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Anzeichen Geburt

Anzeichen für Geburt: 21 Anzeichen, dass die Geburt bevorsteht

Inhaltlich geprüft von Hebamme Nadine Beermann.

Du hast Anzeichen – Geburt oder nicht, das ist deine Frage? Was genau deutet darauf hin, dass die Geburt bald losgeht? Sei unbesorgt, Hebammen und auch Frauenärzte weisen darauf hin, dass du den Geburtsbeginn gar nicht verpassen kannst und spürst, wenn es so weit ist. Aber welche Geburtsanzeichen geben wirklich Aufschluss darüber, wie lange es noch dauern kann? Hier sind 21 Anzeichen für eine bevorstehende Geburt.

Auf den Körper achten – diese Symptome weisen auf eine bevorstehende Geburt hin

Nimmst du dir die Zeit und achtest auf deinen Körper, wirst du vielleicht merken, dass sich zum Ende der Schwangerschaft hin kleine Veränderungen bemerkbar machen. Einige davon können ein Anzeichen für eine baldige Geburt sein:

Anzeichen GeburtAb wannArt des Symptoms
1. Nestbautriebwenige Wochen vor der Geburtunsicher
2. Innere Unruhewenige Tage vor der Geburtunsicher
3. Plötzliche, absolute Gelassenheitwenige Tage vor der Geburtunsicher
4. Appetitlosigkeitwenige Tage vor der Geburtunsicher
5. Starkes Hungergefühlwenige Tage vor der Geburt unsicher
6. Übelkeitwenige Tage vor der Geburtunsicher
7. Bauchschmerzenwenige Tage vor der Geburtunsicher
8. Sodbrennenwenige Tage vor der Geburtunsicher
9. Blähungenwenige Tage vor der Geburtunsicher
10. Schlaflosigkeitwenige Tage vor der Geburtunsicher
11. Müdigkeitwenige Tage vor der Geburtunsicher
12. Schwindelwenige Tage vor der Geburt unsicher
13. Rückenschmerzenwenige Tage vor der Geburtunsicher
14. Muskelzuckenwenige Tage vor der Geburtunsicher
15. Häufiger Stuhlgangwenige Tage vor der Geburtwahrscheinlich
16. Leichter Durchfallwenige Stunden vor der Geburtwahrscheinlich
17. Baby wird ruhigerwenige Tage vor der Geburtwahrscheinlich
18. Senkwehen - Bauch senkt sich abab der 36. SSW, manchmal erst kurz vor der Geburtsicher
19. Abgang des Schleimpfropfs - Zeichnungsblutungmeist einige Tage vor der eigentlichen Geburt, manchmal auch schon in der 38. SSWsicher
20. Blasensprungwenige Stunden vor der Geburtsicher
21. Regelmäßige Wehenwenige Stunden vor der Geburtsehr sicher
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Es gibt also einige körperliche und mentale Vorboten für die Geburt. Nicht alle Anzeichen treten bei jeder Frau auf. Und nicht alle sind sichere Geburtsanzeichen. Vieles hängt vom individuellen Empfinden der Schwangeren ab. Wie du die Signale deines Körpers erkennst und richtig deutest, erklären wir dir nun im Detail.

Unsichere Geburtsanzeichen

Gegen Ende der Schwangerschaft berichten viele Frauen von spürbaren Veränderungen. Diese Veränderungen zeigen nicht alle den unmittelbaren Geburtsbeginn an. Sie können aber als Hinweis darauf gedeutet werden, dass sich dein Körper und dein Baby bereit für die Geburt machen. Folgende Anzeichen gehören zu den unsicheren Geburtsvorboten:

Nestbautrieb

Du verspürst den Drang, alles schön herzurichten? Das Babyzimmer braucht den letzten Schliff, der Hausputz muss erledigt werden? Das ist typisch für den Nestbautrieb. Der Nestbautrieb kann ein Anzeichen für die bevorstehende Geburt sein.

