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Kleinkind 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Dein Kleinkind im Alter von 28 Monaten (2 Jahre und 4 Monate) zeigt derzeit seinen starken Willen und Widerwillen. Außerdem sind erste Kontakte und Freundschaften für dein Kind mindestens genauso spannend wie Gespräche mit dir und konzentriertes Malen. Welche weiteren Meilensteine in diesem Lebensmonat deines Kleinkindes auf dich warten könnten, verraten wir dir in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im 28. Monat nimmt die Willensentwicklung deines Kleinkindes so richtig Fahrt auf.
  • Die Stifthaltung deines Kindes wird immer sicherer (Ausnahmen gibt es).
  • Die Fähigkeit der Konzentration zeigt sich deutlich (zum Beispiel beim Malen).
  • Beim Springen kann dein Kleinkind jetzt mit beiden Füßen gleichzeitig auf dem Boden landen.
  • Obendrein hat es gelernt, Hindernissen beim Rennen auszuweichen.
  • Es ist für Eltern jetzt empfehlenswert, das selbstständige Aus- und Anziehen von Kleidung anzuregen, ebenso wie das Abgewöhnen des Schnullers.
  • Da dein Kind deutlicher spricht, sind immer mehr Gespräche möglich.
  • Wir geben Hinweise dazu, wie und ob du dein Kind belohnen solltest.
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Die Entwicklung deines Kleinkindes mit 28 Monaten

Dein Kleinkind im Alter von 28 Monaten ist jetzt fast 2,5 Jahre alt. Es zeigt seinen eigenen Willen und Widerwillen vermutlich stärker als zuvor und hat in der letzten Zeit immer mehr motorische, feinmotorische, soziale und sprachliche Erfahrungen gemacht. Dadurch konnte es neue Meilensteine erklimmen und Fähigkeiten ausbauen.

Spielverhalten

„Ich will das nicht teilen!“

Mit 28 Monaten knüpft dein Kleinkind weiterhin Sozialkontakte und schließt erste Freundschaften mit Kindern aus dem Kindergarten oder der Freizeit (z.B. beim Kinderturnen). Diese Kontakte bestimmen daher auch weiterhin das Spielverhalten deines Kindes. Spielideen müssen ausgetauscht und alleine oder in der Gruppe ausprobiert und manchmal auch Spielzeug geteilt werden. Deswegen kann es regelmäßig zu Konflikten kommen. Diese können sich auch im Umgang mit dir als Mama oder Papa und mit anderen Familienmitgliedern zeigen.

Es ist im Alter von 28 Monaten völlig normal, wenn dein Kind Konflikte noch über das Beißen, Hauen oder Kneifen löst. Hier ist jedes Kind unterschiedlich. Wiederum andere „frieren“ bei Konflikten ein, weinen, tun gar nichts mehr oder fliehen aus der Situation. Solange du mit deinem Kleinkind über diese Situationen im Nachhinein sprichst und ihm Alternativen zur Lösung anbietest, bist du auf der sicheren Seite.

Durch die wiederholten Erfahrungen dieser (unangenehmen) Situationen werden Selbstbewusstsein und Sozialverhalten deines Kindes gestärkt. Es lernt neue Wege kennen, wie sich solche Konflikte noch lösen lassen. Bedenke: Dein Kind kann diese neuen Möglichkeiten aufgrund seiner emotionalen Entwicklung erst ab einem Alter von etwa 4 Jahren umsetzen.

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Sozialverhalten und emotionale Intelligenz

„Du sollst das machen!“

Im 28. Lebensmonat deines Kleinkindes kann es dazu kommen, dass ihr im Alltag öfter Kompromisse finden müsst als sonst. Wenn es etwa keine Lust hat, sich alleine anzuziehen, sagt es: „Du sollst das machen!“. Hier zeigt sich sein Wille, Widerwille und die aktive Autonomiephase (Trotzphase). Gerade die aktuelle Altersstufe eignet sich prima, um das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit bei deinem Kind nachhaltig zu stärken. Versuche also, einen Kompromiss zu finden, der diese Fähigkeiten fördert. Beispiel: „Alles klar, ich ziehe dir den Pullover an. Ich bin gespannt, ob du es schaffst, deine Jacke alleine anzuziehen.“

