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Schwanger nach Fehlgeburt: Was du nun wissen musst

Dieser Artikel wurde inhaltlich geprüft von Nadine Beermann, Hebamme.

Eine Fehlgeburt ist immer ein schwerer Schlag, egal in welcher Schwangerschaftswoche sie passiert. Viele Frauen brauchen eine Weile, um den Verlust ganz zu verarbeiten und sind bei einer erneuten Schwangerschaft oft unsicher. Aber wir haben gute Nachrichten. Alles was zum Thema „Schwanger nach Fehlgeburt“ für dich wichtig ist, erfährst du in diesem Artikel.

Wenn du eine oder gar mehrere Fehlgeburten hinter dir hast, ist das bestimmt schwer zu verkraften. Vor allem dann, wenn dein Sternchen ein Wunschkind war. Wir wissen, dass es nicht leicht ist, über dieses Thema zu schreiben und den richtigen Ton zu treffen. Aber wir möchten dir Mut machen. Denn die Chancen stehen gut. Warum erfährst du gleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wartezeit von 3-6 Monaten ist völlig unnötig, auch nach Ausschabung! Wichtig ist, dass ihr bereit seid.
  • Frühe Fehlgeburten sind häufiger als viele denken. Gründe dafür kann es einige geben. Meist sind Fehler bei der Zellteilung schuld.
  • Erst nach 3 Fehlgeburten ist das Risiko eines erneuten Abgangs deutlich erhöht. Zahlreiche Untersuchungen helfen dann, die Ursache(n) zu finden und bestenfalls zu beseitigen.
  • Es ist sehr wichtig, die vorherige Fehlgeburt zu verarbeiten. Am besten hilft den meisten Frauen, darüber zu reden.
  • Eine gesunde Lebensweise erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft in jedem Fall!

Schwanger nach Fehlgeburt: Wie lange warten?

Noch heute raten einige Ärzte betroffenen Frauen routinemäßig dazu, nach dem Verlust 3-6 Monate zu warten, bevor sie es wieder mit dem schwanger werden versuchen. Doch dieser Rat ist veraltet. Einige größere Studien haben bewiesen, dass die Wartezeit keinen Einfluss auf die nächste Schwangerschaft hat!

Ganz im Gegenteil, die Erfolgsrate für eine gesunde Schwangerschaft war sogar leicht erhöht, wenn Frauen relativ schnell wieder schwanger wurden. Man geht davon aus, dass dein Körper genau weiß, wann er wieder bereit für eine Schwangerschaft ist.

Frauen, die durch eine vorangegangene Fehlgeburt sensibilisiert sind, achten im Anschluss meist mehr auf sich und werden gut überwacht. Das mag der Grund sein, warum folgende Schwangerschaften im Schnitt erfolgreicher sind. Das ist aber nur eine Vermutung der Wissenschaftler.

Keine Unterschiede nach Ausschabung

Wenn du eine Ausschabung hattest, kannst du ebenfalls beruhigt sein. Denn auch dieser medizinische Eingriff hatte in den Studien kein größeres Risiko eines erneuten Abgangs gezeigt, wenn die Wartezeit nicht eingehalten wurde.

Natürlich gibt es individuelle Voraussetzungen, die das Risiko einer erneuten Fehlgeburt erhöhen würden. Dies hätte dann aber nichts mit dem Einhalten oder eben Nichteinhalten der Wartezeit zu tun.

Das heißt also im Klartext: Sobald ihr euch bereit für den nächsten Versuch fühlt, steht dem nichts im Wege!

Mögliche Gründe für eine Fehlgeburt

Wenn du bisher nur eine Fehlgeburt innerhalb der ersten 12-14 Wochen hattest, ist es eigentlich unnötig, großartig über die Gründe dafür nachzudenken. Denn Fehlgeburten sind sehr viel häufiger, als du vielleicht glauben magst. Die meisten Abgänge passieren etwa in der 4.-6. Schwangerschaftswoche. Und gerade in diesem frühen Stadium werden sie von vielen Frauen gar nicht bemerkt, wenn sie nicht vorher einen Schwangerschaftstest gemacht hatten. Oder aber die Frauen sprechen nicht darüber, weil es so schmerzhaft ist.

Aber auch nach der 6. Schwangerschaftswoche ist jede Schwangerschaft noch wacklig und reagiert empfindlich auf äußere Einflüsse. Und das ist ganz unabhängig davon so, ob es vorher schon einmal schiefgegangen ist oder nicht.

