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Dein Kleinkind mit 35 Monaten: „Ich war das nicht!“

35 Monate Beitagsbild - Dein Kleinkind mit 35 Monaten: "Ich war das nicht!"

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Dein Kleinkind mit 35 Monaten (2 Jahre und 11 Monate) steht kurz vor seinem 3. Geburtstag! Neben den Vorbereitungen für das Fest beschäftigen dich als Elternteil jetzt womöglich erste Lügen oder ein herausforderndes Verhalten deines Kindes. Welche Meilensteine in diesem Monat sonst noch auf dich warten könnten, erfährst du in diesem Artikel!

Das Wichtigste in Kürze 

  • Der 3. Geburtstag deines Lieblings steht kurz bevor!
  • Aktuell bastelt dein Kleinkind gerne. Zusätzlich entwickelt es eigene Spielideen.
  • Es ist gut möglich, dass es gelegentlich lügt oder Verbotenes ausprobiert. Wir sprechen Empfehlungen aus, wie du damit umgehen kannst.
  • Auch erste Doktorspiele oder das Erforschen des eigenen Körpers sind jetzt spannend.
  • Wenn dein Kleinkind phasenweise keine Lust auf das Waschen oder Baden hat, können kleine Tricks Abhilfe schaffen.

Die Entwicklung deines Kleinkindes mit 35 Monaten

Nur noch einen Monat, dann ist dein 35 Monate altes Kind schon 3 Jahre alt! Die Baby- und Kleinkind-Zeit neigt sich dem Ende zu und dein Schatz kommt ins Vorschulalter. Verrückt? Auf jeden Fall. Noch verrückter sind nur die vielen Meilensteine und Fähigkeiten, die dein Kind in diesem Monat zeigt.

Spielverhalten

„Das wird ein Geschenk für dich!“

Willkommen im Spiel des 35. Lebensmonats! Dein Kleinkind lebt sich weiterhin kreativ aus. Es nutzt verschiedene Materialien, Dinge und Gegenstände und zaubert daraus Kunstwerke und neue Welten.

Damit dein Kind sich seine Basteleien immer wieder anschauen und ins Spiel einbauen kann, lohnt es sich, einiges davon aufzubewahren. Dafür kannst du etwa die Fensterbank in seinem Kinderzimmer nutzen. Diese Präsentation seiner Kunstwerke kann das Selbstbewusstsein fördern. Obendrein schaffen die Basteleien Gespräche zwischen euch und du bekommst einen Einblick in die Fantasiewelt deines Kindes.

Passend zu diesen Interessen im 35. Monat haben wir Stoffbeutel und einen Kissenbezug zum selbst Bemalen in unserer Ideenkiste. Vielleicht wäre das ja auch eine Aktion für die Geburtstagsfeier deines Kindes? Die besten Geschenke zum 3. Geburtstag findest du übrigens hier:

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Sozialverhalten und emotionale Intelligenz

„Ich war das nicht!“

Dein 35 Monate altes Kleinkind hat in den vergangenen Monaten soziale Regeln und seine eigenen Gefühle kennengelernt. Die Autonomiephase (Trotzphase) kann sich noch immer zeigen. Was in diesem Alter ebenfalls typisch ist, sind erste Lügen oder etwas „Verbotenes“ zu tun.

Beispiel: Dein Kind schnappt sich heimlich dein Arbeits-Handy und lässt es herunterfallen. Es tut etwas Verbotenes (dein Arbeits-Handy nehmen) und sagt dann „Ich war das nicht!“. Schon gewusst? Kleinkinder im Alter von 1 bis 3 Jahren lügen nicht absichtlich. Dadurch, dass sie eine blühende Fantasie und ein großes Vorstellungsvermögen haben, können sie Realität und Einbildung noch nicht voneinander unterscheiden. Das zeigt sich auch, wenn sie Albträume haben. 

In dem Beispiel oben kann es aber gut sein, dass dein Kind verstanden hat, was es nicht darf, weil du es ihm bereits erklärt hast. Die Erklärung „Ich darf nicht Mamas Arbeits-Handy nehmen“ kann es also abrufen, aber noch nicht umsetzen. Solche Situationen sind deshalb notwendig, damit dein Kind lernen kann, diese Grenzen nicht zu überschreiten.

