicht anders. 

Die Frage sollte für dich also nicht lauten: „Wie schaffe ich es, dass mein Kleinkind morgens nicht trödelt?“ Sondern: „Was kann ich tun, damit wir trotz Trödelei morgens pünktlich sein können?“, ohne dass du dein Kind übergehst?

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Was Eltern bei morgendlichem Trödeln tun können: unsere 5 Tipps

Tipp Nr. 1 – mit deinem Kind sprechen

Um deinem Kleinkind auf Augenhöhe zu begegnen, empfehlen wir, gewaltfrei mit ihm über den Stress am Morgen zu sprechen. Vermeide hier, deinem Kind die Schuld dafür zu geben. Du weißt jetzt, dass es nicht absichtlich trödelt. Dein Ziel ist es, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Du kannst hierfür auch Bilderbücher zum Thema hinzuzuziehen. Versuche also, mit deinem Kleinkind zu überlegen, wie ihr den Morgen und den Weg zur Kita demnächst zügiger gestalten könnt. Sei offen und interessiert für die Vorschläge deines Kleinkindes. Bringe auch du eigene, kindgerechte Ideen mit ein: Ihr könntet zum Beispiel mit anderen Familien morgens gemeinsam zur Kita gehen, auf dem Weg ein Wettrennen veranstalten oder ihr benutzt Fahrräder, Laufräder oder Roller, um schneller ans Ziel zu kommen.

Tipp Nr. 2 – Vorbereitung ist alles

Ein entspannter Morgen beginnt am Abend zuvor. Wenn du vor dem Zubettgehen die Kita-Brote schmierst und deinem Kind etwa die Kleidungsstücke und Schuhe zurechtlegst, hast du bereits einiges an Zeit gespart. Vielleicht lässt sich auch das Frühstück teilweise schon am Abend vorbereiten. So könnt ihr am Folgetag entspannt zur Kita.

Hier ist es auch hilfreich, nach den Gesprächen aus unserem Tipp Nr. 1, Fotos von euren morgendlichen Abläufen zu machen und diese (ähnlich wie bei einem Stundenplan in der Schule) für dein Kind sichtbar aufzuhängen. So kann es immer sehen, welche Abläufe morgens vor der Kita aufeinanderfolgen. Beispiel: „Was machen wir, nachdem du dir deine Zähne geputzt hast? Kannst du das auf dem Bild erkennen?“ – „Kleider, Jacke und Schuhe anziehen, Mama!“.

Tipp Nr. 3 – Ruhe & Rituale

Stress, Gereiztheit und Ermahnungen am frühen Morgen wirken sich auch auf eure Tagesstimmung aus. Frage dich selbst, inwiefern du zur morgendlichen Situation beiträgst und wie du eine gelassenere Stimmung schaffen kannst.

Ihr könntet etwa nach dem Aufstehen auf dem Bett zu der Lieblingsmusik deines Kleinkindes tanzen und dadurch sanfter in den Morgen starten. Tanzen und Musik machen im Übrigen auch beim Zähneputzen, beim Frühstück oder Kleidung anziehen Freude. So findet ihr einen kraftvollen Start in den Tag, der Lust auf mehr macht und gleichzeitig Energie gibt. Vielleicht kannst du deinem Kind morgens auch leichte Aufgaben geben, wie eine kleine Blume zu gießen. Sprich mit ihm darüber. Probiert eure Morgen-Routine immer wieder neu aus, bis sie sich für euch alle gut und stressfrei anfühlt.

Tipp Nr. 4 – Das Kind hat die Wahl

Wenn dein Kleinkind nicht weiß, was es beim Frühstück essen will und dadurch die Mahlzeit vertrödelt, lass es zwischen zwei Optionen entscheiden – „Müsli oder Toast?“. So überforderst du es nicht und die Auswahl wird nicht lange dauern. Falls du es abends nicht schaffen solltest, ihm Kleidung, Schuhe und Kita-Rucksack herauszulegen, kannst du hier ähnlich verfahren: „Hose oder Rock?“ – „Blauer oder grüner Pullover?“

Sprich hier ebenfalls klar, deutlich und liebevoll mit deinem Kind und vermeide übermäßige und unnötige Hektik. Diese kann dein Kleinkind weder verarbeiten noch hilft sie ihm, schneller zu machen. Im Gegenteil: Sie setzt dein Kind unnötig unter Druck, ohne dass es versteht, weshalb es Druck bekommt.