Dass dein Körper die vorige Schwangerschaft absichtlich beendet hat, kann verschiedene Gründe gehabt haben. Meist treffen gleich mehrere Faktoren zusammen:

  • Fehlerhafte DNA von Seiten der Eltern oder bei Zellteilung.
    Je mehr Fehler vorliegen oder entstehen, desto höher ist das Risiko eines Abgangs. In den ersten Wochen führt jeder Fehler zum Abort (Alles-oder-nichts), in den Wochen danach nur noch gravierende Fehler. Etwa 50-70% der frühen Aborte hängen damit zusammen.
  • Einnistungsprobleme
    Diese sind meist auf Gebärmutterprobleme (z.B. Myome) oder eine Gelbkörperschwäche zurückzuführen. Die Plazenta kann sich dann nicht richtig entwickeln.
  • Äußere Einflüsse
    Infektionen, Strahlung, Medikamente, Rauchen, Alkohol, großer Stress können die Entwicklung des Babys beeinträchtigen und ebenfalls zum Abort führen.
  • Unerkannte Vorerkrankungen der Schwangeren
    Wenn Fehlfunktionen der Schilddrüse, eine gestörte Blutgerinnung oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes vorliegen, die bisher nicht behandelt werden, wird das Kind unterversorgt.

Durchchecken bei erneuter Schwangerschaft noch nicht nötig

Fehlgeburten sind so häufig, dass Ärzte bei „nur“ einer oder zwei Fehlgeburten keine routinemäßigen Untersuchungen durchführen, es sei denn, es gibt einen Verdacht.

Erst ab der 3. FG spricht man von habituellen Aborten und geht davon aus, dass die Chance einer weiteren Fehlgeburt mit 50% deutlich erhöht ist. Und erst dann wird die betroffene Frau von innen nach außen gekehrt. Etliche Untersuchungen bringen dann meist die Ursache ans Licht, wenn es denn eine konkrete gab.

Das wird nach „habituellen“ Aborten gründlich überprüft:

  • Genetik
  • Hormone
  • Infektionen
  • Vorerkrankungen
  • Fehlbildungen der Gebärmutter (Ultraschall)
  • Antikörper

Findet der Arzt dann eine Ursache, kann sie angegangen werden. Denn die meisten Probleme, die zu Aborten führen, lassen sich beheben.

Schwanger nach Fehlgeburt: Was beachten?

Natürlich hast du auf viele Dinge, die Fehlgeburten hervorrufen, keinen Einfluss. Dennoch kannst du einiges tun, um einer (erneute) Fehlgeburt zu vermeiden:

Reden, reden, reden

Das Wichtigste ist, dass du die vorangegangene Fehlgeburt verarbeitest. Am besten ist es, wenn du nicht alles mit dir selbst ausmachst. Viel gesünder ist es für dich und das nächste Baby, darüber zu reden. Ruhig auch mit Menschen, denen du vertraust, die vorher nichts davon wussten.

Du wirst wahrscheinlich erstaunt sein, wie viele Frauen selbst schon von einer oder mehreren Fehlgeburten betroffen waren. Und die meisten von ihnen haben dennoch Kinder bekommen. Also lass dir Mut machen! Eine positive Einstellung und Gelassenheit verbessern die Chancen deutlich. Hol dir ruhig professionelle Hilfe, wenn Reden mit Freunden allein nicht ausreicht.

Übrigens: Auch eine Hebamme kann hier helfen. Ihre Unterstützung muss auch nach einer Fehlgeburt von der Kasse übernommen werden. Weil es hier aber oft Probleme gibt, bieten nicht alle Hebammen diesen Service an.

Deinem Partner solltest du ebenfalls die Zeit geben, die er braucht, um wieder bereit zu sein. Keinesfalls solltest ihr ein neues Baby zeugen, um das verlorene zu ersetzen. Der Schmerz wird euch wahrscheinlich für immer begleiten. Ihr werdet aber lernen, besser damit umzugehen und davon profitieren dann auch weitere Kinder.

