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Baby 20 Monate - Kleinkind 20 Monate

Dein Kleinkind mit 20 Monaten: „Das bin ich!“

Dein Kleinkind ist nun 20 Monate alt und entwickelt eine erste Vorstellung vom „Ich“. Außerdem kann es sein, dass dein Kind aktuell viel „trotzt“ und voller Fantasie steckt! Welche weiteren spannenden Meilensteine in diesem Lebensmonat auf dich warten könnten, verraten wir dir im folgenden Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dein Kleinkind verinnerlicht zurzeit vielleicht, was das Wort „Ich“ bedeutet.
  • Mit einem entwicklungspsychologischen Blick gehen wir auf das Phänomen „Grenzen austesten“ ein.
  • Dein Kind ist jetzt in der Lage, Lösungen für bestimmte Alltagssituationen zu finden. So hebt es etwa selbstständig etwas auf, wenn es ihm heruntergefallen ist.
  • Manche Kinder im Alter von 20 Monaten putzen ungern ihre Zähne. Wir geben Empfehlungen, wie das Zähneputzen spielerisch gelingen kann.
  • Aktuell blühen Fantasie und interaktives Spiel deines Lieblings auf.
  • Es kann sein, dass dein Kleinkind gelegentlich einen „Nachtschreck“ erlebt.
  • Bei Kindern, die aktuell nicht gerne essen, gibt es einige Ideen zum Anrichten und Zubereiten von Mahlzeiten, die hier Abhilfe leisten können.
  • Für Eltern gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Entwicklung des kindlichen Selbstbewusstseins zu unterstützen.
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Die Entwicklung deines Kleinkindes mit 20 Monaten

Dein Kleinkind erkennt sich selbst im Alter von 20 Monaten als „Ich“ an (Largo, 2016, S. 99). Dies hat zur Folge, dass es vermutlich deutlicher zum Ausdruck bringt, wenn es etwas nicht möchte. Obendrein könnte es sein, dass dein Kind derzeit Grenzen austestet und eine Gefühlsachterbahn durchlebt. Es bewegt sich aktuell mit großen Schritten auf das anstehende 2. Jahr seines Lebens zu.

Spielverhalten

„Ich lade zum Tee ein in meine Welt!“

Aktuell hat dein Kleinkind womöglich eine ganz ausgeprägte Fantasie. Immer wieder findet es sich in eigenen Welten wider und beschreibt diese im Spiel. Obendrein spielt dein Kind nun soziale Interaktionen mit seinen Kuscheltieren oder weiteren Gegenständen, wie „Tee trinken“, „Jemanden ins Bett bringen“ oder „Füttern“. Es ahmt diese Programme, die es zuvor beobachtet hat, in Rollenspielen nach und baut eigene fantasiebezogene Wörter, Dinge, Handlungsstränge und Orte ein (Verbindung von Sprache, Sozialverhalten und Spiel). Vielleicht zeigt sich dieses Verhalten auch in der Interaktion mit dir oder Gleichaltrigen.

Wir empfehlen: Wenn du dein Kind aktuell im Spiel beobachtest, kannst du seine innere Vorstellungskraft erkennen, was eine wahre Freude sein kann, denn dieser sind oftmals keine Grenzen gesetzt.

Sozialverhalten und emotionale Intelligenz

„Ich möchte das aber nicht!“

Hast du das Gefühl, du hast ein dauerhaft trotzendes Kleinkind zu Hause? Sicherlich hast du zuvor und über unsere vorherigen Artikel schon einiges zur Autonomiephase (Trotzphase) gehört. Zur Erinnerung: Alles, was dein Kind gerade zeigt und äußert, kann auf die Autonomiephase zurückzuführen sein. Es erlernt derzeit durch die vielen Gefühlsachterbahnen, Wutanfälle, das „Nein“ sagen und „Alleine machen“, was seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen sind. Außerdem entwickelt es dadurch ein erstes Verständnis von Empathie (Largo, 2016, S. 50 ff.).

