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Baby bzw. Kleinkind - 14 Monate

Dein Kleinkind mit 14 Monaten: Ernährung, Trotzphase und Schlafen

Dein Kleinkind nimmt im Alter von 14 Monaten (1 Jahr und 2 Monate) seine Umwelt immer deutlicher wahr. Außerdem bekommt es ein Gefühl für eigene Bedürfnisse: Es weiß jetzt vermutlich ganz genau, was es braucht und möchte, besonders beim Essen. Welche weiteren spannenden Meilensteine in diesem Lebensmonat deines Schatzes auf dich warten könnten, verraten wir dir im folgenden Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Womöglich lernt dein Kind mit 14 Monaten immer mehr. Es saugt alles um sich herum auf wie ein Schwamm.
  • In dieser Zeit kann es sein, dass sich die Autonomiephase/Trotzphase anbahnt und das Kind einen eigenen Willen entwickelt und auch zeigt.
  • Teilweise haben Kinder mit 14 Monaten ein höheres Schlafbedürfnis oder einen schlechteren Schlaf.
  • Das Essen nimmt jetzt vermutlich einen großen Stellenwert für dein Kind ein: Es möchte selbst entscheiden, wie, was und womit es isst.
  • Die Neugierde deines Lieblings birgt mitunter häusliche Gefahrenquellen. Wenn du die Wohnung kindersicher gestaltest, bist du auf der sicheren Seite.
  • Eventuell wachsen Haare und Zähne jetzt schneller.
  • Im Alter von 14 Monaten ist es möglich, dass sich entweder die Motorik oder die Sprache stark entwickelt und der jeweils andere Bereich (kurzzeitig) stagniert.
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Die Entwicklung des Kleinkindes mit 14 Monaten

„Hallo Mama, hallo Papa! Jetzt bin ich schon im 14. Monat und lerne jeden Tag viele neue Dinge dazu! Im Moment beobachte ich genau, was ihr esst. Deswegen will ich mein Essen nicht mehr essen, sondern eures. Außerdem kann ich jetzt schon ‚Nein!‘ sagen und mache das auch mit Freude.“

Die Entwicklung deines Fast-noch-Babys im 14. Monat ist womöglich geprägt von der Ausbildung des eigenen Willens, dem Fortschritt des individuellen Wortschatzes sowie der Beschäftigung mit Essen und Trinken. Dein Kind beginnt vielleicht damit, so viel wie möglich alleine machen und entscheiden zu wollen, insbesondere wenn es um das Essen geht. Außerdem könnten sich im 14. Monat schon erste Anzeichen für die kommende Autonomiephase zeigen.

Spielverhalten

„Guck, guck, Mama, ich verstecke mich hinter meiner Hand! Und schau mal hier, meine Bauklötze! Damit habe ich ein Türmchen gebaut!“

Das Spielverhalten des „Nachahmens“ lässt auch im 14. Monat nicht nach. Womöglich erkundet dein Kind neugierig und aufmerksam weitere Spielmöglichkeiten und Gegenstände in seiner Umwelt. Durch seinen vielleicht schon wachsenden Wortschatz zeigt dein Kind dir sein Spielzeug. Es macht Geräusche, Laute oder Worte, die es damit verbindet. Vor allem Dinge, die Mama und Papa ebenfalls benutzen, sind jetzt spannend. Das interessanteste Spielschema für deinen Schatz heißt aktuell „Versuchen“.

Achte daher darauf, dass dein Baby mit wachsender Handlungsfähigkeit nicht Haushaltsreiniger (Putzmittel oder Ähnliches mit für Kinder gefährlichen Inhaltsstoffen) in die Hände bekommt. Auch Steckdosen, Türen und Treppen können für ein neugieriges, laufendes Kleinkind schnell zur Gefahrenquelle werden. Kindersicherheit ist hier das A und O. Sobald dein Baby in der Lage ist sich aufzurichten, solltest du beispielsweise kontrollieren, ob es die Schnüre eurer Fenster-Rollos erreicht. In diesen kann es sich im schlimmsten Fall mit dem Hals verfangen. Wenn du also viele Dinge in eurer Wohnung kindersicher positionierst und vorbereitest, bist du auf der sicheren Seite. Für Notfälle: Habe die Nummer der Notrufzentrale (112) und des Giftnotrufs auf der Schnellwahltaste eures Telefons.

