Von Anfang an dabei!

Die Entbindung: So läuft die Geburt deines Babys ab

Die meisten Schwangeren sehnen der Entbindung in den letzten Wochen der Schwangerschaft entgegen. Immer beschwerlicher wird der Alltag und immer größer die Lust, das neue Familienmitglied endlich kennenzulernen. Doch wie wird die Geburt wohl ablaufen? Von den ersten Anzeichen bis zur Geburt deines Babys, erklären wir dir alles, was du über die Entbindung wissen musst.

Vorboten der Entbindung

Nachdem sich dein Baby schon in die richtige Position für die Geburt gebracht hat, stellt auch dein Körper sich hormonell auf das bevorstehende Ereignis ein. Dabei kann er mit unspezifischen Veränderungen antworten. Einige davon sind:

  • Abgeschlagenheit: Du fühlst dich wieder müde und alltägliche Tätigkeiten strengen sich an. Vielleicht warst du in den letzten Wochen besonders aktiv mit Vorbereitungen, dieser Aktionismus lässt nun nach und du möchtest dich lieber ausruhen.
  • Schweregefühl: Ein Druck auf den Unterbauch macht sich bemerkbar. Dein Körper fühlt sich schwer und träge.

Nicht alle Schwangeren spüren diese Anzeichen, schließlich ist ihre ganze Schwangerschaft durchzogen von „unspezifischen Veränderungen“.

Die Zeichnungsblutung

Die Zeichnungsblutung oder das Zeichnen zeigt den Beginn der Geburt an. Diese schwache schleimartige vaginale Blutung zeigt sich wenige Tage bis Stunden vor der Entbindung. Sie tritt auf, wenn sich der Schleimpfropf, der während der Schwangerschaft den Muttermund schütz, im Gebärmutterhalskanal löst.

In manchen Fällen tritt die Blutung infolge einer gynäkologischen Untersuchung kurz vor der Geburt auf.

Der Blasensprung

Beim Blasensprung öffnet sich die Fruchtblase, die schützend den Fötus umgibt. Er tritt spontan nach Beginn der Wehen auf und ist ein Zeichen der bevorstehenden Geburt. Ereignet der Blasensprung sich im unteren Teil der Gebärmutter, tritt das Fruchtwasser schwallartig aus. Tritt er am oberen Teil auf, gehen nur Tröpfchen ab.

Manche Frauen hören einen lauten Knall oder Spüren eine Ruptur, wenn die Fruchtblase springt. In der Regel setzen zuerst die Wehen ein. Die Fruchtblase platzt später, wenn der Muttermund sich im Geburtsprozess bereits geöffnet hat und das Baby Druck mechanischen Druck auf sie ausübt.

Der vorzeitige Blasensprung

Du kennst es sicher aus Filmen: Die Schwangere steht gerade an der Supermarktkasse oder befindet sich in einer anderen unpässlichen Situation und just springt ihr ohne Vorwarnung die Fruchtblase. Überall Fruchtwasser – wie peinlich. In Realität kommt das äußerst selten vor.

Öffnet sich die Fruchtblase vor Einsetzen der Wehen, so spricht man allgemein von einem vorzeitigen Blasensprung. Symptome für diesen sind ein schwallartiger Abgang von Fruchtwasser oder ein regelmäßiges Heraussickern von Fruchtwasser (auch Blasenriss). Um Komplikationen vorzubeugen, solltest du bei einem vorzeitigen Blasensprung sofort ein Krankenhaus aufsuchen.

Bist du nicht sicher, ob es sich um Vaginalsekret oder Fruchtwasser handelt, kannst du das mit speziellen Teststäbchen aus der Apotheke herausfinden. Möglicherweise kannst du auch deine Hebamme um einen schnellen Besuch bitten.

Das Einsetzen der Wehen

Die Geburtswehen leiten die Geburt deines Babys ein. Sie entstehen dadurch, dass die Gebärmutter sich von oben nach unten zusammenzieht. Die Kontraktionen kommen anfänglich in großen Abständen von 20-30 Minuten und nehmen allmählich in ihrer Häufigkeit und Intensität zu. Frauen spüren das Zusammenziehen ihrer Gebärmutter auf ganz unterschiedliche Weise. Bei manchen fühlen sich die Wehen zunächst wie starke Menstruationsschmerzen an. Andere verspüren ein zunehmendes Ziehen im unteren Rücken.

Allmählich werden die Wehen stärker, halten länger an und treten in immer kürzeren Abständen auf. In dieser Phase ist es aber auch möglich, dass nochmal längere Pausen zwischen den Wehen auftreten.

