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Mütter & Babys Schlaf

So viel Schlaf verlieren Mamas nach der Geburt im 1. Lebensjahr

Im ersten Lebensjahr des Babys gehört chronischer Schlafmangel bei nahezu allen Mamas zur leidvollen Normalität. Eine Umfrage hat nun herausgefunden, wie hoch dieser Schlafmangel tatsächlich ist. Mehr dazu und weitere Tipps gegen diesen Schlafmangel bekommst du hier.

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Einer britischen Umfrage zufolge verlieren frischgebackene Mamas im ersten Jahr nach der Geburt rund 44 Tage Schlaf. Das sind in etwa 1056 Stunden, die Frauen bis zum Ende des 1. Lebensjahres ihres Babys weniger schlafen. Experten in Deutschland haben festgestellt, dass junge Mütter rund 1 Stunde weniger Schlaf pro Tag bekommen, während es bei den Papas durchschnittlich nur 13 Minuten sind.

Einfach immer nur müde!

“Schon kurz nach dem Aufstehen freue ich mich auf die nächste Gelegenheit, bei der ich mich wieder hinlegen kann. So schön das Leben mit meinem kleinen Wonneproppen auch ist: Seit er vor 3 Monaten auf die Welt kam, habe ich ständig das Gefühl, nicht richtig ausgeschlafen zu sein. Und dabei hatte ich nach den Schlafstörungen in der Schwangerschaft so stark gehofft, dass es damit nun vorbei wäre. Wird das irgendwann besser?”

Die gute Nachricht: Ja, es wird wieder besser. Doch das braucht seine Zeit. In den ersten Monaten nach der Geburt gibt es viele Gründe, warum dein Schlaf zu kurz kommt. Einerseits haben diese etwas mit deinem Baby zu tun. Denn es hat:

  • seinen eigenen Schlafrhythmus noch nicht gefunden.
  • gerade in den ersten Wochen diverse Anpassungsschwierigkeiten an den neuen Tagesrhythmus
  • auch nachts Hunger, Blähungen oder braucht eine neue Windel
  • vielleicht Schmerzen, weil das erste Zähnchen kommt
  • unter Umständen das Bedürfnis nach liebevollen Kuscheleinheiten
  • schlecht geträumt, weil sein kleines Gehirn nach einem anstrengenden oder hektischen Tag die Erlebnisse im Schlaf verarbeitet

Doch deine Schlafstörungen liegen auch oft in dir selbst begründet. Als Mama:

  • ist dein Schlaf weitaus leichter, als noch vor der Geburt, denn dein Körper ist von Natur aus auf Babys Bedürfnisse eingestellt
  • bist du stärkeren Belastungen wie Stress ausgesetzt, was sich oftmals in deiner schlechteren Schlafqualität bemerkbar macht

Im Übrigen hast du nach der Geburt einen besonders leichten Schlaf, weil du und dein Körper von Natur aus auf alles reagiert, was sozusagen von der Norm abweicht. Instinktiv nimmst du Veränderungen wahr. Das können Geräusche und Gerüche sein. Aber auch ein veränderter Atemrhythmus bei deinem Baby kann dich unter Umständen wachmachen.

Wenn nicht nur die Dauer, sondern auch die Qualität leidet …

… wirkt sich das in der Regel sehr negativ auf deine körperliche und geistige Verfassung aus. Denn ein Mangel an erholsamen und ausreichend Schlaf macht dich unter Umständen:

  • nervös
  • unkonzentriert
  • reizbar
  • ungeduldiger
  • depressiv

Zudem kann es sich auch äußerlich bemerkbar machen, dass du zu wenig und zu schlecht schläfst. Von Augenringen bis hin zu ersten Alterungserscheinungen im Hautbild ist alles möglich. Selbst dein Stoffwechsel und dein Immunsystem leiden, denn dein Körper hat einfach nicht genügend Zeit, sich im Schlaf vollständig zu regenerieren.

Schlafmediziner sehen eine Schlafdauer von weniger als 7 Stunden an 3 Tagen in der Woche bereits als chronische Schlafstörung an. Mit einem Baby gelingt es auch nur schwer, den versäumten Schlaf einfach mal durch mehrere lange Schlafphasen wieder aufzuholen. Hinzu kommt die mangelnde Schlafqualität, die sich aus den einzelnen Schlafphasen ergibt. Werden diese zum Beispiel unterbrochen, weil dein Baby weint oder gestillt werden muss, leidet die Qualität.

Was hilft am besten gegen zu wenig Schlaf?

Wie du sicher schon gemerkt hast, bestätigt sich der Spruch “Ein Baby verändert einfach alles!” jeden Tag aufs Neue. In puncto Schlafmangel solltest du:

  • jede ruhige Phase im Tagesablauf deines Kindes nutzen, um selbst auszuruhen oder etwas zu schlafen.
  • die Prioritäten anpassen. Der Haushalt macht sich nicht von allein, aber er reißt auch nicht aus. Also erledige ihn vielleicht später und nicht gerade, wenn Babys Mittagsschlaf ideal ist, um selbst ein Stündchen zu schlafen oder 15 Minuten Powernapping zu genießen.
  • ruhig Hilfe von Freunden und Familienmitgliedern annehmen. Während Oma und Opa deinen kleinen Schatz ausfahren, kannst du dich hinlegen.
  • so oft wie möglich an die frische Luft gehen. Das tut auch deinem Kind gut. Bei dir aber verfliegt die Müdigkeit, der Kreislauf kommt besser in Schwung und du kannst wieder etwas Energie untertags tanken. Yoga-Übungen haben im Übrigen den gleichen Effekt.
  • auf ein besonders üppiges Frühstück verzichten. So lecker es sein mag: Es belastet deinen Körper, was nach einer Nacht mit wenig Schlaf eher kontraproduktiv ist. Besser ist ein leichtes Frühstück.
  • viel trinken, denn dadurch wird dein Stoffwechsel aktiviert und das Immunsystem gestärkt. Bei Kaffee solltest du aber eher maßvoll sein, denn Koffein wirkt ab einer gewissen Überdosierung wie ein Multiplikator bei Gereiztheit und Co.

Hält deine Schlaflosigkeit auch dann noch an, wenn dein Baby schon etwas älter ist und schon super durchschläft, könnten andere Gründe dafür verantwortlich sein. Dann empfiehlt sich das Gespräch mit deinem Arzt, um die wahren Ursachen herauszufinden.

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Fazit

Besonders Mütter von Kindern unter einem Jahr leiden sehr stark unter Schlafmangel. Das ist einerseits nichts Ungewöhnliches, andererseits aber auch nervig. Es ist zwar nur ein schwacher Trost, aber dieser Zustand ist in der Regel kein Dauerzustand. Wichtig ist, dass du früh genug erkennst, dass du mehr Schlaf brauchst und dann auch um Hilfe bittest. Sofern du nicht stillst, kann auch mal dein Partner nachts aufstehen, um Babys Windeln zu wechseln oder ein Schlaflied zu singen.

Leidest du auch unter akutem Schlafmangel, seit dein Baby auf der Welt ist? Was tust du dagegen?

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Quellen

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