Die Ich-Entwicklung deines Schatzes wird durch das Trotzen der Autonomiephase und das Austesten der Grenzen in seiner Umwelt weiter ausgereift. Wenn ihr gemeinsam in den Spiegel blickt und du auf dein Kleinkind zeigst, dann weiß es neben seinem Vornamen jetzt vermutlich, dass es „Ich“ ist. Es hat im Kopf eine erste Verbindung zwischen seinem Vornamen, den Zuschreibungen seiner Umwelt und dem Bewusstsein des eigenen Ichs geknüpft.

Diese Zuschreibungen sind angelernt und verinnerlicht. Sie können wie folgt aussehen: Ich bin das Kind von Mama und Papa, wohne in der Stadt XY, gehe in die Kita und habe einen Hasen als Lieblingskuscheltier. Neben den Erfahrungen der Selbstwirksamkeit entsteht aus den Zuschreibungen mitunter das kindliche Selbstbewusstsein. Wie du jenes als Elternteil fördern kannst, erklären wir dir weiter unten in der Rubrik „Häufige Fragen“.

Motorik

„Wenn mir das da runterfällt, nehme ich den Feger und mache es sauber!“

Dein Kind im 20. Monat hat gewisse Programme des Lebens verinnerlicht und kann sie jetzt über die Nachahmung und sein Erinnerungsvermögen ausführen. Dies gilt insbesondere für motorische Abläufe im Alltag.

Beispiel: Wenn deinem Kind etwas herunterfällt, hat es jetzt gelernt, eine Lösung für das Problem in seinem Kopf abzurufen. So kann es gut sein, dass es – ohne, dass du es aufforderst – einen Handbesen und ein Kehrblech holt, um das heruntergefallene vom Boden aufzuräumen. Diese Prozesse entstehen auf der Basis aller bisherigen Meilensteine der Feinmotorik und Grobmotorik.

Ab einem Alter von 20 Monaten ist es unüblich, wenn das Kind sich noch nicht alleine hochziehen, aufrichten oder fortbewegen möchte. Allerdings gibt es hier Abstufungen dessen, was einer altersentsprechenden, motorischen Entwicklung entspricht. Eine Untersuchung inklusive Diagnose sollte daher nur durch das Fachpersonal der Kinderarztpraxis in Verbindung mit physiotherapeutischem/psychomotorischem Fachpersonal erfolgen. Falls dein Kind mit 20 Monaten noch keine Anstalten macht, zu laufen oder das Laufen zu erlernen, solltest du in jedem Fall eine Kinderärztin/einen Kinderarzt aufsuchen und diesen Zustand abklären lassen.

Sprachentwicklung

„Ich bin ich!“

Die Transferleistung (Kennzeichen für einen erfolgreichen Lernprozess) zwischen der „Ich“-Entwicklung und der Erweiterung des Wortschatzes kann zur Folge haben, dass dein Kind jetzt auch Worte wie „Ich“ sagen kann. Üblicherweise liegt der Wortschatz bei einem 20 Monate alten Kleinkind bei einer Spanne zwischen 50 und 200 Wörtern. Das Sprachverständnis ist in der Regel deutlich höher. Du hast derzeit also ein aufmerksames Kind zu Hause, dessen Sprachentwicklung rasant zunimmt.

Daher gilt: Da dein Kind dich noch immer in deinem Verhalten nachahmt, solltest du weiterhin darauf achten, welche Wörter du selbst mit ihm und deinen Mitmenschen benutzt. Wenn du zum Beispiel nicht möchtest, dass dein Schatz mit Schimpfwörtern um sich wirft, achte darauf, dass du sie selbst nicht aussprichst.

Geistige Entwicklungsschritte

„Hihihi, schau mal, was ich mache. Ich bin weg! Und das hier werfe ich runter!“

„Das Kind testet seine Grenzen! Es fordert mich heraus! Ständig muss ich Nein sagen!“– Kommen dir diese Sätze bekannt vor? Wir wollen dir hier einen entwicklungspsychologischen Gedankengang mit auf den Weg geben: Dein Kind testet seine Grenzen bei dir gerade aus, weil es eine große, innere Neugierde verspürt. Es fragt sich, was passiert, wenn es etwas macht, von dem es weiß, dass es das eigentlich nicht darf. Bedenke also, bei allem, was du tust und mit deinem Kleinkind besprichst, dass von ihm niemals eine „böse Absicht“ ausgeht oder es dich bewusst „herausfordert“. Es möchte sich lediglich im Rahmen seiner Umwelt weiter ausprobieren (Largo, 2016, S. 25).