Was du tun kannst, wenn dein Kleinkind lügt oder etwas Verbotenes tut

  • Versuche, möglichst gelassen und geduldig mit deinem Kind zu bleiben. Es darf lernen und sich ausprobieren, auch wenn das bedeutet, dass es mal Regeln bricht. 
  • Erkläre ihm die Regeln, an die es sich halten sollte und die dir wichtig sind. Beispiel: „Ich wünsche mir, dass du nicht mehr an mein Arbeits-Handy gehst. Bitte versuche, beim nächsten Mal daran zu denken.“
  • Falls dein Kind dabei bleibt, dass es „das nicht war“, nimm ihm die Angst vor deiner Reaktion, in dem du mit Verständnis reagierst: „Ich höre, was du sagst, auch wenn ich es anders beobachtet habe. Falls dir so etwas noch mal passieren sollte, bin ich nicht böse mit dir. Ich liebe dich und werde dich immer lieben, egal, was du tust.“
  • Hinterfrage, ob du auf ähnliche Situationen schon mal schimpfend reagiert hast. Wenn ja, ist das kein Weltuntergang, sondern völlig verständlich (vor allem, wenn etwas kaputtgeht). Überlege dir, wie du in Zukunft damit umgehen möchtest.
  • Verstaue Dinge, die „Verboten“ sind am besten so, dass dein Kind sie nicht erreichen kann.

Motorik und geistige Entwicklungsschritte

„Das ist mein Körper!“

Dein Kleinkind im Alter von 35 Monaten hat eine ausgeprägte Körperkoordination. Obendrein erforscht es die Fähigkeiten seines Körpers immer mehr. Dieses Interesse am Thema „Körper“ kann zügig zu einem Doktorspiel werden.

Doktorspiele sind meist Rollenspiele, wie „Arzt-Spiele“ oder „Vater-Mutter-Kind“. Sie finden unter Freundinnen oder Freunden zu Hause oder in der Kita statt. Auch alleine kann das Kind sich im Rollenspiel selbst untersuchen. Gemeinsam erkennen die Kinder dann, dass sie teilweise andere Geschlechtsteile haben. Viele Eltern machen sich Sorgen, dass das Spiel auf Dauer verletzend oder sexualisiert werden könnte.

Gehörst du dazu? Wir können dich beruhigen: Wenn dein Kleinkind Doktorspiele macht, ist das in diesem Alter völlig normal. Die kindliche Sexualität ist neugierig und unbefangen. Kinder finden es spannend, den eigenen oder fremde Körper zu untersuchen. Die Verunsicherung bei „Doktorspielen“ kommt eher von Erwachsenen. Das macht hier den Unterschied. Frage auch in der Kita nach, wie das Thema dort behandelt wird. Zusätzlich kannst du Kinderbücher zum Thema „Körper“ besorgen und erste Fragen deines Kindes auf diesem Weg klären. Schau doch mal in unserer Ideenkiste vorbei.

Wenn du mitbekommst, dass dein Kind zu Hause Doktorspiele mit anderen macht, kannst du im Gespräch mit ihm etwa diese Regeln festlegen:

  • „Jedes Kind macht nur das, was es von sich aus will und nicht, weil es dazu überredet wird.“
  • „Jedes Kind darf im Spiel „Stopp“ sagen, wenn es etwas nicht anschauen oder anfassen möchte.“
  • „Es wird nichts gemacht, was einem anderen Kind weh tut.“
  • „Es werden keine Finger oder Gegenstände in Vagina, Penis oder den Analbereich gesteckt.“
  • „Nur Kinder der gleichen Altersklasse nehmen an dem Doktorspiel teil. Keine Erwachsenen, ältere Kinder oder Jugendliche.“

Wichtig: Manchmal können sich durch Nachahmung auch andere Spiele aus den Rollenspielen ergeben, wie „Wir heiraten“ oder „Wir küssen uns“. Auch das ist okay, sofern alle Kinder damit einverstanden sind und sich nicht gegenseitig verletzen. Wenn dein Kind bestimmte Dinge über die Spiele erzählt, die dir komisch vorkommen, solltest du das hinterfragen. Bleibe auch mit den Eltern der anderen Kinder im Gespräch. Nur so können mögliche Grenzüberschreitungen und Verletzungen bei deinem Kind und anderen vermieden werden.