Sozialverhalten und emotionale Intelligenz

„Heute auf dem Spielplatz waren auch andere Kinder. Hast du gesehen, wie ich mit ihnen gespielt habe?“

Gleichaltrige Kinder und Spielgefährten werden ab dem 14. Monat für Kleinkinder womöglich immer interessanter. Auch hier beginnt dein Kleinkind vielleicht, andere Kinder oder Erwachsene (wie aus der Tagesbetreuung) nachzuahmen und mit ihnen zu interagieren.

Vielleicht hast du außerdem folgende Frage: „Kann es sein, dass mein 14 Monate altes Kind schon in der Trotzphase ist?“ – Wir machen es kurz: Ja! Die Autonomiephase (früher Trotzphase genannt) beginnt zwar offiziell erst mit 2 Jahren, es kann dennoch gut möglich sein, dass die Willens-Entwicklung deines Kindes erste Anzeichen zeigt. Vielleicht hörst du im Moment öfter „Nein“ von deinem Kind oder es reagiert auf Alltägliches aggressiv oder wütend.

Falls dies so sein sollte: Mach dir keine Sorgen. Die Autonomiephase ist eine relevante Zeit im Leben deines Kindes. Dein Baby entwickelt im Rahmen dieser Phase seine Ich-Identität, um sich seiner eigenen Wünsche, Bedürfnisse und seines Willens bewusst zu werden.

Was für die Autonomiephase/Trotzphase wichtig ist:

  • Biete Alternativen & Hilfe: wenn dein Kind frustriert ist und schreit, weil ihm etwas nicht sofort gelingt, biete deine Hilfe an und akzeptiere, wenn dein Kind diese nicht möchte.
  • Lenke dein Kind möglichst nicht von seiner Wut ab. Durch Medien oder Ähnliches wird es zwar äußerlich ruhiger, aber es nimmt seine eigenen Gefühle dann nur noch eingeschränkt wahr und lernt nicht, mit ihnen umzugehen.
  • Nimm die Reaktionen deines Kindes nicht persönlich! Dass dein Kind nun vielleicht „Nein“ sagt oder seine Wut lautstark preisgibt, hat nichts mit dir persönlich oder deiner Erziehung zu tun. Im Gegenteil: Dein Kind fühlt sich bei dir so sicher und geborgen, dass es ihm viel leichter fällt, seine Emotionen zu teilen.
  • Überdenke eure Zeit- und Alltagsplanung. Dein Kind benötigt aktuell vermutlich mehr Zeit für bestimmte Alltagsabläufe. Außerdem ist es so sehr mit dem Aufschnappen neuer Lernerfahrungen beschäftigt, dass dies im Augenblick Vorrang hat. Daher raten wir dir, dass du aktuell möglichst wenig Termine in euren Alltag einbaust. Teilweise hilft es schon, genügend zeitlichen Freiraum zwischen mehreren Tagesaktivitäten zu haben.
  • Lass deine eigenen Gefühle raus. Finde einen für dich richtigen Weg, all das, was du fühlst, herauszulassen. Zeige dies ebenfalls offen vor deinem Kind und benenne es. Wenn dein Kind anhand deines Vorbilds spürt, dass es in Ordnung ist, Gefühle zu äußern, kann es sich über die Nachahmung ein stabiles Wertefundament für den eigenen Umgang mit Emotionen bilden.
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Motorik

„Schau mal, was ich schon kann! Balancieren, festhalten an der Wand, ganz schnell Krabbeln, mich drehen oder mit den Beinen Schritte machen! Das macht so viel Freude!“

Dein Baby probiert seine Bewegungsfähigkeit im 14. Monat vermutlich aus eigener Motivation heraus (auch: intrinsische Motivation) immer weiter aus. Frustration und Erfolgserlebnisse wechseln sich ab. Freudig erkundet es seine Füße und Beine. Es versucht immerzu, welche Bewegungen jetzt möglich sind und welche noch nicht. Weil es euch als Eltern nun nachahmen kann, orientiert es sich dabei auch an euren Bewegungen.