Aus pädagogischer Sicht kann es helfen, wenn du das (von dir unerwünschte) Verhalten deines Kindes sprachlich wiederholst, sobald du es beobachtest (Largo, 2016, S. 122). Danach gibst du deinem Kleinkind zu verstehen, wie du dich fühlst und schlägst eine alternative Handlung vor. Dies könnte in der Praxis, wie folgt aussehen:

Situation: Kind sieht dich an und hält seinen Teller in der Hand. Es macht eine Bewegung, so als wolle es den Tellerinhalt auf den Boden werfen. Du sagst, dass du das nicht möchtest. Das Kind wirft seinen Teller herunter, ohne den Blick von dir zu lösen. Das Essen auf dem Teller verteilt sich auf dem Fußboden.

Mögliche Reaktion:

  • „Du hast deinen Teller heruntergeworfen.“ – Wiederholung dessen, was du beobachtet hast
  • „Dabei hatte ich dich eigentlich darum gebeten, das nicht zu tun, weil jetzt das ganze Essen auf dem Boden liegt.“ – Wiederholung dessen, um was du das Kind zuvor gebeten hast
  • „Das macht mich sehr traurig.“ – eigenes Gefühl mit dem Kind teilen
  • „Denn dadurch werden die Lebensmittel dreckig und man kann sie nicht mehr essen.“ – Konsequenz seines Verhaltens benennen
  • „Kann es sein, dass du satt bist?“ – in Interaktion treten und Ursachenforschung betreiben
  • „Lass uns zusammen hier aufräumen!“ – alternative Handlung vorschlagen

Indem du Mittel der gewaltfreien Kommunikation anwendest, verbindest du dich über die Interaktion auf Augenhöhe mit deinem Kind und zeigst neben deinen eigenen Gefühlen auch Verständnis für den kindlichen Entdeckergeist. Dennoch soll dem Kind im Rahmen dieser Kommunikation die Konsequenz seines Verhaltens und mögliche alternative Handlungen deutlich werden.

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Die Grundbedürfnisse

Schlafen

„Ich habe solche Angst!“

Vor allem in Verbindung mit der Autonomiephase (Trotzphase) kann nun ein Phänomen auftreten, bei dem das Kind mitten in der Nacht auf einmal seine Augen aufreißt und wild zu schreien und um sich zu schlagen beginnt (Largo, 2016, S. 234). All das geschieht in regelmäßigen Abständen, in mehreren Nächten aufeinander: der Nachtschreck! Er wird vom Kind vermutlich sehr viel angsteinflößender und intensiver erlebt, als ein Albtraum, auch wenn sich die meisten Kinder am Tag darauf nicht mehr an ihn erinnern können.

Fachpersonal der Kindermedizin (Pädiatrie) fand heraus, dass der Nachtschreck eine Art schlafende Angstattacke sein kann. Die Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass das Phänomen „Nachtschreck“ ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist. Die meisten Schlafstörungen stellen sich in der Regel als harmlos heraus, sie sollten aber immer aufmerksam begleitet werden.

Kinder, die eine ausgeprägte Fantasiewelt haben (oder entwickeln, wie in diesem Monat typisch) oder sehr viele Gefühle und Stimmungen aus ihrer Umwelt aufnehmen, verarbeiten dies im Schlaf. Vielleicht hat das Kind sich aber auch zuvor gegruselt, steht unter emotionalem Stress oder befindet sich gerade in der für das Kind anstrengenden Kita-Eingewöhnung. All diese Faktoren können einen Nachtschreck begünstigen.