Rund und gesund

Wenn du wieder schwanger werden willst oder es bereits bist, helfen viel Ruhe und Erholung im Alltag. Das heißt nicht, dass du nur noch auf der Couch liegen solltest. Wichtig ist aber, dir immer wieder Pausen zu gönnen und auch innerlich z.B. mithilfe von Yoga oder autogenem Training zur Ruhe zu kommen. Dann kann dein Körper die Kraft schöpfen, die er für die Schwangerschaft braucht.

Auch eine gesunde Lebensweise ist das beste, was du für eine erfolgreiche Schwangerschaft tun kannst. Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung der Gebärmutter (und Plazenta). Die Nährstoffe in guten Nahrungsmitteln wie Gemüse und Obst, Fleisch und Fisch sowie in Vollkorngetreide und Milchprodukten versorgen deine Zellen mit allem, das sie brauchen. (Denk bei Kinderwunsch und in der Frühschwangerschaft unbedingt an Folsäure!)

Dass du Rauchen, Alkohol trinken und Drogen lassen solltest, brauchen wir wahrscheinlich nicht zu erwähnen.

Vorsorge, aber in Maßen

Gerade, wenn du eine Fehlgeburt hinter dir hattest, ist es gut, wenn du die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen auch wirklich wahrnimmst. Aber übertreiben solltest du dabei lieber nicht. Hebammen warnen vor der hohen Strahlenbelastung durch medizinisch unnötige Ultraschall-Untersuchungen. Auch wenn bisher keine Auswirkungen auf die Entwicklung des Babys belegt werden konnten, sind diese doch nicht ausgeschlossen. Deshalb werden solche freiwillig zu zahlenden iGel-Leistungen ab 2021 verboten.

Such dir stattdessen am besten eine Hebamme, die auch schon während der Geburt Zeit für dich und deine Sorgen hat. Viele Untersuchungen kann auch sie durchführen. Und ganz nebenbei kann sie dich viel besser beruhigen, als das in einer Arztpraxis mit all den Geräten, langen Wartezeiten und kurzen Sprechstunden möglich ist.

Wir wünschen dir Alles Gute!

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Sag uns, wie du deine Fehlgeburt verarbeitest

Redest du mit Freunden oder Familie über deine Fehlgeburt? Oder hast du es zumindest vor?

Hast du noch eine Frage zum Thema „Schwanger nach Fehlgeburt“? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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21 Kommentare
  1. Jasmin sagt

    Ich habe gerade einen Abgang in der 6ssw. Wie pendelt sich der Zyklus wieder ein? Also wann kommt der Reguläre Zyklus wieder? Psychisch macht es mich nicht so fertig, nur weiss ich nicht wie und wann ich mit meinem Mann wieder starten kann?

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Jasmin,
      das ist schwer zu sagen. Ich denke, wenn es so früh war, gibt es keinerlei Einschränkungen. Macht einfach weiter wie bisher.

      Alles Gute!

      1. Cathy sagt

        Ich hatte eine Ausscharbung in der 11 ssw, wann weiß ich wann meine normale periode wieder kommt und ich wieder Probieren kann?

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Cathy, schau dir mal die Kommentare weiter unten an. Frauenärzte sprechen von 6 bis 8 Wochen. Sicherlich ist das bei jeder Frau anders. Wenn du es ganz genau wissen willst, kannst du es mit Ovulationstests probieren oder dich über die NFP-Methode (Natürliche Familienplanung) informieren. Nutz einfach die Suche bei uns.
          Alles Gute!

  2. Nadine sagt

    Hallo Jasmin, Tut mir leid! ich hatte vor 3 Tagen auf ch einen Abort in der 6 ssw. Hat sich dein Zyklus wieder eingependelt? Ich würde gern wissen auf wie viele Wartezeit ich mich einstellen sollte.

    1. Isabel sagt

      Ich hatte in der 7 SSW eine Fehlgeburt. Leider hatte sich nur die Fruchthöhle gebildet und kein Kind. Dieses sogenannte Windei wurde mit einer Ausschabung entfernt. Meine Gynäkologin sagte mir danach, dass ich mich darauf einstellen soll, dass der Zyklus sich in den kommenden 6 – 8 Wochen wieder einpendelt und wir dann erneut starten können. Ich hatte aufgrund der OP natürlich Blutungen, die dann nach einer Woche nachließen und mit ein paar Tagen Abstand immer mal wieder kamen. Welche Blutungen das genau waren, weiß ich bis heute nicht. Jedenfalls war ich 4 Wochen nach der Ausschabung wieder schwanger und bin jetzt in der 18 SSW. Damit haben wir absolut nicht gerechnet, aber auch das ist möglich. 🤰🏻😊
      Viele Grüße
      Isi

      1. Anke Modeß sagt

        Hallo Isabel, danke für deine aufbauenden Worte. Sie machen bestimmt vielen betroffenen Frauen Mut 🙂
        Alles Gute für euch!