Wann ist es Zeit, ins Krankenhaus zu fahren?

Eine gern zitierte Faustregel, dass du dich zur Entbindung auf den Weg ins Krankenhaus machen solltest lautet: Wenn die Wehen regelmäßig alle 5 – 10 Minuten kommen und mindestens 60 Sekunden andauern.

Dein Gefühl entscheidet

Verläuft deine Schwangerschaft komplikationslos nach Plan und du hast keine Beschwerden, kannst du dich an diese Empfehlung halten. Wichtig ist aber zu betonen, dass dies nur eine allgemeine Empfehlung ist. Hast du ein ungutes Gefühl, starke Beschwerden oder vermutest, etwas könnte nicht in Ordnung sein, kannst du jederzeit ins Krankenhaus fahren. Im schlimmsten Fall wirst du wieder nach Hause geschickt. Immerhin hat dann ein Arzt schon einmal überprüft, ob wirklich alles Ok ist. Möglicherweise wirst du auch einfach noch einmal auf einen langen Spaziergang um das Krankenhaus herum geschickt, wenn die Geburt noch nicht weit genug vorangeschritten ist.

Informiere deine Hebamme

Auch deine Hebamme kann dir konkrete und individuelle Ratschläge dazu geben. Ruf sie gleich an, wenn die Wehen einsetzen und halte sie auf dem Laufenden. Sie weiß jetzt, dass es jederzeit losgehen kann und ist für deine Fragen erreichbar. Bist du nicht sicher, ob es sich um Geburtswehen, Vorwehen oder Senkwehen handelt, kannst du hier nachlesen, wie du die verschiedenen Wehenarten unterscheiden kannst.

Im Falle eines Blasensprungs solltest du dich in Ruhe, aber umgehend auf den Weg ins Krankenhaus machen. Deine Gynäkologin wird dir mitteilen, ob in dem Fall ein Liegendtransport (im Krankenwagen) notwendig ist, um einen Nabelschnurvorfall zu vermeiden. Dieser kann auftreten, wenn dein Baby zu diesem Zeitpunkt noch nicht tief genug ins Becken gerutscht ist.

Im Krankenhaus

Im Krankenhaus angekommen, kannst du dich in der Regel direkt zum Kreißsaal begeben. Dort angekommen helfen dir Mitarbeiterinnen, die Formalitäten zu erledigen. Bist du bereits angemeldet, wurdest du schon aufgeklärt über gewisse Geburtsrisiken und -behandlungen. Die Aufnahmegespräche verkürzen sich dadurch und du musst dich mit weniger Zettelkram rumschlagen. Äußere ganz konkret deine Wünsche, Sorgen oder Ängste. Die Hebammen sollten genau wissen, was dir bei der Geburt deines Babys wichtig ist. Praktisch ist es, wenn du an dieser Stelle deinen Geburtsplan vorzeigen kannst. Dein Partner oder eine Begleitperson können dir viel abnehmen, gerade beim Ausfüllen von Papieren aber auch bei Gesprächen mit den Krankenhausmitarbeitern. Informiere sie also vorher über deine Wünsche.

Routineuntersuchungen vor der Entbindung

Wenn du formell als Patientin aufgenommen wurdest, beginnt deine Hebamme mit den ersten Untersuchungen. Zuerst prüft sie, wie weit der Muttermund geöffnet ist. Außerdem wirst du ans CTG angeschlossen. Das kennst du sicher schon von deiner Frauenärztin. Deine Hebamme hört sich damit den Herzschlag des Kindes an und verfolgt die Wehentätigkeit. Weitere Routineuntersuchungen sind: Blutdruck messen, Ultraschall des Babys um die Lage zu bestimmen und Temperatur messen.

Je nach Geburtsverlauf gibt es nun verschiedene mögliche Szenarien. Wenn dein Muttermund noch nicht weit geöffnet ist und die Wehen noch unproduktiv sind, schickt dich deine Hebamme vielleicht noch einmal auf einen Spaziergang. Ist eine baldige Entbindung absehbar, kannst du gleich in einen Kreißsaal. Vielleicht hast du dort die Möglichkeit, noch ein entspannendes Bad zu nehmen.

