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Wehen fördern und auslösen: 10 Tipps die funktionieren

Inhaltlich geprüft von Hebamme Nadine Beermann.

Der errechnete Geburtstermin ist schon erreicht und der Nachwuchs findet es in deinem Bauch noch immer so bequem, dass sich nichts tut? Es gibt einige Tipps, die dabei helfen können, Wehen zu fördern.

Wehen fördern vs. Zeit für das Baby

Natürlich ist es verständlich, dass du unheimlich gerne endlich mit dem lang ersehnten Nachwuchs kuscheln möchtest. Bedenke dennoch, dass alle Mittel, die Wehen zu fördern, erst dann helfen, wenn dein Baby auch geburtsbereit ist. Teste die nachfolgenden Tipps daher bitte nur dann, wenn du schon 40 Wochen schwanger bist und dich bereit für die Geburt fühlst. Versuche nicht, dein Baby vor dem errechneten Geburtstermin zu locken. Jeder Tag im Bauch ist wichtig und wertvoll für den Nachwuchs. Sprich zur Sicherheit auch mit deinem Arzt oder der Hebamme. Diese kontrolliert noch einmal, wie es mit den Geburtsanzeichen aussieht und ob es dem Baby gut geht.

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Die 10 effektiven Tipps zur Förderung der Wehen

1. Genießt körperliche Nähe

Einer der effektivsten Auslöser für Wehen ist Geschlechtsverkehr. Neben der Stimulation, die durch den weiblichen Orgasmus hervorgerufen wird, spielt auch das Sperma eine wichtige Rolle. So findet sich in der Samenflüssigkeit der Wirkstoff Prostaglandine. Dieser wird auch zum Einleiten der Wehen im Krankenhaus eingesetzt. Prostaglandine lassen den Gebärmutterhals weicher werden und sorgen dafür, dass sich der Muttermund öffnen kann.

Der weibliche Orgasmus sorgt für die Ausschüttung von Oxytocin. Auch dieses Hormon kann die Wehen in Schwung bringen. Besonders gut hilft Geschlechtsverkehr, wenn du schon leichte Wehen hast.

Wichtig: Wenn du schon einen Blasensprung hattest, solltest du keinen Geschlechtsverkehr mehr haben. Dein Baby ist nicht mehr ausreichend vor Bakterien geschützt. Diese können ins Fruchtwasser gelangen und Infektionen hervorrufen.

2. Wärme für die Wehen

Kombiniere Entspannung mit Wehenförderung. Lass dir ein warmes Bad ein und füge ins Wasser etwas Zimt oder Ingwer hinzu. Neben der entspannenden Wirkung, die Wärme auf deinen Körper hat, können auch Wehen unterstützt werden. Das Wasser sollte eine angenehme Wärme haben, aber nicht zu heiß sein. Achte darauf, dass du nicht allein zu Hause bist. Manchmal kann die Wärme dafür sorgen, dass dir schwindlig wird oder du einen Wehensturm bekommst. Diese schnell aufeinander folgenden Wehen haben zwar oft keinen Einfluss auf den Muttermund. Sie sind dennoch schmerzhaft und sollten beobachtet werden.

3. Massiere deinen Bauch

Oft kann eine Bauchmassage wahre Wunder bewirken, wenn du die Wehen in Schwung bringen möchtest. Leg dich für die Massage ganz entspannt hin. Du kannst eine seitliche Position einnehmen oder dich mit dem Rücken an die Sofalehne legen. Zieh deine Beine leicht an und beginn mit einer kreisenden Bauchmassage. Wenn du zusätzlich zu einem Nelkenöl, einem Zimtöl oder einem Ingweröl greifst, wird die fördernde Wirkung noch unterstützt.

Tipp: Mische Mandelöl mit Zimtöl und massiere den Bauch im Uhrzeigersinn mit sanftem Druck. Das kann natürlich auch sehr gerne der Partner übernehmen.

4. Mit Bewegung leichte Wehen in Schwung halten

Bewegung ist vor allem dann eine große Hilfe, wenn du bereits leichte Wehen hast und diese weiter fördern möchtest. Du kannst lange Spaziergänge machen und auch das altbekannte Treppensteigen ist eine sehr gute Unterstützung. Achte dabei jedoch darauf, dass du dich nicht überanstrengst, da du für die bevorstehende Geburt deine Kräfte ebenfalls brauchst.