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Sprachentwicklung

„Papa, ich bin schon fast 3.“

Durch den mittlerweile ziemlich großen Wortschatz deines 35 Monate alten Kindes, könnt ihr gut Gespräche führen. Dein Kind versteht dich, nutzt immer neue Begriffe, Wörter und Sätze und kann dir auf Fragen oder Aufforderungen antworten. Es spricht dabei nicht immer grammatikalisch richtig, was aber völlig altersgerecht ist. 

Durch den großen Wortschatz deines Lieblings kannst du ihn ruhig fragen, wie er sich seinen 3. Geburtstag vorstellt. Da dein Kind jetzt ein erstes Zeitverständnis hat, versteht es vielleicht schon, in welcher Jahreszeit oder in welchem Monat sein Geburtstag ist.

Überlegt gemeinsam:

  • Wie möchte dein Kind seinen Geburtstag feiern?
  • Gibt es eine Feier mit seinen Spielkameraden und eine mit der Familie?
  • Wer soll bei der Feier dabei sein?
  • Was möchte dein Kind machen?
  • Gibt es ein Motto-Wort oder Thema für den Geburtstag?
  • Wann soll die Feier stattfinden?
  • Was braucht ihr an Material dafür?

Diese Einbindung (Partizipation) fördert das Selbstvertrauen, die Sprache und die Selbstständigkeit deines Kindes. 

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Von Eltern zu Eltern

Tipps für den Kindergeburtstag im 3. Lebensjahr

Bei einigen Kindern starten die geplanten „Kindergeburtstage“ mit dem 3. Lebensjahr. Falls ihr das noch nicht macht, können unsere Tipps auch für die generelle Geburtstagsfeier hilfreich sein.

Unsere Tipps:

  • Setze für den Geburtstag etwa 2,5 bis 3 Stunden an. Beispiel: 15:30-18:30 Uhr. Das reicht meist völlig aus und die Kinder werden nicht überfordert.
  • Bei gutem Wetter: Ausflüge in einen Wild- oder Tierpark sind oft kostengünstig und schnell umsetzbar. Ihr könnt entweder Vorort oder bei euch zu Hause den Geburtstagskuchen essen. Dabei könnt ihr das Geburtstagskind feiern. Singen, Tanzen und freies Spiel sollen natürlich auch nicht zu kurz kommen.
  • Bei schlechtem Wetter: Back to the roots! Organisiere eine Schnitzeljagd durch eure Wohnung, mitsamt Topfschlagen, Schokolade mit Handschuhen auspacken, Zeitungstanz und Co. Obendrein könntet ihr die Stoffbeutel oder Kissenbezüge aus unserer Ideenkiste bemalen. Das tolle? Diese Geburtstags-Aktionen sind auch in kleinen Wohnungen gut umsetzbar.
  • Ideen zum Essen und Trinken: nachmittags könnte es einen einfachen Kinder-Kuchen geben. Zu trinken eignet sich Wasser, Apfelschorle oder zur Feier des Tages Fanta. Fürs Abendessen empfehlen wir: Pizza mit fertigem Teig zum selbst belegen (gibts in jedem Kühlregal), Pommes, Kartoffeln und Rührei oder belegte Brötchen.

Die Grundbedürfnisse

Schlafen

„Hier mache ich eine Pause!“

Auch im Alter von 35 Monaten bleibt der Schlafbedarf deines Kleinkindes individuell und kann sich phasenweise ändern. Den meisten Kindern reicht eine Mittagsruhe als Alternative zum Mittagsschlaf. Doch zwischendurch zur Ruhe zu kommen, ist nicht immer leicht. Vor allem, wenn dein Kind vorher intensiv im Spiel war.

Kennst du das? Du besorgst ständig neue Bücher und überlegst dir, welches Kuscheltier deinem Kleinkind am besten beim Ausruhen im Kinderzimmer helfen könnte. Trotz aller Angebote ist dein Kind noch ziemlich aufgeregt. Obendrein sucht es minutenlang nach der richtigen Kuschel-Position, bis die Situation zwischen euch völlig eskaliert. Gemeinsame Ruhepausen? Unmöglich!