Nach mehrmaligen Wiederholungen sind Tätigkeiten wie „Alleine Anziehen“ für dein Kind im besten Fall ganz natürlich. Wenn ihr keinen Kompromiss finden solltet, kannst du dein Kleinkind anziehen und laut beschreiben, was du gerade tust. Beispiel: „Jetzt ziehe ich dir die Socken an und darüber kommen die Schuhe.“ Das schult nicht nur das Sprachverständnis deines Kleinkindes, sondern ruft auch die Abfolge von Tätigkeiten in Erinnerung. Du kannst bei weiteren Situationen trotzdem immer wieder versuchen, einen Kompromiss vorzuschlagen.

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Motorik

„Ich bin ein Wirbelsturm“

Dein Kleinkind im Alter von 28 Monaten kann jetzt rennen und gleichzeitig Hindernissen auf seinem Weg ausweichen. Außerdem gelingt es ihm wahrscheinlich, beim Springen mit beiden Füßen gleichzeitig auf dem Boden zu landen.

Auch feinmotorisch zeigt sich womöglich ein Entwicklungsschub: Dein Kind kann den Stift beim Malen sicherer halten. Manche Kinder mit 28 Monaten halten den Stift mit der ganzen Hand fest, andere mit Daumen und Zeigefinger. Obendrein hat dein Kleinkind womöglich Handlungen mit Sachen als „Mittel zum Zweck“ für sich entdeckt. Beispiel: Dein Kind schiebt einen Stuhl vor sich her und stellt sich darauf, um mit der Hand ein Glas Wasser vom Tisch zu holen. Lass es ruhig machen!

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Sprachentwicklung

„Und dann, und dann, und dann…“

Womöglich kannst du mit deinem 28 Monate alten Kleinkind jetzt längere Gespräche führen und es kann Sätze von dir korrekt wiedergeben. Tipp der Redaktion: Um das als Elternteil herauszufinden, ist das Spiel „Alles nachplappern, was der andere sagt“ besonders hilfreich.

Auch die Aussprache von schwierigen Lauten fällt deinem Kleinkind jetzt leichter. Es ist vermutlich in der Lage, Nebensätze mit Wörtern wie „und, dann, oder, weil“ zu bilden. Wenn es zurzeit ein Plapperfrosch ist, überschlägt dein Kleinkind sich womöglich im Erzählen oder wiederholt einige Sätze rhythmisch wie „und dann, und dann, und dann…“. Das ist ein Zeichen dafür, dass es den starken Willen hat, dir schnell etwas zu erzählen und der Kopf und sein Sprachzentrum auf Hochtouren zusammenarbeiten, damit das möglich ist. 

Wenn du die bisherige Sprachentwicklung deines Kleinkindes spielerisch fördern willst, eignen sich besonders Kinderlieder, die du mit deinem Kleinkind im Alltag nachsingen kannst. In unserer „Ideenkiste“ findest du eine Produktempfehlung dazu, sowie ein sprachförderndes Brettspiel und ein Mitmach-Spiel, was zusätzlich die Bewegung anregt. 

Geistige Entwicklungsschritte

„Ich muss jetzt richtig aufpassen.“

Im Alter von 28 Monaten wirst du deutlich merken, wenn sich dein Kind sehr konzentrieren muss. Vielleicht fällt es dir auf, wenn dein Kind einen Ball gezielt irgendwo hin schießen will und dabei angestrengt aussieht oder sich viel Zeit dabei lässt. Eine andere Situation für die sichtbare Konzentrationsfähigkeit ist das Malen. Wenn dein Kleinkind etwa seine Zunge aus dem Mund heraushängen lässt, merkst du, dass es sich gerade konzentriert. Diese Zeichen können von Kind zu Kind unterschiedlich sein. Nimm dir einmal die Zeit, dein Kleinkind zu beobachten, wenn es tief in ein Spiel versunken ist.

