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So findest du die richtige Klinik für die Geburt

Die Entbindung deines Babys soll in einem Krankenhaus stattfinden? Die Suche nach der passenden Klinik für die Geburt sollte nicht zu spät beginnen. Gerade dann, wenn du mehrere Möglichkeiten in der Nähe hast, fällt die Auswahl oft nicht leicht. Inzwischen haben die Kliniken ganz unterschiedliche Angebote und die Geburtsstationen bieten viele Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Geburt. Auch die medizinische Unterstützung spielt eine Rolle.

Die wichtigsten Fragen für die Suche nach einer Klinik

Um bereits im Vorfeld herausfinden zu können, welche mögliche Entbindungsklinik für dich in Frage kommt, gibt es einige Fragen, die du als Anhaltspunkt nutzen kannst. Schreib dir dafür selbst die Antworten und Rahmenbedingungen zu den Fragen auf, die dir wichtig sind. Geh dann Klinik für Klinik durch und schau, welche in die engere Wahl kommen. Zu den wichtigsten Fragen gehören:

1. Wie lang ist die Strecke von zu Hause bis zur Klinik?

Normalerweise heißt es, Erstgebärende haben noch Zeit, wenn die Geburt startet. Sicher kannst du jedoch nie sein. Daher ist es gut, wenn die Fahrt ins Krankenhaus nicht mehr als 20 bis 30 Minuten dauert.

Zudem solltest du wissen: Wirst du mit dem Krankenwagen transportiert, bringt dieser dich in das nächstgelegene Krankenhaus. Das gilt auch dann, wenn es sich bei diesem gar nicht um das von dir ausgewählte Krankenhaus handelt.

2. Wie viele Geburtseinleitungen gab es in den vergangenen Jahren?

Auch dann, wenn du über den Termin gehst, ist nicht unbedingt eine Einleitung der Geburt notwendig. Bei Kliniken mit einer geringen Anzahl an Einleitungen ist zu erkennen, dass hier entspannt mit dem Übertragen umgegangen wird.

3. Wie hoch ist die Kaiserschnittrate pro Jahr?

Dies ist ebenfalls ein interessanter Punkt, wenn du einen Kaiserschnitt nur im Notfall in Anspruch nehmen möchtest. Achte bei der Klinik auf eine geringe Kaiserschnittrate. Bundesweit liegt die Quote bei 31,9% – wobei das in jedem Bundesland variiert.

4. Darfst du deine eigene Hebamme mitbringen?

Diese Frage ist nur dann interessant für dich, wenn du gern möchtest, dass deine Hebamme dich bei der Geburt begleitet. Nicht in jeder Klinik ist es möglich, die eigene Hebamme mit zur Geburt zu bringen. Kläre diese Frage lieber vorher.

5. Welche Möglichkeiten für die Geburt hast du?

Das Geburtsbett ist in jedem Kreißsaal zu finden. Doch wie sieht es mit anderen Möglichkeiten für die Geburt aus? Gibt es ein Seil oder eine Wanne? Welche Positionen für die Geburt werden in dem Krankenhaus unterstützt? Je mehr Optionen zur Verfügung stehen, desto mehr kannst du bei der Geburt deines Kindes selbstbestimmt reagieren.

6. Handelt es sich um ein babyfreundliches Krankenhaus?

UNICEF sowie die WHO vergeben das Zertifikat „Babyfreundliches Krankenhaus“. Krankenhäuser, die mit dieser Auszeichnung versehen sind, müssen einige Vorgaben erfüllen. Im Fokus steht die Förderung von Bindung und Nähe zwischen Eltern und Kind. Das heißt, dein Baby ist immer bei dir, dein Partner wird in die Pflege mit einbezogen. Zudem gibt es stillfreundliche Krankenhäuser, die das Stillen besonders fördern.

7. Gibt es Familienzimmer?

Möchtest du die ersten Tage mit deinem Baby und deinem Partner in aller Ruhe genießen und das Zimmer nicht mit anderen Menschen teilen? Dann schau nach, ob es Familienzimmer im Krankenhaus gibt und ob du diese mieten kannst. Dies ist zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden, die ersten Stunden und Tage können so jedoch in magischer Dreisamkeit genossen werden. Ob du ein solches Zimmer bekommst, hängt meist jedoch von der aktuellen Geburtenrate ab. Eine definitive Zusage geben die Krankenhäuserin Ballungszentren deshalb oft erst am Tag der Geburt.

8. Wird eine ambulante Geburt unterstützt?

Nicht immer ist es notwendig, mehrere Tage in der Klinik zu bleiben. Möchtest du die Sicherheit von einem medizinischen Backup nicht missen, dafür aber nicht mehrere Tage im Krankenhaus verbringen, kann eine ambulante Geburt eine Alternative sein. Hier entbindest du in der Klinik und bleibst für einige Stunden. Die U1 wird durchgeführt. Fühlst du dich fit und ist dein Baby gesund, darfst du anschließend nach Hause gehen. Damit das Personal besser planen kann, ist es hilfreich, das Krankenhaus vorher über den Wunsch einer ambulanten Geburt zu informieren.

Der Besuch vor Ort – die Besichtigung der Kreißsäle

Kommt ein Krankenhaus in die engere Auswahl, bietet es sich an, einen Tag der offenen Tür zu besuchen. Die Besichtigung der Geburtsstation gibt dir einen Anhaltspunkt, ob du dich hier wohlfühlen kannst. Auch wenn die Ausstattung immer moderner wird, muss das Gefühl stimmen. Sprich auch mit den Hebammen und stell alle offenen Fragen. Werden diese mit viel Geduld beantwortet und bist du auf einer Linie mit den Hebammen, ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass du die Geburt hier genießen kannst.

Besondere Angebote im Krankenhaus

Informiere dich rechtzeitig darüber, ob es in den ausgewählten Kliniken weitere Angebote rund um die Geburt gibt. In einigen Krankenhäusern werden beispielsweise Geburtsvorbereitungskurse angeboten. Dies hat den Vorteil, dass du bereits vor der Geburt die Klinik kennenlernen und mit dem Personal agieren kannst. Seminare rund um die Babypflege sowie Stillen und die ersten Wochen gehören ebenfalls oft zum Programm. Nach der Entbindung und dem Wochenbett kannst du vielleicht sogar einen Rückbildungskurs in der Klinik in Anspruch nehmen.

Lesen Sie auch: Die Klinik-Checkliste zur Geburt (inklusive Checkliste zum Download)

Hast du noch weitere Hinweise bei der Auswahl des Krankenhauses? Schreib uns einen Kommentar!

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