Wir empfehlen:

  • Die Situation vor dem Kind nicht dramatisieren, sondern eher beobachten und erfragen, was das Kind gerade braucht
  • mögliche Stressfaktoren der aktuellen Zeit herausfinden und verringern
  • Ruhepausen und Erholungsphasen sowie ein Einschlafritual etablieren
  • dem Kind tagsüber viel Zuwendung und Geborgenheit schenken
  • möglicherweise gruselige Medien vermeiden
  • im Zweifel oder bei einer lang anhaltenden Nachtschreck-Phase immer die Kinderarztpraxis aufsuchen, denn der Nachtschreck kann auch körperliche oder psychische Ursachen haben
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Die Verdauung

„Wenn man sich darauf setzt, kann man auch hier Pipi machen!“

Falls ihr schon ein Töpfchen oder einen Toilettensitz zu Hause habt, werden diese Hilfsmittel für dein Kleinkind vermutlich immer interessanter. Außerdem zeigt er in der derzeitigen Entwicklungsphase vielleicht außerordentlich viel Interesse für die Toilettengänge seiner Mitmenschen und das, was dabei herauskommt (Largo, 2016, S. 544).

Möchte dein Kleinkind dich zurzeit immer zur Toilette begleiten und beobachtet alles, was du tust, ganz genau? Weiter unten haben wir in unserer „Ideenkiste“ eine Kinderbuch-Empfehlung für dich, die das Thema „Verdauung“ kindgerecht aufgreift, wodurch mögliche offene Fragen deines Kindes beantwortet werden können.

Übrigens ist es auch völlig altersentsprechend, wenn dein Liebling sich noch gar nicht für seine Ausscheidungen interessiert. Dies hängt immer auch vom Charakter des Kindes mitsamt seiner Interessen ab.

Essen & Trinken

„Bäh, ich will das nicht essen!“

Wenn dein Kleinkind gern, ausgewogen und regelmäßig isst, dann wird dich das folgende Problem nicht weiter stören. Falls dein Kind mit seiner Nahrung derzeit allerdings immer anspruchsvoller wird, nur noch wenig ausprobieren will oder ungern isst, dann haben wir einen Tipp für dich, denn „Das Auge isst mit!“

Versuche, dem Kind das Essen möglichst schmackhaft anzubieten, also Brot, Käse, Obst und Gemüse zum Beispiel in Form von kleinen Gesichtern oder Tieren auf dem Teller zu verteilen. So sprichst du neben dem Geschmacks-Sinn auch den optischen Sinn deines Kindes an. In unserer „Ideenkiste“ empfehlen wir dir eine Internetseite, wo du dir Inspiration beim kindgerechten Servieren der Mahlzeiten einholen kannst.

Falls dein Kleinkind über einen längeren Zeitraum wenig bis gar nicht isst und Mahlzeiten verweigert, solltest du die Kinderarztpraxis aufsuchen, um einen Nährstoffmangel und Folgeschäden zu vermeiden und mögliche andere Ursachen abklären zu lassen.

Größen mit 20 Monaten – Mädchen und Jungen

20 Monate altMädchen Jungen
Gewicht8 bis 14 kg9 bis 14 kg
Körpergröße77 bis 88 cm79 bis 90 cm
⌀ Kleidergröße86/9286/92
⌀ Mützengröße50/5150/51
⌀ Schuhgröße2323

*Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind gerundete, weltweite Durchschnittswerte der WHO. Sie umfassen die fünf Perzentilen – 94 Prozent der Kinder lassen sich dort einordnen. Wenn sich dein Kleinkind stets unterhalb oder oberhalb der Spanne bewegt, ist bestimmt alles okay. Falls du dennoch verunsichert bist, sprich es am besten bei der nächsten U-Untersuchung oder ärztlichen Kontrolle an.