Sprachentwicklung

„Da, Mama, Papa, Oma, Opa, Ball, Nein… Ich kann schon eine ganze Menge Worte sprechen oder Laute machen und nutze das auch!“

Dein Liebling entdeckt im 14. Monat vermutlich sein Sprachorgan immer mehr, entweder über Laute oder einzelne Wörter. Womöglich sucht es aktiv deine Aufmerksamkeit, wenn es mit dir spricht. Es wartet auf deine Reaktion.

Wir empfehlen: Sprich weiterhin klar, liebevoll und deutlich mit deinem Kind und gehe auf die Kommunikationsversuche ein. So fühlt sich dein Baby in seiner Art zu kommunizieren sofort ernst genommen, und es spürt, dass seine Stimme relevant ist. Gemeinsam Bilderbücher anzusehen, kann die Sprachentwicklung unterstützen.

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Geistige Entwicklungsschritte

„Mein Spielzeug ist so spannend! Wusstet ihr, dass man ein großes Förmchen mit Sand gar nicht mehr hochheben kann, weil es so schwer ist?“

Dein Kind erlebt im Alter von 14 Monaten seines Lebens wichtige Erfahrungen, die es handlungsfähig machen. Um diesen Prozess zu bestärken, empfehlen wir, regelmäßig auf Spielplätze oder die Natur zu gehen und das Kind mit Natur- und Alltagsmaterialien (wie leere, ausgespülte Butterdosen) spielen zu lassen. Über diese Eindrücke sammelt dein Kind die unterschiedlichsten Erfahrungen für Kopf und Körper. Und diese sind wichtig für das Gefühl der Selbstwirksamkeit („Ich kann selbst etwas erreichen!“) und die Selbstentfaltung („All das kann ich sein.“).

Wenn du magst, kannst du deinem Kleinkind auch Papier und Stifte anbieten. Einige Kinder können mit 14 Monaten schon einen Stift halten. Selbst, wenn dies nicht auf dein Kind zutrifft: Die Beschäftigung mit den Materialien schult die Geduld, die Frustrationstoleranz, die Kreativität sowie die Feinmotorik deines Kindes. Bei Amazon gibt es spezielle Stifte, die dafür geeignet sind. Du findest sie weiter unten in der Ideenkiste.

Von Eltern zu Eltern: Unser Tipp des Monats

Da im 14. Monat so viele Entwicklungsschritte anstehen, ist es gut möglich, dass dein Kind entweder bei der Motorik oder der Sprachentwicklung deutliche Fortschritte macht. Der andere Bereich könnte dann aus deiner Sicht etwas zu kurz kommen.

Das ist völlig normal, mach dir keine Sorgen! Jedes Kind sucht sich nach einem „Sprung“ erst einmal das Spielfeld aus, in dem es seine neuen Fähigkeiten ausprobieren möchte. Schon allein deshalb lohnt es sich nicht, Kleinkinder zu vergleichen. Nur wenn dein Kleines kaum Laute von sich gibt oder motorisch mehrere Monate weit hinterher scheint, solltest du es bei der nächsten Vorstellung in der Kinderarztpraxis ansprechen.