5. Ein Tässchen Tee zum Wehen fördern

Schon seit Jahrhunderten werden bestimmte Kräuter dafür verwendet, die Geburt voranzutreiben. Brombeerblätter-Tee oder auch Himbeerblätter-Tee sind besonders beliebte Tees, um den Muttermund schön weich zu machen. Du kannst jedoch auch zu einem kräftigen Gewürztee greifen. Diesen brühst du mit etwas Zimt, Gewürznelken, einem Stück aus der Ingwerwurzel auf und kannst ihn mit Honig süßen, wenn er dir sonst nicht schmeckt. Trink den Tee warm und mach anschließend einen kleinen Spaziergang.

6. Der Besuch beim Chinesen oder Inder

Hier kombinierst du gleich zwei Vorteile miteinander: Du gehst vor der Geburt doch noch einmal in aller Ruhe essen und förderst die Wehen durch eine scharfe Mahlzeit. Scharfes Essen hat den Effekt, dass der Darm stärker arbeitet. Im Körper liegen die Gebärmutter und der Darm sehr nah beieinander. Kommt dieser nun in Schwung, dann kann es sein, dass Wehen ausgelöst werden.

7. Tampon mit Nelkenöl

Dieser Tipp sollte auf keinen Fall allein durchgeführt werden. Sprich erst mit deiner Hebamme. Sie kann dir dabei helfen, die optimale Dosierung zu finden.

Wichtig: Nicht jeder verträgt Nelkenöl. Teste also erst einmal auf deiner Hand, ob du die Mischung auch gut annimmst und nichts brennt und sich keine roten Flecken bilden.

Optimal ist eine Mischung aus 30 ml Mandelöl (oder Sonnenblumenöl) und 50 Tropfen Nelkenöl. Gib anschließend auf den Tampon fünf bis sechs Tropfen dieser Mischung und führe ihn ein. Falls der Tampon ein Brennen auslöst, solltest du ihn sofort entfernen. Bleib dabei immer mit deiner Hebamme in Kontakt und informiere sie darüber, dass du einen Nelkenöl-Tampon verwendest.

8. Stimulation der Brustwarzen

Hast du schon einmal von der Brustwarzen-Stimulation gehört? Bei der Stimulation in diesem empfindsamen Bereich wird dafür gesorgt, dass der Körper Oxytocin bildet. Es handelt sich um dasselbe Hormon, das auch bei einem Orgasmus bei der Frau durch den Körper gebildet wird. Für eine leichte Stimulation massierst du deine Brustwarzen sanft für 60 Sekunden. Pausiere für 60 Sekunden und führe die Massage dann wieder fort. Achte auf deinen Körper, damit du einen eigenen Rhythmus findest und schaffe eine entspannte Umgebung.

9. Akupunktur durch die Hebamme

Viele Hebammen empfehlen eine Akupunktur, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten und die Wehen in Schwung zu bringen. Du kannst sogar schon einige Tage vor dem Geburtstermin mit der Akupunktur beginnen und mehrere Termine wahrnehmen. Durch den Einsatz der dünnen Nadeln sollen spezielle Punkte stimuliert werden, die deine Gebärmutter in Schwung bringen und dafür sorgen, dass die Geburt leichter verläuft.

10. Der berühmte Wehencocktail

Ein Tipp, von dem du sicher schon einmal gehört hast, ist der Wehencocktail. Die Mischung wird normalerweise mit Rizinusöl angereichert, das dafür sorgen soll, den Darm anzuregen und so die Wehen zu fördern. Der Cocktail sollte nur von einer Hebamme zubereitet und unter ihrer Aufsicht eingenommen werden. Umstritten ist heute, ob es wirklich notwendig ist, den Körper durch das Abführmittel zu schwächen. Zudem kann es passieren, dass es zu unkontrollierbaren Dauerkontraktionen kommt. Informiere dich daher vor der Einnahme über mögliche Nebenwirkungen und lass von deiner Hebamme prüfen, ob ein Wehencocktail dir helfen kann.

Wichtig: Überfordere deinen Körper nicht. Kombiniere nicht mehrere der Tipps miteinander. Natürlich kannst du Geschlechtsverkehr und die Brustwarzenstimulation miteinander in Einklang bringen. Tee, scharfes Essen und Nelkenöl-Tampon sollten jedoch nicht zeitgleich angewendet werden. Gib dir und deinem Baby die Zeit, die noch gebraucht wird und geh entspannt in die Geburt hinein.