Innere Unruhe

Viele Mütter berichten, dass sie kurz vor der Geburt eine innere Unruhe verspürten. Dreht sich das Gedankenkarussell auch bei dir gerade ohne Pause? Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Geburt bevorsteht. Dein Körper fährt nicht mehr ganz runter, sondern bleibt achtsam, um für den Geburtsbeginn gewappnet zu sein.

Plötzliche, absolute Gelassenheit

Bis vor kurzem warst du tierisch nervös wegen der Geburt? Diese Nervosität ist wie weggeblasen? Auch innere Ruhe und Gelassenheit können ein Geburtsanzeichen sein. Dein Körper sammelt dadurch Kraft für die Geburt.

Appetitlosigkeit

Einige Frauen haben in den letzten Tagen vor der Geburt keinen Hunger. Manche entwickeln sogar einen gewissen Ekel gegen bestimmte Speisen. Appetitlosigkeit gilt also als möglicher Vorbote für die Geburt.

Starkes Hungergefühl

Es gibt auch den umgekehrten Fall. Dann verspüren Frauen kurz vor der Geburt Heißhunger. Durch die vermehrte Nahrungsaufnahme sammelt der Körper Energie für die Geburt. Wenn du ein ungewöhnliches Hungergefühl bei dir feststellst, könnte auch das auf einen baldigen Geburtsbeginn hindeuten.

Übelkeit und Erbrechen

Manche Frauen berichten, dass ihnen vor dem Einsetzen der Geburtswehen übel war. Einigen sogar derart, dass sie sich übergeben mussten. Wenn du auch gerade unter Übelkeit leidest, könnte das als Geburtsvorbote gedeutet werden.

Bauchschmerzen

Viele Frauen klagen vor der Geburt über Bauchschmerzen oder ein Ziehen im Unterbauch. Manchmal treten Schmerzen auf, die Menstruationsbeschwerden ähneln. Das kann auf Senkwehen hindeuten. Senkwehen sind nicht muttermundwirksam! Sie gehören zu den Vorwehen. Dennoch können sie ein Hinweis auf eine baldige Geburt sein. Müssen sie aber nicht. Manche Frauen spüren Senkwehen schon ab der 36. SSW, andere erst kurz vor der Geburt. (Mehr dazu später im Artikel.)

Sollten die Bauchschmerzen plötzlich einsetzen, sehr stark sein, länger anhalten und/oder von weiteren Symptomen wie Blutungen oder starkem Ausfluss begleitet werden, gehe zu deiner Ärztin.

Sodbrennen

Sodbrennen ist gerade dein ständiger Begleiter? Das liegt daran, dass dein Baby immer mehr Platz braucht. Dein Magen wird eingeengt. Die gute Nachricht: Die Geburt könnte bald anstehen, dann ist das lästige Sodbrennen vorbei. Bis dahin haben wir ein paar Tipps für dich, was gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft hilft.

Blähungen

Im letzten Trimester drücken die wachsende Gebärmutter und das Kind auf Magen und Darm. Das kann unangenehme Blähungen verursachen. Je größer dein Kind wird, desto größer die Beschwerden. Außerdem können sich Ängste und Angespanntheit auf das Verdauungssystem auswirken. Und diese innere Unruhe kann wiederum ein Vorbote der Geburt sein (siehe oben). Blähungen vor der Geburt können somit ein Geburtsanzeichen sein.

Schlaflosigkeit

Kannst du nicht schlafen, obwohl du müde und erschöpft bist? Das geht vielen Frauen so. Die innere Unruhe wirkt sich auch auf den Schlaf aus. Dein Körper ist in Habachtstellung, schließlich kann die Geburt bald losgehen. Hier kannst du nachlesen, was gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft hilft.

Müdigkeit

Du kämpfst in den letzten Tagen mit einer bleiernen Müdigkeit? Dein Körper muss bald Großes leisten. Dafür benötigt er Energie. Durch ein gesteigertes Ruhebedürfnis bereitet er sich auf die Geburt vor. Er sammelt Kraft. Außerdem kann die Müdigkeit auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen sein.