Von Eltern zu Eltern: Tipp des Monats

Falls dein Kleinkind aktuell ganz ungern seine Zähne putzt und das Zähneputzen zum täglichen Kampf wird, haben wir hier einige Kniffe für dich:

  • Gemeinsam mit deinem Kind eine Zahnbürste und Zahnpasta aussuchen
  • Das Zähneputzen ganz unaufgeregt über Nachahmen von Eltern und Geschwistern anregen
  • Zahnputzlieder auf Youtube nutzen: „So lange das Lied läuft, putzen wir. Wenn das Lied endet, spucken wir die Zahnpasta aus!“
  • Beim Rollenspiel mit Kuscheltieren/Puppen das Spiel „Zähne putzen“ vorschlagen.
  • Eine Handpuppe nutzen. Sie darf die Zahnbürste halten und auch gern etwas dazu erzählen oder singen.
  • Eine Geschichte um das Zähneputzen bauen. Beispiele:
    1. Die Zahnpasta ist die „Zaubercreme“, mit deren Hilfe sich Wünsche erfüllen, wenn man sie auf die Zähne aufträgt.
    2. Oder den kleinen Zahn Abenteuer erleben lassen.

Unsere Ideenkiste für Eltern

Kinderbuch zum Thema „Verdauung“

Mithilfe dieses süßen Buches lernt dein Kind alles über die Verdauung. Jegliche Fragen werden auf spielerische Art und Weise behandelt und enttabuisiert, für einen selbstbewussten Umgang mit den eigenen Körpervorgängen.

Baby 20 Monate - Buchtipp Kackofant

„Das Auge isst mit!“ – Inspirationen

Auf Pinterest findest du einige Ideen, wie du das Essen deines Kindes anrichten kannst, um die Mahlzeit spielerischer zu gestalten. Wir sind gespannt, was für Tiere, Gesichter und Bilder du mit deinen Mahlzeiten demnächst zaubern wirst!

Baby 20 Monate - Essensideen für Kleinkinder auf Pinterest

Selbstbewusste Kinder großziehen

Indem du mit Hintergrundwissen dein Kind achtsam in seinem Wachstum begleitest, wird es Selbstbewusstsein entwickeln können. Dieses Buch gibt dir die nötigen Informationen dazu und schildert anregende Beispielsituationen aus dem Alltag.

Baby 20 Monate - Buchtipp Achtsame Kommunikation

Seifenblasen selber machen!

Wenn das Wetter es zulässt, schnappt euch Seifenblasen und geht hinaus in die Natur! Hier haben wir ein kostengünstiges und nachhaltiges Seifenblasenrezept für zu Hause für dich (unter dem Bild). Viel Spaß mit den Seifenblasen!

Baby 20 Monate - Seifenblasen Rezept

Das Rezept für Seifenblasen:

250 ml destilliertes Wasser, 4 Esslöffel nachhaltiges Spülmittel, einige Tropfen Speiseöl, 10 Min ruhen lassen, fertig!

Häufige Fragen

Wie fördere ich das Selbstbewusstsein meines Kindes?

Das Wort Selbstbewusstsein setzt sich aus den beiden Begriffen „Selbst“ und „Bewusstsein“ zusammen. Also: Der Mensch, der sich seines inneren Bildes von sich sowie seiner Fähigkeiten, Stärken und Schwächen bewusst ist, ist selbstbewusst. Als Eltern wünscht man sich häufig nichts sehnlicher, als ein selbstbewusstes Kind großzuziehen. Dein Kleinkind wird aber nicht nur dadurch selbstbewusst, weil du es dir wünschst, sondern es muss sich dieses Selbstbewusstsein von innen heraus aneignen. Im Folgenden haben wir dir einige Tipps zusammengestellt, wie du die innere Selbstbewusstseins-Entwicklung deines Kindes fördern kannst.

