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Geburtsvorbereitende Akupunktur in der Schwangerschaft

Schwangere tun ja vieles, um ihr Kind schnell und gesund zur Welt zu bringen. Mittlerweile bieten die meisten Hebammen Akupunktur zur Geburtsvorbereitung an. Aber was bringt sie wirklich, wie oft ist sie nötig und wer zahlt das Ganze? Wir beantworten deine Fragen rund um Akupunktur in der Schwangerschaft.

Geburtsvorbereitende Akupunktur – was bringt sie wirklich?

Zur geburtsvorbereitenden Akupunktur gibt es mittlerweile einige Studien. Einige kommen zu dem Schluss, dass sich Akupunktur positiv auf das Schmerzempfinden und die Geburtsdauer auswirkt, andere konnten diese Effekte nicht mit eindeutiger Klarheit nachweisen.

Es scheint darauf anzukommen, zu welchem Zeitpunkt die Akupunktur und wie lange sie durchgeführt wird. Wichtig ist auch, wie erfahren der Ausführende ist. Alles in allem kannst du aber davon ausgehen, dass du Akupunktur zur Geburtsvorbereitung ohne Gefahr für das Baby probieren kannst. Studien hin oder her: Hebammen sind sich einig, dass die Akupunktur vor der Geburt durchaus positive Effekte hat. Diese können sein:

  • Mehr Zuversicht statt Angst vor der Geburt
  • Unterstützung der Reifung des Muttermundes, damit er sich unter der Geburt leichter öffnet
  • Auslösen von Wehen, wenn das Baby bereit ist
  • Weniger Schmerzen (dieser Punkt ist strittig)

Gerade die beschleunigte Zervixreifung (Muttermund) kann die Geburt bei dir um etwa 2 Stunden verkürzen. Die Eröffnungsphase ist die längste von allen Geburtsphasen und dauert im Schnitt 10 Stunden, mithilfe von Akupunktur im Schnitt nur 8.

Ab wann, wie oft und wie lange?

Damit überhaupt ein Effekt spürbar ist, reicht es nicht, wenn du kurz vor der Geburt mit der Akupunktur beginnst. Besser sind wöchentliche Sitzungen über einen Zeitraum von etwa 5 Wochen. Üblicherweise werden die Nadeln etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche gesetzt. Jede Sitzung dauert 20 bis 30 Minuten. Da es Akupunktur-Punkte gibt, die Wehen auslösen können, werden diese erst dann stimuliert, wenn keine Frühgeburt mehr droht, also etwa ab der 38. Schwangerschaftswoche. Vorher gibt es noch genügend Punkte zur Entspannung und für die Zervixreifung.

Wer bietet geburtsvorbereitende Akupunktur an?

Akupunktur zur Vorbereitung auf die Geburt bieten mittlerweile recht viele Fachkräfte an. Denn sie lässt sich als Zusatzqualifikation relativ leicht erwerben. Du kannst dich in Hebammen-Praxen behandeln lassen. Oder aber du fragst deine Frauenärztin, ob sie Akupunktur in ihrer Praxis anbietet. Manchmal haben auch Hebammen, die Geburtsvorbereitungskurse im Krankenhaus durchführen, Akupunktur-Sitzungen in diesen Räumlichkeiten. Auch erfahrene Heilpraktiker oder TCM-Therapeuten sind ein guter Anlaufpunkt.

Was kostet die Akupunktur und wer zahlt?

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung ist leider keine Kassenleistung. Das heißt, du musst sie selbst zahlen. Nur einige wenige private Krankenkassen erstatten die Kosten. Eine Sitzung bei Hebammen oder Frauenärzten kostet etwa 20 Euro. Bei anderen Anbietern sind bis zu 60 Euro drin.

Wie läuft eine Sitzung ab und was soll ich anziehen?

Zuerst wird dich der/die Akupunktierende bitten, dich hinzulegen oder zumindest mit ausgestreckten Beinen hinzusetzen. Dann wird er/sie die Punkte erfühlen und die Nadeln nach und nach wenige Millimeter tief einsetzen. Keine Angst, das tut eigentlich gar nicht weh. Wenn etwas unangenehm ist, sag das am besten sofort.

Sind alle Nadeln gesetzt, werden die Punkte nacheinander noch etwas stimuliert. Dann heißt es abwarten und entspannen, etwa 20 Minuten lang. Danach werden die Nadeln gezogen. Das war’s auch schon.

Da die Akupunkturpunkte an den Unterschenkeln, Füßen und Händen sitzen, ist es am besten, wenn du eine weite Hose oder einen Rock trägst und deine Strümpfe ausziehst. Keine Sorge, die Behandelnden sind Leid gewohnt. Du musst dich überhaupt nicht schämen, wenn deine Füße nicht übermäßig gepflegt sind oder gar schwitzen. Denn beides ist mit dem dicken Bauch völlig normal.

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Würdest du geburtsvorbereitende Akupunktur in Anspruch nehmen?

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