Die Geburtsposition

Im Kreißsaal stehen dir verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Oft gibt es Seile, Gymnastikbälle, Gebärhocker oder Sprossenwände. Natürlich gibt es auch ein Bett. Schau welche Position für dich angenehm ist. Hebammen bevorzugen oft eine Entbindung in Rückenlage im Bett. Dort haben sie den besten Zugang zum Muttermund. Aber auch andere Positionen haben deutliche Vorteile. Sie sind oft natürlicher und die Schwerkraft hilft dir. Du kannst auch seitlich im Bett liegen. Dein Körper wird dir signalisieren, was er in jedem Moment braucht. In vielen Entbindungskliniken steht auch eine Gebärwanne zur Verfügung.

Geburtsposition

Die Phasen der Geburt

Die Eröffnungsphase

Wenn die Wehen etwa 45 – 60 Minuten andauern und mindestens alle 10 Minuten kommen, wirken sie auf die Eröffnung des Muttermundes. Sie heißen daher Eröffnungswehen. Dein Baby wird in dieser Phase in den Geburtskanal gedrängt. Durch den Druck der dabei entsteht, weitet sich der Muttermund.

Die Eröffnungsphase dauert bei Erstgebärenden rund 8 – 14 Stunden und bei Zweitgebärenden etwa 2 – 6. Ausnahmen davon sind immer möglich. Du hast genug Zeit, dich auf den Weg ins Krankenhaus zu machen.

Die Übergangsphase

Jetzt schraubt sich dein Baby mit dem Köpfchen in die Gebärposition. Es fehlen noch etwa 2 cm, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Diese Phase ist anstrengend. Die Wehen sind intensiver und kommen mit kürzerem Abstand.

Die Austreibungsphase

Ist der Muttermund vollständig geöffnet, beginnt die Austreibungsphase. Die Presswehen sind sehr stark und mobilisieren eine große Kraft in deinem Körper. Jetzt kannst du den Druck spüren, mit dem dein Kind sich vorarbeitet. Du kannst ihm helfen, indem du in den Wehen mitschiebst und mit der richtigen Atmung deinen Körper unterstützt. Diese Phase der Entbindung ist bei einigen Frauen sehr kurz und kann bis zu zwei Stunden dauern.

Die Nachgeburtsphase

Du hast es geschafft und hältst dein Baby im Arm. Ganz fertig bist du noch nicht. Mit weiteren Wehen wird nun die Plazenta geboren. Keine Angst, dies ist deutlich weniger anstrengend. Durch die Gabe von Oxytozin wird dieser Prozess beschleunigt. Nachdem der Mutterkuchen geboren ist, versorgen die Ärzte eventuelle Geburtsverletzungen der Mutter.

In diesem Artikel gehen wir ganz ausführlich auf die Phasen der Geburt ein.

Saug- und Glockengeburt

Einige Babys benötigen Hilfe, um auf die Welt zu kommen. Dann kommen bei einer vaginalen Geburt Saugglocke und Geburtszange zum Einsatz. Etwa 5,9 % der Babys werden mithilfe der Saugglocke „geholt“, Zangengeburten sind deutlich seltener.

In der Regel bedürfen alle vaginal-operativen Eingriffe eine vorherige Aufklärung und Einwilligung der Gebärenden.

Diese Geburtshilfen kommen zum Einsatz, wenn:

  • das Kind gegen Ende der Entbindung deutliche Stressreaktionen zeigt (schlechte Herztöne)
  • die Mutter zu erschöpft zum Pressen ist oder Fieber bekommt
  • die Austreibungsphase sich sehr lange hinzieht

Was ist eine Saugglockengeburt?

Entscheiden Ärzte sich für eine Saugglocke, so setzen sie eine Saugglocke aus Silikon oder Metall auf den Kopf des Babys. Diese erzeugt einen Unterdruck und haftet so fest am Kopf des Babys. Bei einer der nächsten Presswehen, wird das Baby herausgezogen. Die Saugglocke wird abgenommen, sobald der Kopf geboren wurde. Mögliche Schwellungen und Abdrücke verschwinden meist nach einigen Tagen.

Was ist eine Zangengeburt?

Bei einer Zangengeburt greifen Ärzte mit einer Geburtszange aus zwei löffelartig gebogenen Metallblättern den Kopf des Babys. Bei der nächsten Presswehe wird das Köpfchen mit der Zange aus der Scheide gezogen. Der Körper wird dann normal geboren. Die Geburtszange wird bei etwa 0,3% der Entbindungen genutzt.

Was ist ein Dammschnitt?

Als Dammschnitt wird ein Einschnitt in den Damm der Frau in Richtung After bezeichnet. Diesen führen Ärzte in der Regel durch, um die Dauer der vaginalen Geburt zu verkürzen. Ein häufiger Grund sind Abweichungen des kindlichen Herztonmusters im CTG (schlechte Herztöne). Oft kommen dann auch Saugglocke oder Geburtszange zum Einsatz.