Schwindel

Auch Schwindel und Kreislaufprobleme können auf eine bevorstehende Geburt hindeuten. Dein Körper befindet sich im Ausnahmezustand. Da die für die Schwangerschaft wichtigen Organe, wie die Gebärmutter, besonders gut durchblutet werden müssen, kann es sein, dass andere Körperteile schlechter durchblutet werden. Das kann zu Kreislaufproblemen und Schwindel führen. Da Schwindel jedoch auch ein Anzeichen für Blutarmut und Bluthochdruck sein kann, solltest du sicherheitshalber deine Ärztin aufsuchen.

Rückenschmerzen

Es ist gut möglich, dass du einige Tage vor der Geburt Rückenschmerzen verspürst. Manche Frauen spüren auch, dass sich die Gelenke im Beckenbereich lockern, um die Entbindung vorzubereiten. Dafür sorgt das Schwangerschaftshormon Relaxin.

Muskelzucken / Muskelzittern

Wenn deine Muskeln zucken und zittern, kann das als Vorbote auf die Geburt gedeutet werden. Muskelzucken tritt jedoch keinesfalls bei jeder werdenden Mama auf.

Wahrscheinliche Geburtsanzeichen

Es gibt viele Hinweise auf eine bevorstehende Geburt. Aber: Die möglichen Geburtsanzeichen verlaufen genauso unterschiedlich wie Schwangerschaften. Soll heißen: Nicht jedes Anzeichen tritt bei jeder Schwangeren auf. Zu den wahrscheinlichen Geburtsanzeichen, über die viele Frauen berichten, gehören jedoch folgende:

Häufiger Stuhlgang

Um die Geburt in Gang zu bringen, bildet dein Körper vermehrt Wehenhormone. Diese regen den Darm an. Daher berichten Frauen oft davon, dass sie wenige Tage vor der Geburt häufiger Stuhlgang hatten. Das ist ein interessanter Nebeneffekt der Hormone. Ist der Darm zu stark gefüllt, kann die Geburt erschwert werden. Daher bieten viele Krankenhäuser vor der Geburt einen Einlauf an. Oft ist dieser aber gar nicht notwendig, da ein großer Teil vom Stuhlgang schon vorher durch die vermehrte Darmtätigkeit ausgeschieden wird.

Leichter Durchfall

Wehenhormone regen den Darm an. Viele Schwangere berichten, dass sie wenige Stunden vor dem Einsetzen der Eröffnungswehen Durchfall hatten. Durch die Darmentleerung bereitet sich der Körper auf die Geburt vor. Es ist ein natürlicher Reinigungsprozess.

Baby wird ruhiger

Auch dein Baby bereitet sich auf die Geburt vor. Es hat nicht mehr so viel Platz im Bauch und spart seine Kräfte, damit es diese bei der Geburt einsetzen kann. Daher kann es gut sein, dass dein Baby sich nicht mehr ganz so viel bewegt, sondern eher ruhiger wird. Wie lange das Baby vor der Geburt ruhiger wird, ist unterschiedlich. Oft sind es ein paar Tage. Achte darauf, dass ihr dennoch in Kontakt bleibt und du dein Baby wenigstens einmal am Tag spürst. Bist du unsicher, lass alles bei der Hebamme kontrollieren.

Sichere Geburtsanzeichen

Zu den sicheren Vorboten auf die bevorstehende Geburt gehören folgende:

Senkwehen – Der Bauch senkt sich ab

In den letzten Wochen ist es dir immer schwerer gefallen, größere Portionen zu essen und tief durchzuatmen? Geht es auf die Geburt zu, sorgen die Senkwehen dafür, dass dein Baby tiefer ins Becken rutscht. Das Ergebnis ist ein Bauch, der sich nach unten senkt.