Wir empfehlen hier, dein Kind aktiv einzubinden, wie die „Kuschelecke“ für die Mittagsruhe aussehen soll.

Dafür kannst du dein Kind fragen:

  • Wo es sich ausruhen möchte (Beispiele: Sofa, Spielzelt, Bett, Hängematte).
  • Welche Kissen, Decken und Kuscheltiere es dafür braucht.
  • Ob es mit dir gemeinsam ein Kissen speziell für die Mittagsruhe bemalen möchte (siehe Ideenkiste).
  • Welche Musik und Bücher es dabei hören und lesen möchte.

Die Vorlieben deines Schatzes können sich über Phasen auch immer wieder ändern: Bleibt also weiterhin in Gesprächen darüber. Beim Gestalten der „Kuschelecke“ könnt ihr euch auch Inspirationen der Montessori-Pädagogik holen. Hier sind Ruhe-, Kuschel- und Schlafecken ein fester und immer zugänglicher Bestandteil im Kinderzimmer. 

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Die Verdauung

„Ich will aber nicht baden!“

Im Alter von 35 Monaten sind die meisten Kinder tagsüber und nachts trocken oder gerade dabei, das zu trainieren. Das Töpfchentraining, unsere generellen Tipps zur Sauberkeitserziehung sowie Töpfchen und Toilettensitze können dich hierbei unterstützen. Falls dein Kleinkind länger benötigt, um „Trocken zu werden“, solltest du es nicht unter Druck setzen: Solange es in diesem Alter schon die Reifezeichen zeigt, ist alles in Ordnung. Ansonsten kannst du im Zweifel auch immer in deiner Kinderarztpraxis um Rat fragen.

Bei diesem spannenden Meilenstein kommt es auch mal zu kleineren Unfällen. Gerade dann, wenn das Kind das große Geschäft in die Unterhose gemacht hat, muss es nicht selten gebadet werden. Doch nicht alle Kinder mit 35 Monaten baden gerne. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn dein Kleinkind phasenweise gerne badet und sich plötzlich überhaupt nicht mehr waschen möchte.

Was du in solchen Phasen tun kannst:

  • Dir sicher sein, dass diese Ablehnung gegen das Baden und Waschen nicht ewig anhält. 
  • „Baden“ spielerisch aufziehen, indem du Badespielzeug vorschlägst und das Kind eher im Wasser planschen/schwimmen lässt. Das Ganze kannst du genau so ankündigen: „Wollen wir ein wenig schwimmen/planschen?“
  • Manchmal hilft auch eine spielerische Herausforderung, um das Kind zu animieren: „Wie viele Badetiere können wir gleichzeitig untertauchen lassen? Was meinst du?“
  • Wenn gar nichts hilft: Einen Kompromiss vereinbaren! Beispiel: „Wir müssen dich jetzt baden. Dafür gibt es keine Alternative. Du kannst dir aber aussuchen, ob du dein Auto oder deine Puppe mit in die Badewanne nehmen willst, dann können wir sie auch waschen.“
  • Gut zu wissen: Bei Protest des Kindes klappt das „Du kannst zwischen 2 Optionen wählen“-Prinzip häufig gut, für zügige Kompromisse.

Essen & Trinken

„Ich habe keinen Durst!“

Neben dem Essverhalten deines 35 Monate alten Kleinkindes ist das Trinkverhalten ebenso individuell. Gerade wenn dein Kind schon eine Kita besucht oder nachmittags viel draußen ist, kann es durch die vielen Spielmöglichkeiten und Reize abgelenkt werden. Die Folge: Es trinkt tagsüber zu wenig. Wir empfehlen, das Ganze zu beobachten. Zusätzlich kannst du deinen Verdacht mit dem Personal der Kita besprechen. Hinterfrage auch, ob das Kind während der Mahlzeiten (egal ob zu Hause oder in der Kita) genügend Trink-Möglichkeiten hat. Selbst wenn es in Spielphasen nicht zum Trinken zu animieren ist, kann das bei den Mahlzeiten einfacher sein. 

Zu Hause kannst du mit deinem Kleinkind eine Flasche bereitstellen, die es selbst besonders schön findet. Dann kannst du einen Sticker darauf kleben und das Kind kann über den Tag hinweg versuchen, die Flasche bis zum Sticker leerzutrinken. Das macht es spielerisch und ist eine kleine Herausforderung. 

