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Der erste Wackelzahn: Was für Eltern jetzt wichtig ist!

Wackelzahn
Der erste Wackelzahn ist für Kinder besonders aufregend / © nuzza11, Adobe Stock

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Dein Kind hat seinen ersten Wackelzahn? Was eine aufregende Zeit für euch! Wir verraten dir alles, was du als Elternteil über den Zahnwechsel wissen solltest!

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder haben im Alter zwischen 4 und 8 Jahren ihren ersten Wackelzahn, durchschnittlich im 6. Lebensjahr.
  • Im Zweifel und bei schmerzenden Wackelzähnen solltest du mit deinem Kind zur Zahnarztpraxis.
  • Die richtige Zahnpflege ist auch schon bei Milchzähnen wichtig. Von uns erfährst du, wie das aussehen kann.
  • Wir empfehlen dir Bücher, Spiele und Lieder rund um das Thema „Wackelzahn“.

Der erste Wackelzahn

Stolz läuft dein Kind auf dich zu und öffnet seinen Mund. Dann beginnt es plötzlich, an einem der Zähne zu wackeln. Es hat seinen ersten Wackelzahn! Das ist ein ganz schön spannendes Ereignis: Dein Kind spielt jetzt vermutlich immerzu mit Finger oder Zunge am Milchzahn herum. Vielleicht haben manche Gleichaltrige auch schon den ersten Wackelzahn, dann macht das Ganze umso mehr Spaß. Obendrein kann eine Zahnlücke ziemlich lustig aussehen. Und das Beste: Mit dem ersten Wackelzahn steht auch der erste Besuch vom Fabelwesen „die Zahnfee“ an. 

Doch der anstehende Zahnwechsel von Milchzähnen auf bleibende Zähne ist nicht die einzige Veränderung in dieser Phase. Die Kleinkind-Zeit neigt sich sichtlich dem Ende zu und dein Schulkind erreicht womöglich einen Meilenstein nach dem anderen. Dadurch hat es jetzt vielleicht mehr Angst, Wutausbrüche und Trotzanfälle. Viele Eltern nennen diese Phase daher auch „die Wackelzahnpubertät“.

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Ab wann haben Kinder den ersten Wackelzahn?

Der erste Wackelzahn wackelt meist zwischen 4 und 8 Jahren, bei den meisten Kindern etwa im 6. Lebensjahr. Mit 12 Jahren ist das Gebiss vom Schulkind dann vollständig ausgebildet. Ab einem Alter von 16 Jahren kommen häufig die Weisheitszähne nach. Ein gesundes Gebiss hat demnach 28 Zähne plus 4 Weisheitszähne.

Wackelzahn: Wenn die Zahnfee kommt

In vielen Familien legen die Kinder ihren ersten ausgefallenen Wackelzahn über Nacht unter das Kopfkissen und schreiben einen Brief für „die Zahnfee“, dass sie den Zahn abholen kann. Das ist nicht nur spannend, sondern macht auch eine Menge Spaß! Traditionell nimmt das Fabelwesen den ersten Zahn mit und hinterlässt (einmalig) ein Geschenk für das Kind. Diese schöne Wackelzahn-Tradition fördert die Vorstellungskraft deines Kindes. Wir empfehlen Eltern, das Geschenk der Zahnfee möglichst rechtzeitig zu besorgen. Denn mit dem Ausfallen des ersten Wackelzahns kann es manchmal schneller gehen als gedacht. Ob du die Zahnfee beim ersten ausgefallenen Zahn kommen lässt oder nicht, ist natürlich dir überlassen.

Wackelzahn ziehen: Ja oder nein?

Es ist nicht notwendig, dass du deinem Kind den Wackelzahn ziehst. Denn: Häufig spielt es selbst so viel am Zahn herum, dass dieser irgendwann von allein herausfällt. Veraltete Methoden zum Ziehen des wackelnden Zahns können nicht nur ziemlich schmerzhaft für das Kind sein, sondern auch Blutungen am Zahnfleisch oder Schäden am Kiefer verursachen (Beispiel: Zahn an Faden binden und diesen an der Tür befestigen, Tür öffnen).

Es gibt also keinen Grund, dem Kind seinen ersten Wackelzahn zu ziehen, erst recht nicht gegen seinen Willen! Eine sanfte Hilfestellung kannst du natürlich dennoch geben, wenn dein Kind dich darum bittet (Beispiel: leicht am Zahn ruckeln). Der Entwicklungs-Effekt ist allerdings immer größer, wenn dein Nachwuchs den Wackelzahn von selbst löst. Das Verlieren der Zähne und das eigenständige Wackeln und Beschäftigen damit kann nämlich die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein fördern.

Was tun, wenn der Wackelzahn Schmerzen bereitet?