Die Grundbedürfnisse

Schlafen

„Ich bin müde, aber ich kann einfach nicht einschlafen. Alles in mir ist unruhig!“

Im 14. Monat sind sowohl der Mittagsschlaf als auch der Nachtschlaf wichtig, damit dein Liebling zur Ruhe kommen und Kraft für seinen Forscherdrang sammeln kann. Dein Kind wird also aktuell vermutlich ein höheres Schlafbedürfnis haben. Gleichzeitig kann es sein, dass es nicht zur Ruhe kommt und schlecht bis gar nicht schläft, weil es so aufgeregt ist. Seine Frustrationstoleranz und sein Durchhaltevermögen sind durch den möglichen Schlafmangel zusätzlich gefordert. Das entlädt sich dann mitunter in emotionalen Ausbrüchen – völlig normal und entsprechend der Entwicklung im 14. Monat. Versuche darauf zu achten, dass du in die Alltagsplanung möglichst viel Freiraum für einen ausgedehnten Mittagsschlaf und einen langen Nachtschlaf einbaust.

Vergiss dich aber selbst nicht dabei. Wenn das geht, sprich dich mit deinem Partner ab, wie ihr euch gegenseitig bestmöglich entlasten könnt und selbst zum Schlafen kommt. Ansonsten empfehlen wir dir: Sei präsent, aufmerksam und schenke deinem Kind Nähe. Diese Phase geht vorbei. Habe immer im Hinterkopf, wie wichtig sie für die Entwicklung deines Kleinkindes ist.

Die Verdauung

„Mein Bauch grummelt und ich bin ganz unzufrieden. Was kann das nur sein?“

Eventuell kann das Probieren von neuen, verschiedenen Lebensmitteln Verstopfungen, Unregelmäßigkeiten oder Durchfall hervorrufen. Falls dieser Zustand länger anhalten sollte, suche ärztlichen Rat bei der Kinderarztpraxis. Ansonsten musst du dir keine Sorgen machen: Dies kann auf das wachsende Interesse deines Schatzes für Nahrung zurückzuführen sein, worauf wir im Folgenden eingehen werden.

Essen & Trinken

„Ich will alleine essen und vor allem nicht das, was ihr mir gebt!“

Der Entwicklungsfokus des 14. Lebensmonats liegt oft auf der Ernährung, die wiederum die Verdauung beeinflusst. Dein Liebling möchte vielleicht gar nichts mehr von dem essen, was du anbietest. Oder er möchte etwas anderes und besonders selbstständig essen. Viele Kinder äußern das laut und deutlich.

Vermutlich will dein Kleinkind sein Besteck nur noch selbst festhalten, ebenso wie den Becher. Große Wasserpfützen, endlose Wäscheberge und viele Kleckereien können aktuell die Folge für dich sein. Bleibe daher geduldig und bedenke, wie kostbar es ist, dass dein Kind seinen Willen entwickelt. Die intensive Auseinandersetzung mit seinem Essen und dem „Nein“ und „Ja“ zum Essen ist hierbei nicht vermeidbar.

Wie du den Entwicklungsbereich „Essen“ als Elternteil begleiten kannst:

  • große, lange Lätzchen/Oberkörperlätzchen für dein Kind verwenden, damit du dir etwas Arbeit ersparst
  • Kindergerechtes Geschirr (kleine Löffel, kleine Gabel, kleines Messer mit bunten Motiven oder Tieren darauf) verwenden
  • einen Trinklernbecher für Getränke anbieten. So kann dein Kind wenig verschütten und sich dennoch ausprobieren, Dinge alleine zu tun
  • Essen in Regenbogenfarben anbieten: Gurke, Heidelbeeren, Ananas, Tomate, Karotte, Banane: je bunter und vielfältiger, desto ansprechender
  • Das Kind verschiedenes Essen probieren lassen
  • Dem Kind eine Auswahl an Lebensmitteln anbieten
  • Genügend Zeit für die Mahlzeiten im Alltag einplanen
  • Bedenke: Essen soll und darf Freude machen!