Tipp Nr. 5 – Zeitmanagement

Um Trödelei und Verspätungen zu vermeiden, kann es unter Umständen nötig sein, etwas früher aufzustehen. Schon 10 Minuten mehr können einen großen Unterschied am Morgen machen. Anfangs wird es dir und deinem Kind sicher nicht leichtfallen, früher aufzustehen. Nach etwas Gewöhnung kann diese neue Uhrzeit eurer Tagesstruktur dienen.

Falls dein Kind morgens noch spielen möchte, wenn du dich selbst fertig machst, solltest du es gewähren lassen. Kündige hier rechtzeitig ein Zeitlimit an. So vermittelst du ihm: „Du darfst spielen, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wenn der erreicht ist, sage ich dir vorher Bescheid. Dann müssen wir los zur Kita.“

Wenn dein Kind für den Weg zum Kindergarten länger benötigt, solltest du hier auch entsprechend früher losziehen und mehr Zeit einplanen. So ersparst du dir das unangenehme Gefühl der Unpünktlichkeit.

Mögliche Auslöser hinter dem Trödeln

Um dir diese Frage selbst beantworten zu können, solltest du die konkreten Auslöser kindlichen Trödelns zu kennen. Manchmal hilft es schon, diese zu beseitigen beziehungsweise entsprechend darauf zu reagieren. Typische Trödel-Gründe für Kleinkinder am Morgen sind zum Beispiel:

  • Spannende Umgebung: Es passiert gerade zu viel, das die Aufmerksamkeit deines Kindes erregt.
  • Müdigkeit: Früh am Morgen kann dein Kind unausgeschlafen, träge oder verträumt sein. Dann kann es passieren, dass es zu unkonzentriert ist, um eine Aufgabe zu erledigen.
  • Hunger: Hunger, Durst oder eine aktive Verdauung können ebenfalls die Konzentration deines Kleinkindes stören.
  • Stress: Vielleicht beschäftigt dein Kind noch eine Situation vom Vortag, etwa ein Streit oder ein besonderes Erlebnis.
  • Infekt: Vielleicht kämpft dein Kind gerade mit einem aufkeimenden Infekt oder es erholt sich noch von einem. Auch dann leidet die Konzentrationsfähigkeit.
  • Vertieftes Spiel: Dein Kind ist im Spiel in eine eigene Welt vertieft. Deswegen fällt es ihm schwer, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.
  • Entscheidungen: Manchmal haben Kinder Probleme damit, sich zu entscheiden. Das kann beim Anziehen, beim Essen oder bei der täglichen Hygiene sein. Dann verzögert sich die eigentliche Handlung natürlich.
  • Indirekte Kommunikation: Klare Ansprachen und eine direkte Kommunikation fehlen. Stattdessen kommunizierst du mit deinem Kind „nebenbei“ und erwartest zu viel Eigeninitiative.

Es können auch mehrere dieser Trödel-Ursachen vorliegen. Sie können getrennt oder kombiniert auftreten. 

Also: Wenn das Kind morgens manchmal trödelt, ist das völlig normal und altersentsprechend. Obendrein kann Trödelei auch phasenweise auftreten als Zeichen eines aktuellen Entwicklungsschritts. Trödeln hängt auch immer von der individuellen Persönlichkeit deines Kindes ab. Dennoch sollte das Trödeln natürlich nicht zur belastenden Gewohnheit werden. Deshalb geben wir dir jetzt 5 konkrete Tipps an die Hand gegen die morgendliche Trödelei.

Kann es auch andere Gründe haben, warum mein Kleinkind morgens trödelt?