      2. Hatice sagt

        Du machst mir Mut! Ich hatte auch in der 7SSW eine Fehlgeburt. Jedoch hatte das Herzchen nicht mehr geschlagen… Es ist wirklich sehr schwierig gewesen, damit umzugehen.
        Ich hoffe so sehr, dass meine nächste Schwangerschaft gesund verläuft.

  3. Katrin sagt

    Ich hatte eine Fehlgeburt zwischen Woche 10 und 12. Das Baby war etwas kleiner. Der natürliche Abgang wurde mit Tabletten unterstützt. Das was vor genau 8 Tagen. Die Blutung hat vor 4 Tagen aufgehört und gestern habe ich gemerkt dass sich die Schleimhaut verändert hat und habe einen Ovulationstest gemacht der positiv war, ist heute morgen deutlich positiv. Wir haben einmal Sex gehabt. Wäre schon echt krass wenn es wieder klappt. Ich habe einen Schwangerschaftstest gemacht und der zeigt immer noch ein falsch positives Ergenis. Unser verlorenes Baby war ein Lockdownunfall aber jetzt wünschen wir uns auf jeden Fall ein „drittes“ Kind. Falls es direkt nochmal klappt dann wäre ich bei einer normalen Geburt ein Jahr schwanger. Wir trauern alle 4 zusammen sehr intensiv. Ich habe mein Baby auch angeguckt und wir haben es unter unserem Familienbaum beerdigt und auf den Namen Luna getauft weil unsere Kinder (5 und 7) meinen dass unser Sternenbaby jetzt auf dem Mond wohnt. Das wird für immer unser drittes Kind sein. Natürlich habe ich Ängste aber ich vertraue jetzt in unsere Zukunft. Die Fehlfebuet ist ein sehr traumatisches Erlebnis. Mir wurde gesagt man würde nichts oder Teile sehen aber die komplette Schwangerschaft kam bei mir heraus. Erst der Grossteil der Plazenta und dann die komplette Fruchthöhle mit dem anderen Teil. Ich hab in die Fruchthöhle hineingeguckt. Das Baby war schon ein kleiner Minimensch ohne optische Anzeichen dass etwas nicht okay war. Es,war halt nur etwas kleiner als es hätte sein sollen. Es war als hätte ich mein Kind durch eine Art Glasscheibe angesehen. Ich weiss dass viele Frauen das nicht möchten aber das zu sehen, wie stabil die Frucht ist und wie unglaublich eine Frühschwangerschaft aussieht gibt mir persönlich Kraft in meine Natur zu vertrauen. Das ist so solide und geschützt, ganz anders als man es sich vorstellt. Wir wissen nicht warum es bei uns passiert ist aber wir werden unser Lunababy immer lieb haben und ich werde den starken Bund zwischen uns nie vergessen denn das habe ich ganz deutlich gemerkt genauso wie ich den Tag vor der ersten Blutung ganz deutlich gemerkt habe dass etwas anders ist. Ich habe den,Bund nicht mehr gespürt, ich habe immer gefphlt dass die Schwangerschaft hinten rechts an dee Hebährmutterwand sass, das konmte ich nicht mehr lokalisieren, die Brüste waren nicht mehr so fest und der Bauch den man schon gut sehen konnte war leicht kollabiert. Nicht mehr schön fest wie bei einer Schwangerschaft sondern eher woe wenn man sich übergessen hat. Da hab ich nir das erste Mal Gedanken darüber gemacht. Nachts kamen hellrote Blutungen und der US am Morgen hat sofort gezeigt was los ist. Auch eine zweite Untersuchung hat ergeben dass das Baby verstorben war…..Wünscht uns Glück für unseren nächsten Versuch. Wir sind zwar noch am trauern aber emotional stabil genug falls es direkt klappen sollte. Fehlgeburten gehören zum Elternsein dazu. Uns hat es auch eiskalt erwischt. Ich habe da nie gross drüber nachgedacht bis es passiert ist.