Doch wie viel Trinken ist genug? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt bei Kindern zwischen 1 bis unter 4 Jahren eine tägliche Menge Wasser von 820 ml. Die restlichen 350 ml nimmt das Kind meist automatisch über die Nahrung auf.

Falls du das Gefühl hast, dass dein Kleinkind dauerhaft viel zu wenig trinkt, solltest du die Kinderärztin/den Kinderarzt um Rat fragen. Falls eine körperliche oder emotionale Ursache dafür vorliegt, wird dir in der Kinderarztpraxis bestmöglich geholfen. 

Größen mit 35 Monaten – Mädchen und Jungen

35 Monate altMädchen Jungen
Gewicht11 bis 18 kg11 bis 18 kg
Körpergröße87 bis 102 cm89 bis 102 cm
⌀ Kleidergröße98/10498/104
⌀ Mützengröße50/5150/51
⌀ Schuhgröße2727

Die oben stehenden Werte für Gewicht und Länge sind gerundete, weltweite Durchschnittswerte der WHO. Sie umfassen die fünf Perzentilen – 94 Prozent der Kinder lassen sich dort einordnen. Wenn sich dein Kleinkind stets unterhalb oder oberhalb der Spanne bewegt, ist bestimmt alles okay. Bedenke: Manchmal wächst dein Kind gefühlt monatelang nicht und dann hat es plötzlich einen Wachstumsschub. All das ist völlig regulär. Falls du dennoch verunsichert bist, sprich es am besten bei der nächsten U-Untersuchung oder ärztlichen Kontrolle an.

Unsere Ideenkiste für Eltern

Kinderbuch „Körper“
35 Monate Kinderbuch Körper - Dein Kleinkind mit 35 Monaten: "Ich war das nicht!"

Wenn dein Kleinkind erste Doktorspiele macht oder dir Fragen zu seinem Körper stellt, können wir dir dieses Buch empfehlen.

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Stoffbeutel zum Bemalen
35 Monate Stoffbeutel - Dein Kleinkind mit 35 Monaten: "Ich war das nicht!"

Diese schönen Stoffbeutel sind nicht nur nachhaltig, sondern auch zum selbst Bemalen! Vielleicht beim Kindergeburtstag?

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Kissen zum selbst bemalen
35 Monate Kissen - Dein Kleinkind mit 35 Monaten: "Ich war das nicht!"

Egal, ob als Geburtstags-Aktion oder alleine: Das Bemalen von Kissen macht Spaß und fördert die Kreativität!

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Finger- und Stofffarbe
35 Monate Fingerfarbe - Dein Kleinkind mit 35 Monaten: "Ich war das nicht!"

Für Mal-Aktionen sind passende Finger- und Stofffarben besonders wichtig. Mit diesen Farben kann dein Kind sich kreativ ausleben!

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Häufige Fragen

Wie sieht die Trotzphase bei einem 35 Monate alten Kind aus?

Wenn dein 35 Monate altes Kind in der Autonomiephase (Trotzphase) ist, kann das etwa so aussehen:

  • Dein Kind fühlt alle Gefühle stärker als zuvor und zeigt dir das. Vor allem seine Wut kannst du jetzt deutlich erkennen, über Wutanfälle oder Trotzanfälle.
  • Du hörst im Moment häufig Worte wie „Will nicht“, „Du sollst das machen.“, „Alleine machen.“, „Nein.“ – Das ist der Willen und Widerwillen deines Kleinkindes, der sich gerade ausbildet.
  • Dein Kind versteht, dass wir Menschen unterschiedlich fühlen können. Es hinterfragt Gefühle von anderen.
  • Es stellt dir viele Fragen und ist womöglich anhänglicher als zuvor.
  • Probiere, dir jetzt genügend Zeit für dich zu nehmen, um dein Kind mit Kraft zu begleiten. Hier kommen die Stichworte Me-Time und Paarmomente ins Spiel. 
  • Setze deinem Kind „Grenzen“, wenn es mit seinem Verhalten andere Menschen verletzen sollte. Dann kannst du mit ihm sprechen und ihm Alternativen für sein Verhalten erklären. 
  • Die anderen Entwicklungen, wie die Sprachentwicklung, motorische Entwicklungsschübe, geistige Entwicklungsschritte oder Wachstumsschübe, passieren parallel zur Autonomiephase. Das macht sie für das Kind besonders herausfordernd.
  • Ansonsten empfehlen wir, dem Kind während der Autonomiephase (Trotzphase) möglichst viel Liebe, Nähe und Aufmerksamkeit zu schenken. 
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Mein 35 Monate altes Kind schläft schlecht. Was kann ich tun?