Größen mit 14 Monaten – Mädchen und Jungen

14 Monate altMädchen Jungen
Gewicht8 bis 12 kg8 bis 12 kg
Körpergröße71 bis 82 cm73 bis 83 cm
⌀ Kleidergröße80/8680/86
⌀ Mützengröße50/5150/51
⌀ Schuhgröße2020

*Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind gerundete, weltweite Durchschnittswerte der WHO. Sie umfassen die fünf Perzentilen – 94 Prozent der Kinder lassen sich dort einordnen. Wenn sich dein Kleinkind stets unterhalb oder oberhalb der Spanne bewegt, ist bestimmt alles okay. Falls du dennoch verunsichert bist, sprich es am besten bei der nächsten U-Untersuchung oder ärztlichen Kontrolle an.

Gut zu wissen: In diesem Lebensmonat kann es außerdem passieren, dass die Haare auf dem Kopf deines Babys kräftiger wachsen und sich langsam eine kleine Haarpracht entwickelt – der Babyflaum weicht. Teilweise bilden sich in diesem Zeitraum auch die Zähne, die man „Milchmahlzähne“ nennt. Bei manchen Kindern stoßen jetzt die vorderen Backenzähne durch (1. Milchmolaren).

Unsere Ideenkiste für Eltern

Wir haben dir ein paar Produkte zusammengestellt, die dich im 14. Monat deines Kleinkindes bestmöglich unterstützen können.

Kindergerechtes Geschirr

Hier isst nicht nur das Auge mit: Dein Kleinkind kann durch die klare Verteilung der einzelnen Nahrungsmittel entscheiden, wann es was und wie essen möchte. So entwickelt es sich mithilfe des Geschirrs geistig und emotional weiter.

Ungiftiges bambus-Essgeschirr für Kleinkinder im 14. Monat
Buchempfehlung für Erwachsene

Mithilfe dieses Buches kannst du eine Idee davon bekommen, wie die Ernährung deines Kleinkindes möglichst ausgewogen und ansprechend sein kann. Es enthält viele gesunde Rezepte, die lecker und gleichzeitig nahrhaft sind.

Schönes Kochbuch für Kleinkind-Gerichte im 14. Monat
Stifte für Kleinkinder

Um die Feinmotorik und Kreativität deines Kindes auf spielerische Weise anzusprechen, kannst du ihm diese Stifte anbieten. Sie lassen sich gut greifen und festhalten. Außerdem haben sie einen fairen Preis.

Malstifte für 14 Monate alte Kinder, die sich gut greifen lassen
Kostenloses aus dem Alltag

Bei einem ausgiebigen Spaziergang in der Natur finden sich allerlei Schätze: Sammelt diese Naturmaterialien und nehmt sie mit nach Hause. Dein Kind hat jetzt verschiedenste Spielmaterialien, aus denen etwas Tolles entstehen kann.

Kleinkind 14 Monate hält Kastanie hoch

Häufige Fragen

Wie kann ich mein 14 Monate altes Kind beschäftigen?

Dein 14 Monate altes Kind ist in dieser Phase seines Lebens sehr interessiert an neuen Lernerfahrungen jeglicher Art. Wir haben dir eine Liste mit Beschäftigungen zusammengestellt, die nicht nur Freude machen, sondern dein Kind auch spielerisch fördern und seine Neugierde unterstützen:

  • Schals und Tücher in einer offenen Box anbieten (schult die Sensomotorik des Kindes)
  • Türmchen bauen mit Gegenständen des Alltags wie leeren Tupperdosen
  • den Fuß deines Lieblings gemeinsam mit Farbe bemalen und einen Fußabdruck auf Papier oder an die Wand des Kinderzimmers machen
  • größere Holzperlen unter Aufsicht auf Kordeln auffädeln und daraus Ketten oder Ähnliches basteln
  • aus Mamas und Papas Tischdecken Höhlen bauen
  • dem Kleinkind einen Schneebesen und Töpfe anbieten – das macht nicht nur herrlich Krach, sondern schult auch noch die Selbstwirksamkeit
  • erste Rollenspiele: Spielerisch Tiergeräusche machen und auf die Reaktion des Kleinkindes warten

Welchen Schub hat mein Kleinkind mit 14 Monaten?