Vielleicht fällt es dir nicht gleich auf, möglicherweise wirst du auch von außen darauf angesprochen, dass der Bauch nach unten gewandert ist. Viele Mütter sagen jedoch, dass ihnen in den letzten vier bis sechs Wochen vor der Geburt das Atmen wieder leichter fällt und sie mehr essen können. Der Druck des Babys auf deinen Magen lässt nach, wenn es nach unten rutscht.

Der abgesenkte Bauch weist darauf hin, dass sich dein Baby in Startposition begibt und schon bald startbereit ist. Auf folgendem Bild kannst du den Unterschied ganz gut erkennen.

babybauch senkt sich anzeichen geburt 1 - Anzeichen für Geburt: 21 Anzeichen, dass die Geburt bevorsteht
Senkwehen: Bauch vorher – nachher

Abgang des Schleimpfropfs – Zeichnen

Der Abgang vom Schleimpfropf wird auch als „Zeichnen“ bezeichnet. Der Pfropf verschließt den Zugang zur Gebärmutter und verhindert, dass Keime eintreten können. Mit zunehmenden Vorwehen löst er sich und tritt durch die Vagina aus. Es kann gut sein, dass etwas Blut in der Schleim-Ansammlung ist. Dies ist jedoch normal. Meist löst sich der Pfropf rund 10 Tage vor der Geburt. Einige Frauen bemerken aber auch gar nicht, wenn er abgeht. Es kann gut sein, dass er sich in mehreren Teilen löst. Warte also nicht auf das Zeichnen, bis du dich auf den Weg ins Krankenhaus machst.

Wichtig: Kleine Blutspuren im Ausfluss sind nicht bedenklich, wenn sich der Schleimpfropf löst. Sollten die Blutungen jedoch anhalten, zunehmen oder sogar sehr stark werden, fahre bitte direkt in die Klinik.

Blasensprung

Wusstest du schon, dass nur bei rund 15 Prozent der Schwangeren die Fruchtblase wirklich platzt? Zudem tritt nicht, wie es oft in Filmen gezeigt wird, ein großer Schwall an Fruchtwasser aus. Es kann auch gut sein, dass nur wenige Tropfen kommen. Meist liegt dein Baby mit dem Kopf im Becken und verschließt den Weg. So kann sich nicht so viel Fruchtwasser einen Weg suchen.

Ein Blasensprung macht sich oft mit einem leichten Knacken bemerkbar. Bemerkst du, dass Fruchtwasser austritt, ist dies noch nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass es sofort losgeht. Normalerweise hast du noch ausreichend Zeit, dich fertig zu machen und ins Krankenhaus zu fahren. Kommen die Wehen jedoch in einem Abstand von acht Minuten oder weniger, ist Eile geboten.

Liegend ins Krankenhaus oder nicht?

Vielleicht hast du schon davon gehört, dass Schwangere, bei denen der vorangehende Teil des Babys noch nicht fest im Becken sitzt, bei einem Blasensprung unbedingt liegend ins Krankenhaus transportiert werden sollten. Dadurch soll ein Nabelschnurvorfall verhindert werden. Diese Empfehlung ist in den neuen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft nicht mehr vorgesehen. Du solltest deine Frauenärztin darauf ansprechen. Sie kennt deinen Schwangerschaftsverlauf und wird dir sagen, wie du dich im Falle eines Blasensprungs verhalten sollst.

Falls du starke Kontraktionen verspürst, die Blase aber noch nicht geplatzt ist, solltest du ebenfalls ins Krankenhaus. Oft geht die Fruchtblase erst unter der Geburt auf oder muss manuell durch die Hebamme geöffnet werden.

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Das sicherste Geburtsanzeichen – Jetzt geht es los!