Wenn dein 35 Monate altes Kind schlecht schläft, gibt es meist einen Grund dafür. Du kannst bei großen Zweifeln entweder direkt die Kinderarztpraxis aufsuchen, oder du überlegst, was sonst dahinterstecken könnte. Kleinkinder in diesem Alter bekommen sehr viel von ihrer Außenwelt mit. Größtenteils verarbeiten sie die Reize und Erfahrungen des Tages in der Nacht. Das kann bei viel Anstrengung den Schlaf und das Einschlafen beeinflussen.

Frage dich deshalb:

  • Steht dein Kind gerade unter Druck durch eine äußere Veränderung (Eingewöhnung, Tod eines Haustieres usw.)? 
  • Hat dein Kind genügend Bewegung am Tag? Ist es ausgelastet?
  • Hat dein Kleinkind ausreichend Zeit am Tag, um sich auszuruhen?
  • Habt ihr viel „Alltagsstress“ und Termine oder hat dein Kind überwiegend Zeit für das freie Spiel?
  • Ist die Schlafsituation noch richtig für dein Kind? Wo schläft es, wann und mit welchen Routinen? Gibt es beim Einschlafen zu viel Ablenkung durch Lärm oder Reize?
  • Hast du mit deinem Kind schon darüber gesprochen?
  • Wie beobachten die anderen Bezugspersonen das Ganze?

Vielleicht können dir diese Fragen helfen, eine Antwort auf dein Problem zu finden und deinem Kind zu helfen. 

Mein 35 Monate altes Kind ist anhänglich. Was kann ich tun?

Wenn dein 35 Monate altes Kleinkind anhänglich ist, empfehlen wir:

  • Schenke deinem Kind jetzt besonders viel Nähe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe.
  • Wenn du gerade am meisten gefordert bist, können die anderen Menschen im Leben deines Kindes vielleicht andere Aufgaben übernehmen.
  • Spreche mit deinem Kind: Was beschäftigt es gerade und was könnte noch dahinterstecken?
  • Du kannst dich über die Autonomiephase (Trotzphase), aktuelle Entwicklungsschübe und Entwicklungssprünge mit unseren Artikeln informieren. Anhänglichkeit kann nämlich auch ein Teil der Trotzphase oder eines Schubs sein.
  • Überlege, ob dein Kleinkind durch plötzliche Veränderungen überlastet sein könnte (Umzug, Mama bekommt ein weiteres Baby, Verlust einer Bezugsperson).
  • Wenn du weitere Verpflichtungen hast: Sprich das Zeitverständnis im Kopf deines Kindes an. Beispiel: „Jetzt muss ich zur Arbeit. Wenn du gerade kuscheln möchtest, kannst du gerne Papa fragen. Wenn ich zurück bin, heute Nachmittag, bin ich sofort wieder für dich da.“

Wenn dieser Zustand länger anhält und dich belasten sollte: Suche dir und euch Hilfe. Wir empfehlen als Erstes immer den Gang zur Kinderarztpraxis. So kannst du herausfinden, ob noch etwas anderes hinter der Anhänglichkeit stecken könnte. Falls das nicht so ist, kannst du dir auch bei Familienberatungsstellen weitere Unterstützung holen:

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Haben dir unsere Tipps und Hinweise zum 35. Lebensmonat geholfen? Wie ist es bei deiner Tochter/deinem Sohn und wie reagierst du als Mama oder Papa darauf? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar!

Quellen

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Veröffentlicht von Leonie Illerhues

Leonie war nach ihrem Studium der Heilpädagogik lange im Schulhort-, Kita- und Krippenbereich tätig. Erziehungs- und Entwicklungsthemen im Baby- und Kleinkindalter sind deshalb ihr Steckenpferd. Seit 2022 ergänzt Leonie unser Team mit diesem Schwerpunkt.

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