Wahrscheinlich befindet sich dein Kleinkind im 14. Monat nicht in einem Schub (auch „Sprung“ genannt), sondern genau dazwischen. Etwa im 15. Monat (64. Woche) würde der 9. Sprung folgen (stellen wir im nächsten Entwicklungsmonat umfassender vor). Es lernt im 15. Monat zum Beispiel, dass man, um einen stabilen Turm zu bauen, den größten Bauklotz ganz nach unten legen sollte. Im 8. Sprung im 13. Monat (55. Wochen Sprung) hatte dein Kind „Programme“ kennengelernt und geübt, bestimmte Handlungsabläufe nachzuahmen und abzuändern.

Es kann also gut möglich sein, dass sich dein Kleinkind aktuell zwischen beiden Phasen befindet und daher eher reizbar, unausgelastet oder unzufrieden agiert, was dich als Elternteil mehr fordern könnte. Mach dir bewusst, dass die Sprünge zur Entwicklung deines Kindes dazu gehören und dass das Schöne an Phasen ist, dass sie auch wieder vorbeigehen.

Mein Kind ist 14 Monate alt und schläft nicht/schläft schlecht. Was kann ich tun?

Erst einmal möchten wir dir sagen: Du darfst stolz auf dich sein! Was du trotz dauerhaftem Schlafentzugs täglich für dein Kleinkind und euer Leben leistest, ist bemerkenswert. Dennoch löst es nicht dein Problem. Warum ein Kind nicht oder nur schlecht schläft, ist pauschal schwierig zu beantworten. Häufig ist es eine Kombination aus inneren und äußeren Faktoren (aktueller Entwicklungsschub, Stressfaktoren, unerkannte Schmerzen, Albträume, innere Angespanntheit usw.). Die Dichte an Entwicklungsschritten, die dein Kind im Alter von 14 Monaten durchlebt, sollte nicht unterschätzt werden. Auch sie kann zu schlechtem Schlaf führen.

Was du tun kannst: Schenke deinem Kind weiterhin Nähe, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Begleite es liebevoll in den Schlaf und entwickle Einschlafrituale (Vorlesen, Singen …). Habe Geduld, falls diese Schlafprobleme erstmalig auftreten, denn dann sind sie vermutlich nur eine Phase, die vorbeigeht. Falls diese Probleme schon seit Monaten bestehen, suche in jedem Fall Hilfestellung bei einer Kinderärztin/einem Kinderarzt und lass dich dort beraten. Eventuell kann das Fachpersonal dort eine Diagnose stellen und dich über weitere Hilfsangebote informieren.

Von „Schlafstörungen“ spricht man erst, wenn das Kind über 12 Monate alt ist und das Schlafproblem wiederkehrend, regelmäßig und langfristig anhält. Wenn das bei euch der Fall ist und dieser Zustand eure Familie und das Kind nachhaltig belastet, können wir dir folgende Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für eine zügige Unterstützung und Entlastung eures Familienalltags empfehlen.

Mein Kind ist 14 Monate alt und spricht nicht. Was kann ich tun?

Erst einmal wollen wir dir hier den Druck nehmen: Dass dein Kind mit 14 Monaten noch nicht spricht, ist weder ungewöhnlich noch bedenklich. Kinder entwickeln sich in ihrem individuellen Tempo. So kann es sein, dass dein Kind motorisch sehr weit entwickelt ist und dafür in anderen Entwicklungsbereichen (ausschließlich statistisch gesehen) langsamere Fortschritte erzielt. In der Regel sprechen Kinder im Alter von 14 Monaten neben „Mama“ und „Papa“ etwa 2-10 weitere Wörter, das Sprachverständnis liegt deutlich höher, nämlich bei 100-200 Wörtern oder Aufforderungen/Fragen. Bei anderen Kleinkindern im 14. Monat sind es keine bis wenig gesprochene Worte oder schon bis zu 50. Wie du siehst, die Abweichungen sind hier enorm und sehr individuell.