Wenn dein Kind über einen schmerzenden Wackelzahn klagt, solltest du im Zweifel immer zur Zahnarztpraxis. Hier kann der Zahn – falls nötig – vom erfahrenen Personal gezogen werden oder die Zahnärztin/der Zahnarzt schaut, wo der Schmerz herkommt und welcher Grund dahinterstecken könnte.

Häufig wird ein Zahn in der Zahnarztpraxis aus einem dieser Gründe gezogen:

  • Das Kind hat noch keinen Wackelzahn, aber in zweiter Reihe wächst ein bleibender Zahn nach. Der sogenannte „Haifischzahn“ kommt statistisch gesehen bei jedem 3. Kind vor. Meist wird dem vorderen, noch nicht wackelnden Milchzahn eine Frist gesetzt. Wenn er bis dahin nicht von selbst ausfällt, zieht die Zahnärztin/der Zahnarzt ihn, damit der bleibende Zahn sich in die erste Reihe schieben kann.
  • Der bleibende Zahn wächst schief nach.
  • Ein wackelnder Milchzahn, der stark von Karies befallen ist.
  • Der Wackelzahn möchte trotz aller Versuche nicht ausfallen und schmerzt.

Der Zahnwechsel: Von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen

Der Zahnwechsel von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen läuft häufig in einer Reihenfolge an den einzelnen Stellen im Mund ab. Dabei sind die bleibenden Zähne bereits ausgebildet und warten im Kiefer auf ihren Durchbruch, um die Milchzähne abzulösen. Die Wurzel des einzelnen Milchzahnes löst sich dann so weit, bis der Wackelzahn ausfällt. In der Regel tut es nicht weh, wenn die neuen Zähne hervorschießen und die Milchzähne fallen.

Wir klären auf, welche Milchzähne an welchen Stellen in den meisten Fällen zuerst wackeln und ausfallen. Allerdings gilt auch hier: Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich und nur als Beispiel zu sehen. Wenn sie bei deinem Kind in einer anderen Reihenfolge ausfallen, musst dir also keine Sorgen machen.

Die Reihenfolge der Wackelzähne 

  1. Beim Zahnwechsel haben zuerst die ganz hinteren Zähne (bleibende Backenzähne, Sechsjahrmolaren) ihren Durchbruch. Da es hier keine Milchbackenzähne gibt, die sie verdrängen, fällt das manchmal gar nicht auf. Um als Elternteil zu überprüfen, ob die bleibenden Backenzähne schon da sind, kannst du beim Zähneputzen des Kindes noch mal „Nachputzen“ und schauen.
  2. Dann verliert das Kind die vorderen Schneidezähne. Diese Zahnlücke sieht besonders lustig aus. Die nachwachsenden bleibenden Zähne sind anfangs deutlich größer als die übrigen Zähne. 
  3. Daraufhin verliert es vermutlich die kleinen Milchbackenzähne und zum Schluss die oberen Eckzähne am Oberkiefer. Beim Unterkiefer fallen häufig zuerst die Eckzähne aus und dann die kleinen Milchbackenzähne. In manchen Fällen wackeln die unteren Schneidezähne zum Schluss.

Die richtige Pflege und Mundhygiene von Milchzähnen

Auch wenn die Milchzähne nicht die bleibenden Zähne sind, sollten Eltern darauf achten, dass die Mundhygiene und das tägliche Zähneputzen möglichst gründlich ablaufen. Denn das Gebiss bildet die Basis für einen dauerhaft gesunden Mund. Obendrein lernt das Kind dann so frühzeitig wie möglich, dass die Zahnhygiene zum Alltag dazu gehört, um Karies, Zahnfleisch-Entzündungen und Co. zu vermeiden.

Für die Zahnhygiene von Milchzähnen empfehlen wir dir:

  • 2 x tägliches Putzen und Pflegen der Zähne, morgens und abends
  • eine kindgerechte Mundspülung zu nutzen und ggf. „nachputzen“ durch die Eltern
  • 2 Zahnarzt-Besuche pro Jahr
  • eine kindgerechte Zahnpasta mit etwa 1.000 ppm Fluoridgehalt, ab dem 6. Lebensjahr 1.500 ppm Fluoridgehalt

Weitere Tipps zum Thema „Zähne putzen und Zahnpflege“ mit Kleinkindern und Kindern findest du in diesem Artikel. 

Mehr zum Thema

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Hat dein Nachwuchs gerade seinen ersten wackelnden Zahn? Wie erlebst du diesen Meilenstein? Hat dein Kind Angst oder freut es sich? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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Quellen

Veröffentlicht von Leonie Illerhues

Leonie war nach ihrem Studium der Heilpädagogik lange im Schulhort-, Kita- und Krippenbereich tätig. Erziehungs- und Entwicklungsthemen im Baby- und Kleinkindalter sind deshalb ihr Steckenpferd. Seit 2022 ergänzt Leonie unser Team mit diesem Schwerpunkt.

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