Um die Fähigkeit der Konzentration zu stärken, ist es empfehlenswert, dem Kind möglichst viel Freispielzeit zu ermöglichen. Wenn das Kleinkind sich mit Dingen beschäftigt, die es selbst machen möchte, kommt es in der Regel schneller in einen konzentrierten Zustand, als wenn ein Spiel von außen angeregt wird. 

Die Grundbedürfnisse

Schlafen

„Mal so, mal so. Auf jeden Fall mit Nucki & Co.!“

Die Kleinkind-Zeit ist für viele Eltern herausfordernd. Vor allem, wenn das Kleinkind im Alter von 28 Monaten wenig schläft oder einen unruhigen Schlaf hat. Das Schlafverhalten eines jeden Kindes ist sehr individuell. Weiterhin empfehlen wir, sofern dein Kind zu Schlafproblemen neigt, bei zu starker Belastung in deiner Kinderarztpraxis um Rat zu fragen. 

Falls dein Kind beim Einschlafen auf seinen Schnuller angewiesen bist, fragst du dich vielleicht, wann du damit beginnen solltest, ihm den Schnuller abzugewöhnen. Spätes Schnullern kann nämlich zu Verformungen des Kiefers, Zahnfehlstellungen und Sprachstörungen führen. Spätestens wenn der Zahnarzt Alarm geschlagen hat, wird dieses Thema für euch wichtig und es heißt: Nuckel adé.

Du kannst so vorgehen:

  • Besprich mit deinem Kind, dass dir aufgefallen ist, dass es den Schnuller zum Einschlafen braucht und er danach unwichtig wird.
  • Überlege mit deinem Kleinkind, ob es sich vorstellen könnte, auch mal ohne den Schnuller einzuschlafen.
  • Lese mit deinem Kleinkind Bücher zum Thema „Schnullerfee“. Wir empfehlen dir das Buch in unserer „Ideenkiste“ weiter unten.
  • Baue das Thema „Schnullerfee“ in euer gemeinsames Spiel mit ein. Etwa: „Dein Hase hat jetzt seinen Schnuller abgegeben, hat er mir erzählt. Wusstest du, dass gestern die Schnullerfee bei ihm war und ihm einen Wunsch erfüllt hat? Welchen Wunsch hättest du an die Schnullerfee?“
  • Wichtig: Du solltest dein Kind nicht zwingen, aber das Thema dennoch regelmäßig anregen.
  • (Neue) Einschlafrituale, Ersatz-Tröster (Kuscheltiere, Schnuffeltuch) und kleine Spielzeuge helfen beim Abschied vom Schnuller. 

Achtung: Wenn dein Kleinkind gerade viel Angst hat (wie Trennungsangst, Verlustangst, Tod eines geliebten Menschen, Umzug, Eingewöhnung) und den Schnuller auch tagsüber einfordert, solltest du noch nicht mit dem Abgewöhnen anfangen. Tausche dich hier mit den anderen Bezugspersonen deines Kindes und dem Personal der Kita aus. Vielleicht benötigt dein Kind den Schnuller gerade umso mehr als zusätzliche emotionale Unterstützung. Eine Abgewöhnung sollte eher beginnen, wenn das Kleinkind emotional stabil ist.

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Die Verdauung

„O, das ist aber schön!“

Weiterhin gilt: Entweder ist dein Kleinkind im Alter von 28 Monaten sehr interessiert an Töpfchen, Toilettensitz, Unterhosen und Co. oder es findet die Sauberkeitserziehung überhaupt nicht spannend. Wieder andere Kinder in diesem Alter sind schon trocken, andere benötigen nachts noch eine Windel und sind tagsüber windelfrei unterwegs. Ganz gleich, welches Verhalten dein Kleinkind zeigt: Du solltest geduldig bleiben und es nicht unter Druck setzen. Erinnere dich daran, dass dein Kind selbst entscheidet, wann es „trocken werden“ möchte und dass du es bei der Sauberkeitserziehung nur begleiten, aber nicht drängen solltest.

