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Ratschläge anderer, mit Ratschlägen umgehen

Wie geht man am besten mit ungewollten Ratschlägen anderer um?

Sicher kennst du das auch: Alle anderen scheinen immer ganz genau zu wissen, was dein Baby gerade benötigt! Selbst wildfremde Menschen schmettern dir ihre Ratschläge entgegen – ob du willst oder nicht. Vor ungewollten Ratschlägen bist du als Mama nie gefeit. Wir haben ein paar hilfreiche Strategien für dich, wie du mit ungebetenen Ratschlägen am besten umgehst!

Kürzlich haben wir einen Artikel zum Thema Stillen veröffentlicht. Genau genommen ging es um das „Nicht-Stillen“. Also um Mamas, die sich bewusst gegen das Stillen entschieden haben. Direkt nach der Veröffentlichung hagelte es auf unserer Facebook-Seite Kommentare. Denn natürlich hat jeder eine eigene Meinung zu diesem Thema.

Gerade in puncto Babys und Kindererziehung gibt es unzählige solcher kontrovers diskutierten Themen. Impfen: ja oder nein? Vollzeitarbeit: gut oder schlecht? Kita mit 1 oder 3 Jahren? …

Wir Menschen neigen dazu, Dinge in „richtig“ oder „falsch“ einzuteilen und andere zu belehren. Aber: In Erziehungsfragen gibt es keine Patentlösungen, die immer funktionieren. Und es nervt, ständig mit ungewollten Ratschlägen bombardiert zu werden.

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Wenn dir das nächste Mal jemand einen ungewollten Ratschlag um die Ohren haut, bleibe gelassen – und halte dich an eine der folgenden Strategien!

Strategie 1: Führe dir vor Augen, dass Ratschläge in den meisten Fällen gut gemeint sind!

Auch wenn es nervt: Ratschläge sind in erster Linie gut gemeint. Sie entstehen aus dem Bedürfnis, zu helfen. Betrachte sie nicht als Kritik. Und nimm sie nicht persönlich. Dann fällt es dir leichter, damit umzugehen. Fühle dich also nicht angegriffen und reagiere möglichst wertfrei. In etwa so:

„Danke für den Tipp. Ich werde darüber nachdenken.“

Ob du den Rat auch umsetzt, steht auf einem anderen Blatt…

Strategie 2: Lege dir ein Mantra zu!

Mach es wie Buddha: Lege dir ein Mantra zu, das du gedanklich aufsagst, wenn du einen ungebetenen Ratschlag erhältst. Das hilft, gelassen zu bleiben.

Ein paar Beispiele gefällig? Wie wäre es mit:

„Nicht ärgern, nur wundern.“
„Tief in mir bin ich ruhig und gelassen.“
„Ich atme ein und mache mich frei von meinen Gefühlen, ich atme aus und lächle.“

Strategie 3: Bleibe gelassen und denke dir deinen Teil!

Ungebetene Ratschläge führen häufig zu anstrengenden Diskussionen. Lass dich darauf am besten nicht ein. Solche Diskussionen bringen nichts. Sie rauben dir unnötig Zeit und Nerven. Bleibe gelassen und denke dir deinen Teil. Du musst den Ratschlag schließlich nicht umsetzen. Das Motto lautet:

„Du hast recht – und ich habe meine Ruhe…“

Strategie 4: Führe dir vor Augen, dass die Sichtweise des Ratgebers nur eine Sicht der Dinge widerspiegelt!

Wenn jemand einen Ratschlag äußert, ist das nur eine Meinung. Eine Meinung von vielen. Es wird immer Menschen geben, die Dinge anders sehen und anders handhaben. Das ist nicht schlimm. Man muss nicht immer einer Meinung sein. Ein klares Richtig oder Falsch gibt es oftmals nicht – schon gar nicht in Erziehungsfragen. Schließlich ist jedes Kind anders. Am besten reagierst du folgendermaßen auf gut gemeinte, aber einfach nicht passende Ratschläge:

„Danke für den Hinweis. Das mag der beste Weg für euch sein, aber nicht der richtige für unsere Familie.“

Strategie 5: Verdeutliche dem Ratgeber, dass du dir bereits Gedanken gemacht hast!

Um Ratgeber auszubremsen, kannst du sie darauf hinweisen, dass du über die Option, die sie dir aufzeigen, selbst schon nachgedacht hast. Dadurch nimmst du ihnen direkt den Wind aus den Segeln und zeigst, dass du gedanklich bereits einige Schritte weiter bist. Als Beispiel:

„Danke für den Hinweis. Ich hatte diesen Gedanken auch schon, habe ihn aber wieder verworfen.“

Strategie 6: Bleibe freundlich und verweise auf eure Kinderärztin!