Die Wehen kommen regelmäßig

Vielleicht verspürst du schon seit ein paar Tagen oder Wochen immer wieder Übungswehen, die jedoch nach einer kurzen Zeit wieder verschwunden sind. Dies bedeutet nur, dass der Körper für den Ernstfall übt und die Muskeln trainiert werden. Setzen die Kontraktionen jedoch richtig ein, ist dies ein untrügliches Zeichen für die Geburt. Du bemerkst echte Geburtswehen daran, dass die Abstände kürzer werden, die Wehen regelmäßig kommen und die Schmerzen zunehmen. Zudem dauert eine Wehe zwischen 60 und 90 Sekunden. Hier eine Checkliste, wie du echte Wehen erkennen kannst:

  • Nimmst du ein warmes Bad und die Wehen werden stärker, sind es Geburtswehen.
  • Änderst du die Position und lassen die Wehen nicht nach, sind es echte Wehen.
  • Achte auf die Zeitabstände, diese sollten sich verkürzen und die Wehen sollten regelmäßiger kommen. Zur Orientierung: Oft beginnen Wehen mit Abständen von 10 bis 15 Minuten. Dann werden die Abstände kürzer (etwa 3 bis 9 Minuten).
  • Geburtswehen wirken nicht nur im Unterbauch, sondern auch im Rücken und bis in den Bauchraum.

Wenn du die Wehen in der Wanne prüfst, solltest du nicht allein sein. Gib deinem Partner oder einer vertrauten Person Bescheid. Das warme Wasser könnte deinen Kreislauf destabilisieren.

Es sind echte Wehen? Dann geht es jetzt los! Ihr werdet Eltern und könnt euer Baby schon bald im Arm halten.

Fazit: Bleibe entspannt und höre auf deinen Körper

Lasse dich nicht von den Erzählungen anderer verrückt machen. Wenn du 10 Frauen fragst, welche Vorboten bei ihnen auf die Geburt hindeuteten, wirst du 10 verschiedene Antworten erhalten. Vertraue deinem eigenen Körper – und den Signalen, die er dir sendet. Es kann sein, dass du viele der oben genannten Symptome spürst. Es kann aber auch sein, dass du bis kurz vor der Geburt gar nichts merkst. Auch das ist nicht ungewöhnlich. Jede Schwangerschaft, jede Geburt ist ein individuelles Erlebnis. Also: Ruhe bewahren und der Geburt entspannt entgegenblicken!

Anzeichen Geburt: Die häufigsten Fragen zum Thema

Muttermilch tritt aus der Brust aus: Ist das ein Geburtsanzeichen?

Die Brust bereitet sich schon lange vor dem eigentlichen Geburtstermin auf das Stillen vor. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn schon während der Schwangerschaft der ein oder andere Tropfen Milch aus deiner Brust austritt. Das ist kein Anzeichen für die bevorstehende Geburt. Es ist normal, dass sich die Brüste in der Schwangerschaft stetig verändern.

Stechen in der Scheide: Anzeichen für Geburt?

Ein Stechen in der Scheide wird oft durch den Kopf des Kindes ausgelöst, der stark nach unten drückt. Das bedeutet nicht, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Viele Frauen nehmen bereits ab der 37. SSW solch ein Stechen wahr. Es ist jedoch weder in der 38. SSW noch in der 39. oder 40. SSW ein sicheres Geburtsanzeichen.

Spüre ich es, wenn sich der Muttermund öffnet?

Du wirst nicht bewusst merken, wenn sich dein Muttermund öffnet. Aber: Du kannst ertasten, ob dein Muttermund bereits geöffnet ist. Allerdings erfordert das ein wenig Übung. Mehr dazu in unserem Artikel: Merkt man, wenn der Muttermund aufgeht?

Wie erkenne ich, dass die Fruchtblase geplatzt ist?

Fruchtwasser tritt selten in einem Schwall aus, sondern tröpfchenweise. Das macht es schwer, es von normalem Ausfluss oder Urin zu unterscheiden. Um herauszufinden, um welche Flüssigkeit es sich handelt, hast du mehrere Möglichkeiten:

1.) Gehe auf die Toilette. Kommt gleich danach wieder Flüssigkeit, obwohl du deine Blase vollständig entleert hast, ist es wahrscheinlich Fruchtwasser.