Ja, es kann neben den oben genannten auch psychische oder entwicklungsbedingte Gründe haben, warum dein Kleinkind morgens trödelt. Dies ist von der Ausprägung und Häufigkeit des Trödelns sowie der derzeitigen Stimmung deines Kleinkindes abhängig. Mögliche weitere Gründe sind:

Keine Lust auf die Kita

Es kann sein, dass dein Kleinkind morgens trödelt, weil es nicht in den Kindergarten gehen möchte. Je nach Alter und Reife merkt das Kind dies noch nicht aktiv und kann daher auch nicht äußern, dass es nicht in die Kita möchte. Vielleicht ist im Kindergarten etwas vorgefallen oder schon länger Thema, womit sich dein Kleinkind unwohl fühlt. Aufgrund dessen zögert es den Weg zur Kita (unabsichtlich und unbewusst) heraus, um die unschöne Situation zu vermeiden (wie etwa ein noch ungeklärter Streit mit einem anderen Kind). Wenn du also vermutest, dass dein Kind morgens trödelt, weil es nicht in die Kita möchte, solltest du zuerst mit ihm sprechen und dann mit dem Fachpersonal der Kita/der Kita-Leitung zeitnah ein Gespräch suchen, um die Situation zu klären.

Trennungsangst

Zudem kann es sein, dass dein Kind die morgendliche Verabschiedung in der Kita von euch als Eltern mit seiner Trödelei unbewusst herauszögert (Trennungsangst). Suche hier ebenfalls ein klärendes Gespräch mit deinem Kind und dem Fachpersonal der Kita. Eine kindliche Trennungsangst kann phasenweise auftreten und ist je nach Ausmaß ein reguläres Verhalten in der Kindesentwicklung. Zur Linderung der Trennungsangst empfehlen wir dir den Einsatz eines „beseelten Objektes“ (Übergangsobjekt), wie ein geliebtes Kuscheltier oder Schnuffeltuch, welches das Kind in der Kita begleitet. Übergangsobjekte sind dafür da, dem Kind Kraft und Halt zu spenden. Zudem schenken sie ihm emotionale Sicherheit und Stabilität in unsicheren Momenten.

Überforderung

Obendrein kann es sein, dass dein Kleinkind „Freizeit-Stress“ hat und diesen durch morgendliche Trödelei unbewusst ausgleicht. Ein solcher Stress stellt sich ein, wenn das Kleinkind neben dem Kindergarten wöchentlich vielen verschiedenen Aktionen wie Musik- und Turngruppen oder anderen Hobbys sowie ersten Verabredungen nachgeht. Ein zu voller Tag mit vielen Aufgaben kann das Kleinkind überfordern und lässt ihm keine Zeit für das freie Spiel und Langeweile. Dies solltest du als Elternteil hinterfragen und möglicherweise Termine und Hobbys kürzen.

Denn: Kleinkinder im Alter zwischen 1 bis 3 Jahren sollten so viel Freispiel-Zeit wie möglich haben, damit sie sich frei entfalten und eigene Lernerfahrungen ohne Anleitung machen können. Aus pädagogischer Sicht sind 1 bis maximal 2 Freizeit-Termine pro Woche für ein Kleinkind empfehlenswert, um eine Überforderung zu vermeiden.

Hochsensibilität

Zudem kann es zum morgendlichen Trödeln kommen, wenn dein Kleinkind eine Tendenz zur Hochsensibilität mitbringt und die Reize seiner Umwelt stärker wahrnimmt, als seine Mitmenschen. Hochsensibilität ist keine Erkrankung, sondern eine Begabung und ein Wesenszug. Kinder mit Hochsensibilität erleben ihre Umwelt und eigene Empfindungen intensiver als ihre Mitmenschen, in jeglichen Lebensbereichen. Das Trödeln des Kindes am Morgen kann hier demnach ein (nicht bewusster) Schutz vor den vielen äußeren Reizen darstellen.