Welche der Tipps zum Wehen fördern würdest du anwenden und welche nicht? Schreib es uns in die Kommentare.

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5 Kommentare
  1. Sona sagt

    Also das mit dem essen mache ich eh immer schon 🙈😅 Ich bin mit einem Asiaten zusammen und esse somit regelmäßig Asiatisches schärferes Essen 😅 Das zählt für mich nicht mit dazu, meine Hebamme meinte auch dadurch das ich ew regelmäßig esse ist der kleine das gewöhnt. Ich probiere es aktuell mit Baden und Tees. Bewegung habe ich automatisch durch das Gassi gehen und Geschlechtsverkehr plane ich jetzt eher weniger zum Wehenfördern haha wenn wir Lust dazu haben haben wir Lust dazu und wenn nicht dann nicht, ich überlege da auch nicht vorher ob ich Baden war oder Tee getrunken habe 😅

  2. kafremi sagt

    Ich finde das Bad klingt gut. Leider musste ich bei meinen anderen beiden Kindern recht viel mit der Hebamme ausprobieren. Geholfen hat am Ende nur der Cocktail und da ist auch die Tageszeit usw wichtig, wann er getrunken wird und das dann innerhalb von 30 Min etc.
    Diesmal werde ich mit meinem Mann wohl das Bad ausprobieren.
    Ich habe gehört das auch ein Einlauf oder ein Microklist helfen kann die wehen in Gang zu bringen.
    Mal sehen hoffentlich komme ich um den Cocktail herum er schmeckt nämlich ganz fürchterlich.

  3. Krun sagt

    Also Tee und Bewegung helfen gut.. Baden eher nicht bei Kind Nummer 2… Das entspannt oft zu arg und es hört wieder auf. Darm anregen ist immer gut… Aprikosen, Datteln und so…
    Hoffentlich habe ich es bald geschafft 🙈

  4. sgh sagt

    also ich bin aktuell mit kind 3 in den letzten tagen sag ich mal … 38+1 beide kinder kamen in dieser woche.
    darm ist bei mir seit 1m in gang, bei den ersten zwei 1-2 wochen nur.
    ebenso wie etwas blutiger schleim 2 tage, das dauerte bei meinen ersten 2 auch. nur 1 wo bis geburtsstart.
    baden hilft nicht, ich (salzwasser)bade seit 2-3 monaten regelmäßig weil nichts gegen den hormonbedingten schlaf u. nerven raubenden schwangerschaftsjuckreitz hilft.
    gesund und bio esse wir sowieso.
    bewegung mit haushalt, baustelle, garten, tieren und kindern ist genug gegeben.
    ich trage ein mieder aufgrund von bindegewegsschwäche und starken venenbeschwerden (natürlichh auch kompressionsstrümpfe seit dem 2. ss monat), welches auch den bauch sprich baby in position hält damit der druck auch am mumu. arbeiten kann.
    wilde wehen hab ich seit gut 1 monat, auch das köpfchen ist auf anschlag, lässt sich innerlich tasten.
    leider komm ich nur knapp an den muttermund dass ich mitbekomme dass er offen und weich ist, sonst würd ich ihn stimulieren.

    mal schauen wies weiter geht 🙂

  5. sgh sagt

    … ach ja, ss-tee eben mit extra himbeerblätter (gewebelockernd) für die letzte zeit, macht sich auch nicht bemerkbar.
    ebenso wie annanas (bio, oder ganze frische), die ess ich regelmäßig weil sie auch für die venen gut sein soll.
    noreia entspannungszäpchen hab ich mich auch überwunden zu probieren.

    die akupressurpunkte kenne ich von anderen beschwerdlichen anwendung, schulter hab ich letztens probiert wegen verspannung …

    bauch massage naja ich schmiere ihn regelmäßig mit creme ein …

    was ich weis das hilft, wenn man komplett geburtsbereit ist … also bei meiner zweiten mit deutlichem pfropfabgang und blut war tage später die eipollösung funktionierte quasi auf die minute 😀

    also was ich jetzt bewusst testen werde ist die brustwarzenstimulation. mal schauen weil sie seit eingen tagen ziehen.

    also meine ganzen körperlichen anzeichen sprechen eher dafür und das das baby noch keine hormone zur geburtsbereitschaft wegen der lunge ausgeschüttet hat, glaub ich aktuell nicht mehr.

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