  4. Nicole sagt

    Bei meinem Baby schlägt das Herz nicht mehr, hatte heute der Arzt festgestellt, in der 19.SSW. Habe so Angst dass ich zuviel Utrogestan nehmen musste 3x200mg täglich, da ich schon 41 bin… Habe zwei gesunde Kinder ohne Utrogestan mit 34 und 36 bekommen…

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Nicole,

      ich sende dir ganz viel Kraft!
      Da ich keine Ärztin bin, kann ich zu Utrogestan keine Aussage machen. Aber für mich hört es sich so an, als wäre eine Zweitmeinung angebracht: wegen des Medikaments und wegen des Befundes. Und gegebenenfalls psychologische Unterstützung, damit sich deine Ängste später nicht verselbständigen.

      Alles Gute für dich und deine Kinder!

    2. Lipa sagt

      Hallo Nicole,
      mir geht es ähnlich wie dir. Habe zwei gesunde Kinder mit 29 und 32 ohne Utrogestan bekommen. Nun hatte ich zwei Fehlgeburten und habe Utrogestan genommen. Ich bin 38 Jahre alt. Mir ging es gut und das Herz hatte geschlagen, als ich mit Utrogestan begonnen habe ging es mir schlecht körperlich und psychisch. 2 Wochen später war kein Herzschlag mehr zu sehen. Ich wurde dann vor einer Woche ausgeschabt. Ich weiß das alles noch sehr frisch ist, ich verstehe einfach nicht warum. Ich kenne so viele ältere Mütter wo alles ohne Probleme klappt, und ich habe ja bereits zwei gesunde Kinder bekommen. Ich will nicht Medikamente nehmen müssen die mir nicht gut tun zumal ich meine zwei Kinder ohne Medikamente bekommen habe und weiß das dass möglich ist.

  5. Sabine sagt

    Hallo Anke, der Artikel ist toll und macht mir Mut. Es beruhigt mich wie vielen das passiert, ich hatte vor rd. 1,5 Wochen eine Ausschabung zwischen 9. und 11. Woche. Der Oberarzt der Klinik meinte wir sollen das Weihnachtsfest passieren lassen und dürfen dann gerne neu starten. Meine Frauenärztin meinte am Montag bei der Abschlusskontrolle, sie rät von einer erneuten SW in den nächsten 3 Monaten ab, meine Schleimhaut sei zu dünn und eine frühe Schwangerschaft nach der Ausschabung führt nur zu Komplikationen. Nun bin ich verunsichert, zwei Ärzte zwei Meinungen. Eine Drittmeinung hab ich mir bereits versucht einzuholen, ohne Erfolg! Wir haben den Wunsch nach einem weiteren Kind (eine gesundes und quitschlebendige Tochter haben wir bereits) aber nicht wenn die Gesundheit von Kind und Mutter gefährdet sind und das Risiko eines dritten Sternenkindes sehr hoch ist. Können Sie hierzu etwas sagen? Danke

    1. Anke Modeß sagt

      Hallo Sabine,

      Schön, dass dir der Artikel geholfen hat! Ich sende dir viel Kraft, damit du alles gut verdauen kannst.

      Da ich keine Medizinerin bin und kann dir nur persönlich raten. In deinem Fall würde ich der Frauenärztin vertrauen. Sie kennt dich (und dein Innenleben) besser und hat schon viele Frauen über die gesamte Schwangerschaft und auch bei Fehlgeburten betreut. Klinikärzte sehen die Frauen ja immer nur für kurze Zeit. Oder anders gesagt: was sind schon drei Monate, wenn danach die Chance auf ein gesundes Baby viel höher ist.

      Ich drücke euch die Daumen!

      1. Dani sagt

        Hallo.
        Ich hatte im Juli diesen Jahres einen Abgang ohne Ausschabung in de rechnerisch 9. Woche. Meine Frauenärztin nannte es nur „Zellhaufen“ da sich kein Herzschlag entwickelt hat. Hatte dann alles gut verarbeitet und wir waren bereit es ab Anfang Oktober es wieder zu versuchen – und Zack, wieder hat es gleich geklappt. Frauenarzttermin in der 7. Woche. Die Freude war groß, das Herz schlug. Allerdings meinte meine FA mein Zyklus hätte sich wohl um eine Woche verschoben da das „Baby“ etwas klein war, was aber kein Grund zur Sorge sei. 3 Tage später hatte ich Blutungen und Schmerzen. Ich wusste sofort was los war. Ich ging ins KKH, da es ein Wochenende war, wo meine Vermutung auch sofort bestätigt wurde… ich lies eine Auschabung machen um das alles diesmal etwas schneller hinter mich zu bringen…
        Jetzt habe ich auf jeden Fall Angst, dass es doch an mir/uns liegt… auch wenn meine FA meinte dass es diesesmal einfach schlimmes Pech gewesen sei… Wir wollen doch so gerne ein gesundes Baby bekommen und das am liebsten bald….