  1. Selbstbewusstsein durch Selbstwirksamkeit: Selbstbewusstsein eignet sich das Kind über Erfahrungen an, in denen es sich selbstwirksam erlebt. Verschaffe deinem Kind also so viele unterschiedliche Selbstwirksamkeits-Erfahrungen wie möglich. Dies tust du, indem du die Freispiel-Zeiten in eurem Alltag an erster Stelle setzt. Neben der terminfreien Zeit bei euch zu Hause eignen sich dafür besonders Ausflüge in die Natur, in Wälder, Parks und auf den Spielplatz (Largo, 2016, S. 24).
  2. Selbstbewusstsein durch Eigenständigkeit: Indem du dein Kleinkind so viel wie möglich für sich selbst entscheiden lässt, umso selbstbewusster wird es. Es lernt, dass es eine Wahl hat und dass seine Meinung zählt (Largo, 2016, S.121 ff.). Bei einem 20 Monate altem Kleinkind unterstützt du die Eigenständigkeits-Entwicklung am besten, indem du es im Alltag regelmäßig zwischen zwei Optionen wählen lässt: Banane oder Apfel? Spielplatz oder Park? Teddy oder Schnuffeltuch? Türmchen bauen oder Lesen? Ball werfen oder Spielzeug holen?
  3. Vorbereitete Umgebung, die eigenständiges Handeln fördert: Außerdem förderst du das Selbstbewusstsein deines Kindes, indem du die häusliche Umgebung so vorbereitest, dass es so viel wie möglich eigenständig entscheiden und handeln kann. Dies fängt beim Kinderzimmer an und endet beim Essen (eigener Löffel, leichtes Geschirr, was das Kleinkind selbst zum Tisch tragen kann, alle Dinge im Kinderzimmer sind auf Augenhöhe, leichter Kita-Rucksack).
  4. Selbstbewusstsein durch Vertrauen: Du darfst deinem Kleinkind mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten vollends vertrauen (Largo, 2016, S. 104). Es spürt nämlich ganz genau, ob du ihm bestimmte Handlungen zutraust, oder ob du Angst hast, dass deinem Kleinkind etwas zustoßen könnte/es Tätigkeiten alleine nicht schafft. Reflektiere dich hier einmal selbst in den Momenten, in denen dein Kind Handlungen selbst ausführen möchte und du es dabei unterstützt.

Mein Kind ist 20 Monate alt und weint sehr viel. Was kann ich tun?

Wenn ein Kind im Alter von 20 Monaten sehr viel weint, ist das in erster Linie nichts Ungewöhnliches. Sicherlich erfordert dieser Zustand von dir als Elternteil sehr viel ab und du möchtest in keiner Weise, dass es deinem Liebling schlecht geht oder dass er dauerhaft traurig ist. Doch das Weinen an sich, ist ein Zeichen dafür, dass dein Kind in der Lage ist seine Stimmungslage zu äußern und vor dir zu offenbaren. Das Gefühl „Trauer“ ist ebenso wie „Freude“ eines der vielen Emotionen der menschlichen Gefühlspalette, welche allesamt zum Leben dazugehören.

Was du als Elternteil aktiv tun kannst ist, deinem Schatz Zuwendung, Geborgenheit und Nähe zu schenken, wenn er weint. Wenn dein Kleinkind schon ein ausgereiftes Sprachverständnis hat, kannst du es fragen, was es benötigt und warum es so traurig ist. Beobachte dein Kind, wenn es zu weinen beginnt und frage dich, was die Auslöse-Situationen der Trauer sein könnten.

Sicherlich solltest du als Elternteil gezielter Ursachenforschung betreiben, wenn dein Kind langfristig, nachhaltig und ohne sofort ersichtlichen Grund sehr viel weint und es selbst oder der Familienalltag dadurch belastet wird. Im Zweifel lohnt es sich immer, hier ärztlichen Rat einzuholen, um mögliche körperliche Schmerzen deines Schatzes sowie eine mentale Belastung ausschließen zu können.

Welchen Schub hat mein Kind im Alter von 20 Monaten?

Im Alter von 20 Monaten gibt es keinen zeitlich festgesetzten Entwicklungsschub (auch Sprung genannt), sondern die Entwicklung deines Kleinkindes besteht dann aus den im Artikel beschriebenen, einzelnen Meilensteinen, wie der Ich-Entwicklung, der Gefühlsachterbahn, dem „Nein“-Sagen und dem Einsetzen der Autonomiephase (Trotzphase). Was du derzeit vielleicht zusätzlich wahrnimmst, ist der große Wachstumsschub deines Kindes, der sich jetzt mitunter deutlicher zeigt, als in den Monaten zuvor (siehe Größen-Tabelle).

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Haben dir unsere Hinweise zum 20. Monat deines Kleinkindes geholfen? Wie ist es bei deiner Tochter/deinem Sohn? Hast du etwas, das du mit uns teilen möchtest? Dann hinterlasse uns gern einen Kommentar!

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Quellen

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