Dennoch gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um das Thema spielerisch anzuregen:

  • Schaue dir beim Einkaufen von Kleidung mit deinem Kind Unterhosen an. Wenn es möchte, kann es sich welche aussuchen. Dasselbe gilt für Töpfchen, Toiletten-Sitz und Co.
  • Wenn dein Kleinkind sein Geschäft oder das Pipi in Windel oder Töpfchen gemacht hat, nimm dir einen Moment Zeit, es mit deinem Kind anzuschauen und auf mögliche Fragen zu reagieren. Kinder bringen eine große Neugier mit, insbesondere für ihre Ausscheidungen, die sie selbst verrichtet haben: „Das da habe ich gemacht, das ist aber schön!“
  • Zeige und beschreibe deinem Kind, wie deine Abläufe auf der Toilette sind. Wenn du und dein Kind das möchten, kann es dich beim nächsten Toilettengang begleiten.
  • Besorge Kinderbücher zum Thema, wie etwa das Buch in unserer Ideenkiste.
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Essen & Trinken

„Nach dem Essen: Zähne putzen nicht vergessen!“

Auch in diesem Monat ist das Ess- und Trinkverhalten deines Kleinkindes sehr individuell. Was neben dem regelmäßigen und ausgeglichenen Essen und Trinken mindestens genauso wichtig ist, ist das Zähneputzen nach den Mahlzeiten. Es gehört zu einer gesunden Zahn- und Mundhygiene dazu. Falls dein Kleinkind einen Kindergarten besucht, wird das Zähneputzen vermutlich auch hier Thema sein. Besprich das im Zweifel mit dem pädagogischen Personal.

Viele Eltern stehen vor der Herausforderung, die tägliche Motivation zum Zähneputzen beim Kleinkind aufrechtzuerhalten. Damit diese Alltagshandlung spielerisch und natürlich bleibt, haben wir einige Tipps für dich:

  • Mache dir klar, dass dein Kleinkind dich noch immer nachahmt. Das hilft dir zu überlegen, wie du das Thema Zähneputzen mit deinem Kind besprechen kannst.
  • Suche mit deinem Kleinkind gemeinsam eine Zahnbürste und Zahnpasta aus. Dadurch förderst du ganz nebenbei auch das Selbstbewusstsein und den Willen deines Kindes.
  • Baue das „Zähne putzen“ in euer gemeinsames Spiel mit ein. Beispiel: Beim Rollenspiel erwähnst du, dass die Kuscheltiere nach dem Essen auch immer die Zähne putzen.
  • Besorge (Bilder-)Bücher, die das Thema „Zähne putzen“ spielerisch und kindgerecht vermitteln. In unserer „Ideenkiste“ findest du eine Produktempfehlung von uns. 

Größen mit 28 Monaten – Mädchen und Jungen

28 Monate altMädchen Jungen
Gewicht10 bis 16 kg10 bis 16 kg
Körpergröße83 bis 96 cm84 bis 97 cm
⌀ Kleidergröße92/9892/98
⌀ Mützengröße50/5150/51
⌀ Schuhgröße2626

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind gerundete, weltweite Durchschnittswerte der WHO. Sie umfassen die fünf Perzentilen – 94 Prozent der Kinder lassen sich dort einordnen. Wenn sich dein Kleinkind stets unterhalb oder oberhalb der Spanne bewegt, ist bestimmt alles okay. Falls du dennoch verunsichert bist, sprich es am besten bei der nächsten U-Untersuchung oder ärztlichen Kontrolle an.

Unsere Ideenkiste für Eltern

Buch „Die kleine Schnullerfee“
Schnullerfee 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Dieses Buch regt spielerisch und kindgerecht die Abgewöhnung vom Schnuller an.

Buch jetzt bestellen
Mitmachspiel
Mitmachspiel 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Dieses Mitmachspiel lässt euch bewegen, tanzen, singen, spielen und zaubert wertvolle Familienzeit.

Mitmachspiel jetzt bestellen
Tonie-Figur „Kindergartenlieder“
Kinderlieder 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Um das gemeinsame Singen zu unterstützen, empfehlen wir für diese Tonie-Figur mit Kindergartenliedern.