Es gibt Menschen, die scheinen alles besser zu wissen – und geizen nicht mit ihren Ratschlägen. Solche besonders penetranten Ratgeber kannst du mit dem Hinweis auf einen echten Fachmann loswerden. In etwa so:

„Interessanter Rat, ich befrage dazu mal unseren Kinderarzt.“

Strategie 7: Zeige deinem Gegenüber die Grenzen auf!

Zugegeben, manchmal ist es schwer, freundlich zu bleiben. Die zuvor aufgezeigten Strategien dienen eher der Deeskalation. Sie eignen sich vor allem für Verwandte, die man um des lieben Friedens willen nicht vor den Kopf stoßen möchte. Deeskalation ist nicht dein Ding? Dann kannst du deinem Gegenüber natürlich auch klar die Grenzen aufzeigen. Weise den Ratschlag ruhig, aber bestimmt zurück:

„Danke, ich komme allein zurecht.“

Strategie 8: Konfrontiere dein Gegenüber mit einer Ich-Botschaft!

Eine Ich-Botschaft spiegelt die eigene Meinung oder die eigenen Gefühle wider. Um jemanden auszubremsen, der dir immer wieder ungewollte Ratschläge gibt, solltest du deine Gefühle mit einer solchen Ich-Botschaft verdeutlichen. Damit bewirkst du, dass der Ratgeber zumindest über sein Verhalten nachdenkt. Bestenfalls merkt er, dass seine ungebetenen Ratschläge fehl am Platz sind. So könnte deine Ich-Botschaft aussehen:

„Ich fühle mich bevormundet, wenn du meine Entscheidungen infrage stellst.“

Strategie 9: Nimm es mit Humor!

Diskussionen sind oft sinnlos und führen zu nichts. Es gibt einfach Menschen, die überall ihren Senf dazugeben müssen und keine andere Sichtweise zulassen. Sicher auch in deinem Bekanntenkreis. Solchen Menschen kommt man mit Argumenten nicht bei. Hier hilft nur Humor:

Suche dir eine Comicfigur aus, die am besten auf den Ratgeber passt. Stelle dir gedanklich ganz lebendig vor, wie der ungewollte Rat mit der typischen Stimme und dem typischen Tonfall aus dem Mund der Comicfigur kommt.

Humor ist manchmal die beste Art, gelassen auf solche Menschen zu reagieren!

Strategie 10: Schreibe den Ratschlag in Gedanken auf einen Spiegel und zerschmettere ihn in deiner Vorstellung!

Es gibt Menschen, die haben nichts Stichhaltiges zu sagen – und geben dennoch ungefragt Ratschläge. Wenn selbst Humor nichts bringt, kannst du dir eine andere Strategie zunutze machen:

Schreibe die überflüssigen Ratschläge in Gedanken auf einen Spiegel. Dann malst du dir aus, wie du diesen Spiegel samt Ratschlägen mit einem großen Hammer in tausend kleine Stücke zerschlägst.

Du wirst überrascht sein, wie gut diese Strategie funktioniert!

Strategie 11: Lass die Ratschläge an dir abprallen!

Es gibt Menschen, die kritisieren gerne – und zwar nur um des Kritisierens willen. Solche Menschen tarnen ihre Kritik als Ratschläge. Diese „Rat-Schläge“ sind jedoch nichts anderes als verbale Ohrfeigen. Oft versuchen Menschen dadurch von eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten abzulenken. Damit stellen sie sich im Grunde selbst ein Armutszeugnis aus.

Solchen Menschen schenkst du am besten keine weitere Beachtung. Manchmal darf und sollte man Ratschläge einfach an sich abprallen lassen.

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Fazit

Ungewollte Ratschläge fühlen sich wie verbale Ohrfeigen an. Aber: In den seltensten Fällen sind sie als Kritik gemeint. Nimm sie nicht persönlich – und lass dich am besten gar nicht erst auf Diskussionen ein. In Sachen Kindererziehung sind die meisten Menschen viel zu festgefahren in ihrer Meinung. Vertraue auf dein Bauchgefühl. Du weißt am besten, was gut für euch ist!

Wie bist du bislang mit ungewollten Ratschlägen umgegangen? Schreib uns deine Strategie gern in die Kommentare!

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Quellen

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