2.) Fange die Flüssigkeit mit etwas Toilettenpapier auf und schau sie dir an:

  • Farblose bis leicht rosa Flüssigkeit, die etwas süßlich riecht, kann Fruchtwasser sein.
  • Gelbliche Flüssigkeit spricht für Urin.
  • Ist die Flüssigkeit schleimig, weißlich bis rosa und riecht „normal“, ist es wahrscheinlich normaler Ausfluss oder der Schleimpfropf.
  • Ist die Flüssigkeit gelblich, bräunlich oder grünlich, eher cremig und riecht unangenehm, könntest du eine Infektion haben. Lass das von deinem Arzt abklären!

3.) Es gibt auch Fruchtwasser-Teststreifen, mit denen du herausfinden kannst, um welche Flüssigkeit es sich handelt. Wegen der Infektionsgefahr sind viele Mediziner von diese Methode aber nicht begeistert.

Keine Wehen nach Blasensprung: Was soll ich tun?

Wann du bei einem Blasensprung ohne Wehen ins Krankenhaus musst, hängt davon ab,

  • in welcher Schwangerschaftswoche du dich befindest (wann ist der errechnete Geburtstermin?),
  • wie es dir geht (fühlst du dich gut?)
  • und wie dein Kind im Becken liegt (Schädellage, Beckenendlage, Querlage oder Schräglage?).

Falls du unsicher bist und falls die Wehen auch nach einigen Stunden nicht einsetzen, solltest du deine Hebamme oder deine Gynäkologin kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Du kannst auch in der Klinik anrufen und fragen, wie du dich verhalten sollst.

Anzeichen Geburt: Was tun, wenn ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich losgeht?

Falls du unsicher bist, etwa weil du nicht weißt, ob du Übungswehen oder Geburtswehen hast, frage deine Hebamme um Rat oder rufe in der gynäkologischen Praxis an. Du kannst auch in der Geburtsklinik nachfragen. Lieber einmal zu oft nachgefragt als einmal zu wenig.

Was passiert, wenn ich nach der 40. SSW keine Geburtsanzeichen feststelle?

Nur ungefähr vier Prozent aller Kinder kommen am voraussichtlichen Entbindungstermin zur Welt. Die meisten Babys werden innerhalb von 10 Tagen vor bis 10 Tage nach dem errechneten Entbindungstermin geboren. Es besteht also kein Grund zur Sorge, wenn du in der 40. Schwangerschaftswoche noch keine Geburtsanzeichen wahrnimmst. Du wirst nun regelmäßig untersucht und bestens betreut. Also lehne dich entspannt zurück. Dein Baby kommt, wenn es bereit ist.

Falls du versuchen möchtest, dein Baby zu locken, haben wir hier ein paar Tipps zum Wehen fördern und auslösen für dich. Sprich vorab aber unbedingt mit deiner Hebamme darüber.

Ist auch eine Geburt ohne Anzeichen möglich?

Ja, eine Geburt kann auch ohne typische Vorboten losgehen. Manche Frauen spüren erst, dass ihr Baby sich auf den Weg macht, wenn die Geburt unmittelbar bevorsteht. Also erst, wenn die Eröffnungswehen einsetzen.

Hast du noch weitere Fragen zu den Anzeichen einer Geburt? Schreib uns einen Kommentar!

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Quellen

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2 Kommentare anderer Nutzer

  1. Guten morgen. Mein entbindungs Termin ist am 07.02.2020. ich hab jetzt seid Montag linke oberbauchschmerzen und auch an der gleichen stelle am rücken. Mir ist übel und ich habe Durchfall. Mein Kreislauf spielt total verrückt. Sogar im liegen wird mir teilweise schwarz vor Augen. Mein Arzt hat mich jetzt erst zur geburtsplanung geschickt und ich hab den Termin erst für den 24.01. bekommen. Solch ich lieber ins KH fahren? Ich fühle mich mittlerweile total unwohl

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