Lieder-Tonie jetzt bestellen
Schubkarre für Kinder
Schubkarre 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Diese Schubkarre unterstützt den aktuellen Entwicklungsschub der Motorik deines Kindes.

Schubkarre jetzt bestellen
Sprachspiel „Hier wohne ich“
Wohnspiel 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Das Sprachspiel rund um „Zuhause“ fördert passend zum 28. Monat die Sprachentwicklung und Konzentration.

Spiel jetzt bestellen
Buch „Zähne putzen, Pipi machen“
Buch 28 Monate - Dein Kleinkind mit 28 Monaten: „Du sollst das machen!“

Damit das „Zähne putzen“ und „Pipi machen“ spielerisch vermittelt werden kann, eignet sich dieses Kinderbuch.

Buch jetzt bestellen

Von Eltern zu Eltern: Tipp des Monats

Überlegst du, dein Kleinkind für gutes Verhalten zu belohnen und/oder Verhalten, was dir die Nerven raubt, zu bestrafen?

Unsere Tipps:

  • Lob, Belohnungssysteme und Bestrafungen führen unserer Erfahrung nach selten zum Ziel.
  • Gelegentliche Belohnungen können allerdings unterstützend sein. Beispiel: „Nach dem Arztbesuch, den du nicht so gerne machst, darfst du dir aussuchen, ob wir in den Park oder auf den Spielplatz gehen!“
  • Wenn du dein Kind ständig für Verhalten belohnst, welches du selbst gut findest, macht es Dinge nicht mehr aus eigener Motivation heraus.
  • Obendrein macht es sich dann von deinem Lob abhängig und will immerzu für alles Mögliche gelobt werden. Lobe es lieber, wenn es selbst stolz auf sich ist.
  • Unsere Erfahrung: Gespräche und Kompromisse bringen viel mehr als Lob und Bestrafungen! Wenn du gelegentlich mit Belohnungen arbeiten solltest, ist das allerdings kein Weltuntergang.

In unserer aktuellen Podcast-Folge zum Thema findest du weitere Informationen dazu:

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Häufige Fragen

Mein 28 Monate altes Kleinkind ist sehr anstrengend. Was kann ich tun?

Zuallererst: Dass dein Kleinkind im Alter von 28 Monaten sehr anstrengend sein kann, ist nicht ungewöhnlich. Es befindet sich gerade vermutlich in der Autonomiephase (Trotzphase), bildet seinen eigenen Willen oder durchlebt weitere Meilensteine der Kleinkind-Entwicklung. Streitereien und Wutanfälle stehen an der Tagesordnung und du hast vielleicht das Gefühl, du müsstest deinem Kind dauerhaft Grenzen setzen.

Mache dir bewusst, dass dein Kleinkind nicht anstrengend ist, um dich persönlich zu ärgern, sondern weil gerade viele Dinge in seinem Leben gleichzeitig passieren, die es zunächst verarbeiten muss. Obendrein ist das Sozial- und Konfliktverhalten deines Kleinkindes noch im Aufbau und es lernt gerade, dass nicht jedes Bedürfnis sofort erfüllt werden kann, was bei ihm vielleicht Frust hervorruft.

Was du dennoch tun kannst, falls dein Kleinkind gerade sehr anstrengend ist:

  • Gib deinem Kind Nähe, Zuwendung und Aufmerksamkeit, wenn es diese einfordert. Sage aber auch, wenn du mal eine Pause brauchst. Kleinkinder lernen durch Nachahmung. Wenn du dich um dich kümmerst, dir Pausen nimmst und dich auch mal zurückziehst, versteht dein Kind, dass das normal ist und dass es das ebenso tun kann. Bedenke, dass dein Kleinkind weiterhin beaufsichtigt werden sollte, wenn du eine Pause machst.
  • Kommuniziere mit den anderen Bezugspersonen deines Kindes. Hinterfrage, wie du dich selbst entlasten kannst und ihr euch gegenseitig die Betreuung des Kindes aufteilen könnt. Das Ziel ist, dass alle Bezugspersonen des Kindes genügend Kraft und Energie haben, es in dieser Phase zu begleiten.
  • Baue so viel Freispielzeit wie möglich in euren Alltag ein und mache möglichst wenig Termine. Gerade die Freispielzeit ermöglicht dir und deinem Kind, dass es sich auch mal für einen längeren Zeitraum mit sich selbst beschäftigt und du eher in der beobachtenden Rolle bleibst.
  • Frage dein Kleinkind, ob es sich verabreden möchte. Der Kontakt zu anderen Kindern ist jetzt besonders relevant für die Kleinkind-Entwicklung und kann dich zusätzlich entlasten.
  • Wichtig: Nimm es mit Humor und scherze ruhig darüber! Anstrengende Phasen mitsamt Wutausbrüchen, Trotzanfällen, Anhänglichkeit und Konflikten gehen vorbei und sind ein Teil der Kleinkind-Entwicklung.
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Mein Kleinkind mit 28 Monaten schläft nicht. Was kann ich tun?

Wenn dein 28 Monate altes Kleinkind nicht schläft oder Schlafprobleme hat, kann dies verschiedene Ursachen haben. Neben der Autonomiephase (Trotzphase) zählen auch aktuelle Entwicklungsschübe, zu viele Reize oder Stress (Eingewöhnung, Umzug, Trennungsangst) dazu. Hier ist jedes Kind anders. Als Elternteil ist es empfehlenswert, die Situation zunächst zu beobachten, Ursachenforschung zu betreiben und mögliche Stressfaktoren einzuschränken. Natürlich können Schlafprobleme auch körperliche Gründe haben. Dies kannst du in der Kinderarztpraxis von der Kinderärztin/dem Kinderarzt untersuchen und den Zustand abklären lassen.

Was du sonst noch tun kannst, wenn dein Kind schlecht oder gar nicht schläft:

  • Probiere mit deinem Kleinkind eine neue Einschlafroutine aus (wie etwa tägliches Baden vor dem Einschlafen).
  • Kaufe einen Einschlafbegleiter mit deinem Kleinkind (Kuscheltier, Spieluhr oder Ähnliches).
  • Besorge mit deinem Kind passende Bücher für das Einschlafen, die es sich selbst aussuchen darf.
  • Überlege, ob ihr das Bett anders stellen, gestalten oder beziehen wollt. Binde das Kleinkind auch hier mit ein.
  • Bleibe weiterhin geduldig und zuversichtlich, dass der Zustand besser wird.

Wenn dem nicht so ist: Suche im Zweifel immer die Kinderarztpraxis auf und lass die Schlafprobleme deines Kindes ärztlich abklären. 

Mein Kleinkind mit 28 Monaten spricht nicht. Was kann ich tun?

Wenn dein Kleinkind mit 28 Monaten noch nicht spricht, solltest du in jedem Fall eure Kinderarztpraxis aufsuchen und dich zu logopädischem Fachpersonal überweisen lassen. Hier bekommst du Aufschluss über die Diagnose, Behandlung und Prognose bzgl. der Sprachentwicklung deines Kleinkindes. Vielleicht liegt auch eine Entwicklungsverzögerung, eine Entwicklungsstörung vor oder ein (bisher unerkanntes) körperliches Leiden im Bereich der Ohren vor.

All das lässt sich im Gespräch und den Untersuchungen durch das Fachpersonal herausfinden. Ansonsten empfehlen wir, mit dem Kleinkind weiterhin zu sprechen, immer den Blickkontakt zu wahren und es in Alltagsgespräche einzubeziehen, selbst wenn es nicht antwortet. Beobachte, ob dein Kleinkind auf anderen Wegen mit dir/euch kommuniziert und eher nonverbale Kommunikation, wie Mimik und Bewegung nutzt.

Hat dir unser Artikel zur Entwicklung im 28. Lebensmonats deines Kleinkindes geholfen? Wie ist es bei deiner Tochter/deinem Sohn? Hinterlasse uns gern einen Kommentar!

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Quellen

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