Der Dammschnitt wird meist während einer Presswehe mit einer Schere durchgeführt. Vorher kann ein Anästhetikum injiziert werden.

Das klingt ziemlich beängstigend. So viel wirst du von dem Schnitt vermutlich nicht mitbekommen. Dein Körper hat in diesem Moment so viel zu tun und ist voller Hormone, die dir Energie und Kraft geben. Später wird der Schnitt unter örtlicher Betäubung genäht. Ein Schnitt sollte nur dann durchgeführt werden, wenn er zwingend notwendig ist. Ärzte bevorzugen, dass der Damm unter der Geburt reißt. Auch diese Verletzung wird genäht und hat gute Heilungschancen.

Schmerzlinderung bei der Entbindung

Um die Wehen gut zu bewältigen, brauchen die meisten Frauen eine beruhigende Umgebung, eine verlässliche und kompetente Hebamme und verständnisvolle Unterstützung des Partners und der Ärzte. Natürlich beruhigt der Gedanke, dass im Krankenhaus auch vielfältige medikamentöse und sehr wirkungsvolle Schmerztherapien zur Verfügung stehen. Aber auch alternative Methoden erweisen sich mitunter als sehr hilfreich, um Schmerzen während der Entbindung zu lindern.

Zu den einfachen Methoden, die jede Frau ausprobieren kann gehören:

  • Baden und Wärmepackungen
  • Bewusstes und kontrolliertes Atmen
  • Bewegung durch Gehen oder kreisende Beckenbewegungen, auch auf dem Pezziball
  • Massagen, vor allem im unteren Rücken und Bereich des Kreuzbeins
  • Änderung der Körperposition in eine angenehmere Lage

Alternative Methoden zur Schmerzlinderung wie Akupunktur, homöopathische Mittel oder Aromatherapie kommen eher in Geburtshäusern, aber auch vereinzelt in Krankenhäusern zur Anwendung.

Medikamentöse Schmerzbehandlung

Medikamentöse Verfahren haben mitunter den Vorteil, dass sie nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch den Geburtsverlauf vereinfachen – allerdings nicht immer ohne Nebenwirkungen. Um den Muttermund zu entspannen, geben die Mediziner zu Beginn der Eröffnungsphase häufig entkrampfende Mittel wie Buscopan als Zäpfchen oder Injektion. Bei stärkeren Schmerzen kommen dann auch Opiate (z.B. Dolatin) zum Einsatz. Weil diese, genauso wie Lachgas, welches heute nur noch selten angewendet wird auf das zentrale Nervensystem wirken, achten die Ärzte besonders auf Dosierung und Zeitpunkt der Gabe.

Lokale Betäubungen haben diesen Nachteil nicht. Zu ihnen gehören die PDA (Peridural-Anästhesie), die Spinalanästhesie und der Pudendus-Block, die alle in unterschiedlichen Bereichen Anwendung finden. Bei der PDA wird ein Schmerzmittel in den unteren Rücken gespritzt, dass nach etwa 15 – 20 Minuten seine Wirkung entfaltet. Im weiteren Geburtsverlauf kann das Medikament nachdosiert werden.

Die Spinalanästhesie wirkt sofort und wird in der Regel gegen Ende der Geburt oder im Falle eines sofortigen Kaiserschnitts eingesetzt. Beim Pudenus-Block wird ein Schmerzmittel in das Gewebe des Sitzbeinhöckers gespritzt. Dieses betäubt den Dehnungsschmerz im Bereich des Damms und Scheidenausgangs zum Beispiel bei Saugglockengeburten. Beide Verfahren finden Anwendung, wenn keine PDA gelegt wurde.

Das passiert in den ersten Momenten nach der Entbindung

Nach der Geburt wandert der erste Blick der Hebamme auf die Uhr, um den Geburtszeitpunkt zu bestimmen. Mit dem Griff an die Nabelschnur kann sie den Puls des Babys fühlen. Mit fachkundigem Blick prüft sie außerdem die Hautfarbe und Muskelspannung des Babys. An Ort und Stelle wird dein Baby abgetrocknet. Die Hebamme reibt Rücken und Beine ein und spätestens jetzt beginnt es, selbstständig zu atmen.