        1. Anke Modeß sagt

          Hallo Dani,

          das tut mir sehr leid für dich. Verliere nicht den Mut. Wahrscheinlich hat deine Frauenärztin recht.
          Lass aber ruhig mal deine Nährstoffversorgung prüfen, auch notfalls auf eigene Rechnung. Vielleicht kannst du deinen Körper noch etwas stärken. Dann klappt es bestimmt bald.

          Ich drücke die Daumen!

          1. Anja sagt

            Hallo ich war in der 7woche schwanger gewesen am 30.12 früh hatte ich schmerzen und Blutung da habe ich den vertretungs Arzt angerufen die hat gesagt soll um 9 rum kommen dann bin ich hin sie hat mich untersucht und gesagt von der Schwangerschaft ist nichts mehr zu sehen dann hat sie mich gefragt welche Blutgruppe ich habe da habe ich gesagt weiß ich nicht wegen irgend welche Spritze die sie mir geben wollte dann habe ich den Termin gehabt bei mein frauenarzt und da war kein Team a wegen Spritze die haben bei mir Blut abgenommen und sollte 2tage später anrufen

  6. Curlytwurlies sagt

    Hallo zusammen,

    ich hatte eine Fehlgeburt in der 11. Woche. Leider hat das Herz nicht mehr geschlagen, stellte der FA bei der Ultraschall Untersuchung fest. Es war leider auch etwas zu klein für die SSW. Ich hatte direkt den Tag danach eine Ausschabung. Danach hat es circa 3 Tage gedauert, dass ich blutete und moderate Unterleibschmerzen hatte. Der FA sagte, dass wir 3 Monate mit der Familienplanung warten sollten. 2 Wochen sollten wir nach der Ausschabung lediglich geschützten Sex haben. Nach 6-8 Wochen würde sich die Periode einstellen.
    Tatsächlich hat sich meine Periode Punkt 6 Wochen nach der Ausschabung eingestellt.

    1. Princess sagt

      Hallo zusammen. Ich hatte Anfang Dezember einen natürlichen Abgang in der 5. Woche.
      Im Januar bin ich wieder schwanger geworden. Leider hat sich in der 10. Woche herausgestellt,dass zwar der Dottersack und die Fruchthöhle vorhanden sind aber kein Embryo. Der Schock saß tief. Diese Woche gehe ich zur Ausschabung. Ich bin so traurig und habe natürlich Angst vor dem nächsten Versuch. Ich hoffe es pendelt sich alles wieder ein.
      Es ist irgendwie beruhigend zu lesen,dass man nicht alleine ist..

  7. Jenny sagt

    Hallo zusammen,
    ich hatte auch letztes Jahr eine Fehlgeburt (Missed Abortion) und eine Ausschabung. Es war ein großer Schock, da ich überhaupt nicht gespürt habe, das etwas nicht stimmt. Die OP ist gut verlaufen und Bach genau 6 Wochen setzte meine Periode wieder ein. In diesem Jahr hat es wieder geklappt mit einer Schwangerschaft. Vor kurzem hatte ich dann einen natürlichen Abgang. Wir wünschen uns so sehr ein Kind und sind nun doch etwas verzweifelt, ob wir jemals ein Kind bekommen können.

  8. Svenja sagt

    Ich hatte am 15. Januar in der 11.SSW eine Ausschabung nachdem eine Woche zuvor das Herzchen aufgehört hat zu schlagen.
    Danach hatte ich ca eine Woche ganz leichte Blutungen und genau 32 Tage nach der Ausschabung ganz normal, so stark wie immer, meine Periode bekommen.
    Heute durfte ich wieder positiv testen, fast genau zwei Monate nach der Ausschabung.
    Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, aber Rückblickend ging es ja doch wieder ruckizucki. Jetzt hoffe ich dass dieses Mal alles gut geht <3

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