Bei Kindern mit einer Hochsensibilität ist es umso wichtiger, diese nicht zu überfordern. Im Zweifel kannst du bei deiner Kinderarztpraxis einen entsprechenden Test mit deinem Kind machen. Wenn sich deine Kinderärztin/dein Kinderarzt in diesem Themenfeld auskennt, wirst du beraten, wie du dein Kind vor zu vielen Reizen zukünftig schützen kannst. Sprich dich zusätzlich mit dem Fachpersonal der Kindertagesstätte ab, wie sie dein Kind im Alltag wahrnehmen.

Unerkannte Entwicklungsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten

Wenn ein Kind morgens trödelt, kann es sein, dass es Schwierigkeiten hat, sich auf eine Situation zu konzentrieren. In manchen Fällen kann Trödeln deshalb auch auf eine ADS oder ADHS hindeuten. Es kann eines von vielen Anzeichen dieser Verhaltensauffälligkeit sein, die für die betroffenen Kinder meist sehr belastend ist. Eine klare Diagnose sowie ein Behandlungs- und Begleitungsplan für das Kind können dies lindern und dem Kind die bestmöglichen Chancen für seine weitere Entwicklung bieten.

Die Diagnose einer ADS oder ADHS kann immer nur ein SPZ (sozialpädiatrisches Zentrum) oder eine kinderpsychologische Praxis stellen. Suche in deiner Kinderarztpraxis Rat und Unterstützung, falls du diese Verhaltensauffälligkeit bei deinem Kleinkind vermutest. Dort bekommst du gegebenenfalls eine Überweisung mit einer Verdachtsdiagnose.

Dasselbe gilt, falls du das Gefühl hast, dein Kind könnte Symptome einer Entwicklungsstörung im Bereich des Autismus-Spektrums oder einer Entwicklungsverzögerung zeigen. Auch hier kann das Trödeln ein mögliches Anzeichen sein.

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Wir empfehlen dir ergänzend zum Thema folgende Produkte.

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Passender Helm

Bei einem neuen tollen Roller darf natürlich auch der passende Helm nicht fehlen, mit dem dein Kind im Straßenverkehr rundum geschützt ist, wenn es sich mit dir auf dem Weg zur Kita macht.

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Buch: „Maxi, beeil dich!“

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Buch: „Heute, morgen, jetzt und gleich“

Um die Entwicklung des kindlichen Zeitgefühls sanft zu begleiten, empfehlen wir dieses Buch, was einen ersten, kindgerechten Überblick und ein Gefühl für das Thema „Zeit“ vermittelt.

Bilderbuch Zeitgefühl - Wenn das Kleinkind morgens trödelt - Was Eltern tun können

Elternbuch für das familiäre Zeitmanagement

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Fazit

Das Kleinkind trödelt morgens unter anderem deshalb, weil die Reize seiner Umwelt so interessant sind, dass es durch diese schnell abgelenkt wird. Dazu kommt, dass es morgens ein anderes Bedürfnis hat als du. Obendrein besitzt es noch kein Zeitgefühl und versteht daher nicht, warum es sich morgens beeilen sollte oder dass die Kita zu einer bestimmten Uhrzeit beginnt. Morgendliche Trödelei kann aber auch psychische oder entwicklungsbedingte Gründe haben. Bei vielen Kindern tritt das Trödeln phasenweise auf, bei manchen ist es ein Teil ihrer Charakterzüge.

Dennoch gibt es Wege, das Trödeln am Morgen zu verringern: Bilde mit deinem Kleinkind Kompromisse und lass es bei eurer Morgen-Routine mitbestimmen. Plane deutlich mehr Zeit ein und sei flexibel, Situationen und Rituale anzupassen. Um den Kita-Weg zu verkürzen, lohnt sich etwa die Anschaffung eines Kinderrollers. Wir sind gespannt, wie und ob sich das morgendliche Trödeln deines Kindes in Zukunft weiter zeigen wird.

Hat dir unser Artikel zum Thema „Wenn das Kleinkind morgens trödelt“ gefallen? Wie ist es bei deiner Tochter/deinem Sohn? Wie handhabst du als Mutter oder Vater die Situation mit deinem trödelndem Kleinkind? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar!

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