Was du tun kannst: Sprich weiterhin klar, deutlich und mit Augenkontakt mit deinem Liebling. Vermeide „Kindersprache“ (umgangssprachlich) wie „Wau Wau“, sondern benenne alle Dinge und Gegebenheiten mit ihrem tatsächlichen Namen. So lernt dein Kind über sein Sprachverständnis direkt die richtigen Begriffe. Sei geduldig und setze dein Kind nicht unter Druck. Es ist gerade noch mit etwas anderem beschäftigt. Ein verzögerter Sprachbeginn ist kein Indikator für eine Spracherwerbsstörung. Solltest du diesen Zustand ärztlich abklären lassen wollen, besprich dein Anliegen mit einer Ärztin/einem Arzt.

Benötigst du zusätzlich einen Überblick über die regulären Entwicklungsschritte deines Lieblings? Dann kann dir der Entwicklungskalender, dieser Infoseite der „stiftungNetz“ helfen. Hier sind die einzelnen Schritte der Entwicklungsbereiche nach dem Lebensjahr des Kindes sortiert und mögliche Auffälligkeiten benannt.

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Mein Kind ist 14 Monate alt und läuft nicht. Was kann ich tun?

Auch hier können wir dich beruhigen, das ist nicht ungewöhnlich. Manche Kinder benötigen mehr Zeit, um das Laufen zu erlernen, andere weniger. Vielleicht hat dein Kind noch nicht alle Reifungsprozesse zwischen Muskulatur, Knochen und Gehirn abgeschlossen, die es benötigt, um sich vorwärtszubewegen.

Was du tun kannst: Ermögliche deinem Liebling in erster Linie Erfahrungen jeglicher Art! Gehe mit ihm an die frische Luft, auf Spielplätze oder nutze eine große Krabbeldecke, auf der du sein Spielzeug verteilst. Die größte Entwicklungsförderung für das Baby ist das Spiel. Schon ein unebener Boden, über den es zu krabbeln gilt, schafft verschiedenste Erfahrungswerte. Über diese lernen Kinder, was wiederum ihre Selbstwirksamkeit bestärkt.

Das Kleinkind soll und darf seinen Körper ausprobieren. Ansonsten können wir dir von Herzen empfehlen, mit deinem Kleinkind zu einem Krabbelkurs oder Bewegungskurs (wie nach der Pikler-Pädagogik) für Kleinkinder in deiner Nähe zu gehen. Hier sind dem kindlichen Spiel und dem Ausprobieren keine Grenzen gesetzt. Außerdem bildet sich in solchen Kursen ein erstes Verständnis von sozialer Interaktion.

Haben dir unsere Hinweise zur Ernährung, zur Trotzphase und zum Thema Schlaf im 14. Lebensmonat deines Kindes geholfen? Hast du etwas, das du mit uns teilen möchtest? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar!

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Quellen

  • Graf, Danielle, Seide, Katja (2016). Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Der entspannte Weg durch Trotzphasen (12. Auflage 2017). Weinheim Basel: Verlagsgruppe Beltz.
  • Hetty van de Rijt, Frans X. Plooij, Xaviera Plas-Plooij: Oje ich wachse!: Von den 10 „Sprüngen“ in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können. Mosaik Verlag, überarbeitete Neuausgabe (27. Mai 2019)
  • Largo, Remo H. (2016). Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren (18. Auflage). München/Berlin: Piper Verlag GmbH.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2022): Entwicklung. https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/entwicklungsschritte/ (abgerufen am 28. Juni 2022)
  • World Health Organisation (2022): The WHO Child Growth Standards. https://www.who.int/toolkits/child-growth-standards/standards (abgerufen am 23. Juni 2022)
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