Geschafft! Der erste Schrei

Mit seinem ersten Schrei beginnt dein Baby sein neues Leben als Erdenbürger. Das erste Mal füllen sich seine Lungen mit Luft, das Blut erreicht die Lungen und sein Herz-Lungen-Kreislauf beginnt zu arbeiten. Dieser Schrei ist kein Ausdruck von Unbehagen, sondern ein vitaler Reflex, den fast alle gesunden Babys haben. Auch für dein Baby war es eine anstrengende Geburt. Ihr könnt stolz auf euch sein!

Die Abnabelung

Dein Baby ist immer noch durch die Nabelschnur mit dir verbunden. Die Hebammen klemmen diese nun an zwei Stellen ab, um sie zu durchschneiden. Diese Aufgabe wird gern vom stolzen Papa übernommen, der natürlich auch seinen Teil beitragen möchte. Du spürst davon übrigens nichts. Wenn dein Baby besondere Versorgung benötigt, durchtrennen die Hebammen die Nabelschnur so schnell wie möglich.

Die Hebamme prüft nun verschiedene Werte aus dem Nabelschnurblut. Diese geben beispielsweise Aufschluss darüber, ob dein Baby genug Sauerstoff bekommen hat.

Der APGAR-Test und die U1

Etwa eine Minute nach der Entbindung führen Ärzte und Hebammen den so genannten APGAR-Test durch. APGAR steht für: Atmung, Puls, Muskeltonus, Aussehen der Hautfarbe und Reflexe. Für jeden dieser Werte bekommt es Punkte von 0-10. In der Regel darfst du dein Kind dabei weiter im Arm halten, geschulte Blick der Hebamme reicht für die Prüfung aus. Falls dein Baby von einem Kinderarzt behandelt wird, führt er den Test am Kinderversorgungstisch durch. Nach fünf und nach zehn Minuten wird er wiederholt. Sind die Werte zu niedrig, werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Innerhalb der ersten halben Stunde steht außerdem die erste Vorsorgeuntersuchung, die U1 bei deinem Baby an. Bei der Routineuntesuchung werden unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Der Arzt schaut nach eventuellen Geburtsverletzungen und Fehlbildungen.
  • Das Gesicht deines Babys wird von Schleim und Blut befreit.
  • Auch die Atemwege werden abgesaugt, falls dein Baby das Sekret nicht selbstständig abhustet.
  • Dein Baby bekommt Vitamin K auf die Zunge geträufelt.
  • Es wird gewogen und gemessen. Diese Werte wirst du noch lange im Kopf behalten.
Die Eltern kuscheln mit ihrem Neugeborenen nach der Entbindung

Die ersten Stunden nach der Geburt

Jetzt haben du und dein Baby und natürlich auch der frisch gebackene Papa Zeit zum Kuscheln und Kennenlernen. Die ersten Stunden nach der Geburt dürft ihr euch im Kreißsaal ausruhen. Dein Baby wird dir auf den Bauch gelegt und du kannst es endlich im Arm halten. Instinktiv sucht es nach deiner Brust, um davon zu trinken. Wenn du es gleich anlegst, wird der Saugreflex aktiviert und es beginnt, daran zu saugen. Seine erste Mahlzeit, das gehaltvolle Kolostrum, hat es sich schwer verdient. Die richtige Milch schießt erst in ein paar Tagen ein. Der Magen deines Babys wäre auch noch viel zu klein, um nennenswerte Flüssigkeitsmengen aufzunehmen.

Die Wochenbettstation

Im allgemeinen dauert der Aufenthalt auf der Wochenbettstation 3 Tage. Bei einem Kaiserschnitt sind es meist etwas mehr. Spricht nichts dagegen, kannst du dich aber auch entscheiden, früher das Krankenhaus zu verlassen. Vielen jungen Müttern ist allerdings die anfängliche Versorgung durch Ärzte und Hebammen eine sehr willkommen. Wer Glück hat, kann die Zeit sogar im Familienzimmer mit dem Partner verbringen.

Mehr Elterngeld erhalten
Mehr Elterngeld erhalten

Du möchtest mehr Elterngeld erhalten?

Die Experten von Elterngeld.de helfen dir mit der "Elterngeld Trickkiste" mehr Elterngeld zu erhalten. Lerne es entweder selbst im Elterngeld Onlinekurs oder lass dich von den Elterngeldexperten beraten. Profitiere von dem Wissen aus über 4.000 Elterngeldberatungen!


Bitte bewerte diesen Beitrag: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Sternen - Insgesamt 4 Bewertungen

Loading...
Das könnte dir auch gefallen

Hinterlass uns einen Kommentar